Ehemalige Gefangene inszenieren ihre Erinnerungen an das Gefängnis Tadmor. © Tadmor Film
Ehemalige Gefangene inszenieren ihre Erinnerungen an das Gefängnis Tadmor. © Tadmor Film

Zürich, 9. – 10. Dezember 2016 Syrien: Film «Tadmor» und Diskussion

Amnesty präsentiert am Human Rights Film Festival in Zürich den Film «Tadmor» über das berüchtigte Gefängnis in Palmyra. Anschliessend Podiumsgespräch über Folter als Instrument der Repression in Syrien.

Tadmor, der arabische Name der Wüstenstadt Palmyra, steht für ein berüchtigtes Militärgefängnis, in dem das syrische Regime über Jahrzehnte Menschen verschwinden und foltern liess. Der «Islamische Staat» sprengte das Gefängnis 2015 in die Luft.

Eine Gruppe von Libanesen, die in Tadmor in den achtziger Jahren der Gewalt der syrischen Sicherheitsdienste ausgeliefert waren, bauen in einer verlassenen Schule in einem Vorort von Beirut die Gefängnisräume nach. Mit theatralischen Inszenierungen geben sie ihren Erinnerungen Ausdruck. Die ehemaligen Gefangenen erzählen von kleinen Gesten, mit denen sie trotz sadistischer Erniedrigungen versuchten, die Selbstachtung zu wahren. Ein vielschichtiges und sensibles Bild politischer Gewalt, die bis heute fortdauert.

Im Anschluss gibt es ein Podiumsgespräch über Folter als systematisches Instrument der politischen Repression in Syrien. Gäste: Die Regisseure Monika Borgman und Lokman Slim, der Protagonist Ali Abou Dehn, sowie Reto Rufer (Länderexperte für Syrien und Region, Amnesty International) Moderation: Alexandra Karle (Leiterin Kommunikation und Advocacy bei Amnesty International)

Film «Tadmor» und Podiumsdiskussion

Freitag, 9.12.2016, 20.40 Uhr: Kino Riffraff, Neugasse 57, 8005 Zürich

Wiederholung des Filmes ohne Gespräch

Samstag, 10.12.16, 19:00, Kino Houdini, Badenerstrasse 173, 8004 Zürich

Tadmor: OV/d 103' | Monika Borgman & Lokman Slim | CH/FR/Libanon 2016 | Dok

Human Rights Film Festival Zürich

Amnesty International ist Partner des Human Rights Film Festival Zurich (HRFF), das zum zweiten Mal in dieser Form stattfindet. Zwanzig Spiel- und Dokumentarfilme werden vom 7. bis 11. Dezember in den Kinos Riffraff, Houdini und Arthouse Uto gezeigt.