Jestina Mukoko (links) und Birtukan Mideksa. © AI
Jestina Mukoko (links) und Birtukan Mideksa. © AI

Gewissensgefangene Einsatz mit Erfolg

Das Engagement für Amnesty International macht einen Unterschied.

Jedes Jahr beteiligen sich weltweit Tausende von Menschen an den Unterschriftenaktionen von AI und tragen dazu bei, dass ein zum Tode Verurteilter begnadigt oder ein Gefangener freigelassen wird, wie im Fall der Menschenrechtsverteidigerin Jestina Mukoko aus Simbabwe. Die Leiterin des «Zimbabwe Peace Projects» war am 3. Dezember 2008 aus ihrer Wohnung entführt und von den Behörden illegal in Haft gehalten und gefoltert worden. Angeblich sollte sie geplant haben, die Regierung zu stürzen. Wahrscheinlicher ist aber, dass Mukoko und andere Regimegegner durch die fingierten Vorwürfe eingeschüchtert werden sollten. AI bemühte sich intensiv um ihre Freilassung. Nach drei Monaten kam Mukoko auf Kaution frei. Im September 2009 wurde das Verfahren gegen sie eingestellt. In einem Brief bedankte sich Mukoko bei Amnesty: «Zu wissen, dass es Menschen gibt, die uns in unserem Kampf unterstützen, hat uns Trost und Kraft gegeben.»

Die äthiopische Oppositionsführerin Birtukan Mideksa kam im Oktober 2010 nach 22 Monaten Gefängnis frei. Sie hatte im November 2005, nach einem offensichtlichen Wahlbetrug der Regierungspartei, Demonstrationen mit angeführt, die niedergeschlagen wurden und knapp 200 Menschen das Leben kosteten. Tausende Regimegegner wurden damals verhaftet, darunter auch Mideksa. Sie war zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Dank des Einsatzes von Amnesty-AktivistInnen blieb ihr dieses Schicksal erspart.


Erschienen in «AMNESTY - Magazin der Menschenrechte» von Mai 2011
Herausgegeben von Amnesty International, Schweizer Sektion