Alexandra Karle © Amnesty International / A. Schmidburg
Alexandra Karle © Amnesty International / A. Schmidburg

Neue Geschäftsleiterin bei Amnesty Schweiz Alexandra Karle folgt auf Manon Schick

Medienmitteilung 29. Mai 2020, Bern – Medienkontakt
Alexandra Karle tritt am 1. Juni 2020 ihr Amt als neue Geschäftsleiterin von Amnesty Schweiz an. Die frühere Kommunikationschefin löst die langjährige Direktorin Manon Schick an der Spitze der Schweizer Sektion der internationalen Menschenrechtsorganisation ab.

«Die letzten Monate haben verdeutlicht, wie wichtig die Menschenrechte in Krisenzeiten sind. Autoritäre Regimes und Demagogen versuchen, die Pandemie für ihre Interessen zu nutzen und machen Politik auf dem Rücken der Schwächsten. Einschränkungen der Grundfreiheiten, Überwachung und Zensur drohen zur neuen Realität zu werden. Dagegen stehen die Menschenrechte für das, was es angesichts der Coronavirus-Krise so dringend braucht: Menschlichkeit, Mitgefühl und Solidarität. Unsere Arbeit als führende Menschenrechtsorganisation ist heute wichtiger denn je – weltweit und in der Schweiz», sagt Alexandra Karle anlässlich ihres Amtsantritts.

Die 52-Jährige leitet ab dem 1. Juni 2020 die Schweizer Sektion der Menschenrechtsorganisation. Sie kann auf breite Erfahrung in den Bereichen Menschenrechte und Kommunikation zurückgreifen. Bei Amnesty Schweiz startete sie als Mediensprecherin und wurde dann Leiterin des Programms Kommunikation und Menschenrechtspolitik. Davor arbeitete Alexandra Karle 15 Jahre lang als politische Journalistin für verschiedene Fernsehsender und realisierte zahlreiche Reportagen in Kriegs- und Krisenregionen.

«Die Arbeit von MenschenrechtsaktivistInnen weltweit wird immer schwieriger, sogar in der Schweiz werden die Grundrechte mitunter in Frage gestellt. Um unsere wichtigsten Werte angesichts dieser Herausforderungen zu verteidigen brauchen wir als Direktorin eine starke und integrative Persönlichkeit wie  Alexandra Karle, die grosses Know-how, Überzeugungskraft und Leidenschaft für die Menschenrechte vereint», sagt Stefanie Rinaldi, Präsidentin des Vorstands von Amnesty Schweiz.

Manon Schick, die bisherige Stelleninhaberin, will sich nach zwei Amtszeiten von je fünf Jahren als Geschäftsleiterin neuen Aufgaben widmen. Zu ihren Errungenschaften an der Spitze von Amnesty International Schweiz zählt unter anderem der Ausbau der Bildungsarbeit der Sektion und die stärkere Einbeziehung von jungen Aktivistinnen und Aktivisten im Einsatz für die Menschenrechte. Neben den Frauenrechten, die Manon Schick persönlich sehr am Herzen liegen, hat die langjährige Geschäftsleiterin auch dazu beigetragen, dass die Verantwortung von Konzernen beim Menschenrechts- und Umweltschutz ganz oben auf der Agenda der Schweizer Sektion stehen.

Der Vorstand, die Aktivistinnen und Aktivisten und das ganze Team von Amnesty Schweiz danken Manon Schick für ihren ausserordentlich grossen Einsatz und ihre Verdienste für die Organisation. «Manon war eine herausragende Geschäftsleiterin, die sich mit Leib und Seele für die Menschenrechte eingesetzt hat. Wir wünschen Ihr alles Gute für ihren weiteren Weg und sind überzeugt, dass sie Amnesty International und dem Schutz der Menschenrechte weiterhin eng verbunden bleibt», sagt Stefanie Rinaldi.