Taste of cement Taste of cement

Ganze Deutschschweiz, 12. – 15. Januar 2018 Film «Taste of Cement», Gespräch mit Regisseur Ziad Kalthoum

In der libanesischen Gesellschaft sind syrische Arbeiter nicht willkommen. Regisseur Ziad Kalthoum, der die syrische Armee verlassen und im Libanon Asyl gesucht hat, legt einen faszinierenden Film vor, dessen starke Bilder eine treffende Metapher für das Leben im Exil sind. Amnesty International ist Partnerin dieses Films.

Am Sandstrand von Beirut. Tag für Tag steigen syrische Bauarbeiter bei Sonnenaufgang aus dem Untergeschoss eines Hochhauses im Rohbau, wo sie essen und schlafen. Sie steigen den Wolkenkratzer empor und treiben den Bau weiter in die Höhe. Sie bringen Beton aus, schalen Säulen und errichten Wände. In den Pausen schweifen ihre Blicke über die prächtige Silhouette der neu erbauten Stadt am Meer, eine Aussicht, die der Kranführer den ganzen Tag zu sehen bekommt. Doch sie dürfen den Bau nicht verlassen, weder ans Meer noch in die Stadt gehen. Sie sind isoliert und in der libanesischen Gesellschaft sind Flüchtlinge aus Syrien nicht (mehr) willkommen. 

Reto Rufer, Länderexperte für den Nahen Osten bei Amnesty Schweiz, wird  an den Podien in Luzern  und Bern anwesend sein. 

Luzern, Freitag, 12. Januar 2018, 20h,
Cinema stattkino, Bourbaki Panorama / Löwenplatz

Bern, Sonntag, 14. Januar 2018, 18h30,
Kino Cinématte, Wasserwerkgasse 7

Weitere Termine der Vorstellungen in Anwesenheit des Regisseurs Ziad Kalthoum:

Winterthur, Samstag, 13. Januar 2018, 20h15
Kino Cameo, Lagerplatz 19
www.kinocameo.ch

Zürich, Sonntag, 14. Januar 2018, 12h
Kino Xenix, Kanzleistrasse 52
www.xenix.ch 

Basel, Montag, 15. Januar 2018, 18h30
Cinema Stadtkino, Klostergasse 5
www.stadtkinobasel.ch

Die weiteren Aufführungen auf cineman.ch.

Aufführungen in der Romandie mit Ziad Kalthoum.

Genf, Mittwoch, 10. Januar 2018, 19h00  
Cinéma Spoutnik, 11, rue de la Coulouvrenière, Genève 
www.spoutnik.info

Lausanne, Donnerstag, 11. Januar 2018, 20h
Cinéma Oblò, Avenue de France 9
www.oblo.ch 

Regisseur Ziad Kalthoum, der die syrische Armee verlassen und in Libanon Asyl gesucht hat, legt einen faszinierenden Film vor. Die starken Bilder sind eine treffende Metapher für die Grauen des Krieges und das Leben im Exil. 

«In der Darstellung dieses Universums von Männern, die etwas aufbauen, leisten Kalthoum und sein libanesischer Kameramann Talal Khoury Unglaubliches. Eine visuelle Poesie, die an frühes sowjetisches Kino erinnert. Ist bei nicht wenigen Dokumentarfilmen die Geschwätzigkeit ein Problem, so umgeht Ziad Kalthoum diese Schwierigkeit in «Taste of Cement». Denn er legt über die erwähnten Bilder und das meisterliche Sounddesign in seinem dialoglosen Film den hochpoetischen Text eines Mannes, der seine Kindheit und Jugend resümiert.» (Geri Krebs, NZZ)