Tätigkeitsbericht 2014 Edito: Es geht auch um meine Rechte!

Der Tätigkeitsbericht gibt Auskunft über unsere Kampagnen-, Bildungs- und Jugendarbeit im vergangenen Jahr, über unser Erfolge und über die Menschen, die dahinter stehen. Er enthält ausserdem die Jahresrechnung der Sektion.

«Die Menschenrechte schützen meine Freiheit und meine Sicherheit, deshalb schütze ich sie»: Diese Botschaft stand im Zentrum unserer Kampagne für die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) im vergangenen Jahr. 42 öffentliche Veranstaltungen und 24 Bildungsanlässe fanden in ihrem Rahmen statt, 96 Aktionen haben unsere Gruppen organisiert, um die Kampagnenzeitung «Extrablatt» zu verteilen, 4000 Leute, von denen 70% zuvor noch nicht Teil unserer Bewegung waren, haben an unserem Wettbewerb mitgemacht. Noch selten hat eine Amnesty-Kampagne in der Schweiz derart viel ausgelöst.

Das Thema ist topaktuell, umso mehr seit eine gegen die EMRK gerichtete Initiative angekündigt wurde. «Wer uns den Strassburger Gerichtshof wegnehmen will, will uns unsere Grundrechte wegnehmen», brachte es alt Ständerat Dick Marty anlässlich unserer Generalversammlung in Bern auf den Punkt. Wir werden deshalb unsere Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit zur Bedeutung des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs fortführen und immer wieder daran erinnern, dass er jede und jeden von uns schützt, weil er uns die Möglichkeit gibt, willkürliche Entscheidungen unseres Staates anzufechten. Eine weltweit einmalige Chance für die 800 Millionen EinwohnerInnen Europas.

Wer unsere Grundrechte im eigenen Land infrage stellen will, wer uns glauben machen will, dass diese Rechte dem Volkswillen im Wege stehen, dem zeigen wir, dass im Gegenteil Demokratie und Menschenrechte untrennbar sind: Nur ein Rechtsstaat, der Gerechtigkeit für alle ohne Unterschied schafft, kann auch Demokratie gewährleisten.

Ohne Ihr unermüdliches Engagement, ohne Ihre Solidarität als Mitglied, AktivistIn, SpenderIn hätten wir eine solche Kampagne niemals führen können. Für Ihre Unterstützung danken wir ganz herzlich – für die bisherige wie auch die zukünftige, denn die Menschenrechte verdienen mehr denn je unser Engagement.

Manon Schick, Geschäftsleiterin, Schweizer Sektion

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