Bern, 26. Februar 2020 Podiumsdiskussion «Kuscheldiplomatie mit China?»

Unter dem Titel «Kuscheldiplomatie mit China?» laden wir Sie herzlich ein zu einer Podiumsdiskussion zur «Schweizer Aussenpolitik im Spannungsfeld zwischen Wirtschaftsinteressen und Menschenrechten.»

Für die Schweiz ist China der wichtigste Handelspartner in Asien und der drittwichtigste weltweit, weshalb der Bund sehr bemüht ist, Fortschritte in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zu wahren und weiter zu fördern. Gleichzeitig begann die Schweiz schon 1991 einen jährlichen bilateralen Menschenrechtdialog mit China zu organisieren. Während Fortschritte bei Themen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit unter einem guten Stern stehen, musste die Schweizer Menschenrechtspolitik in letzter Zeit jedoch einige Rückschläge verkraften. So wurde etwa der Menschenrechtsdialog mit China 2019 auf unbefristete Zeit verschoben, trotz aktueller Themen wie den China Cables, den Uiguren-Zwangslagern, den Protesten in Hongkong oder der Zensur im Internet. Kritiker werfen dem Bund daher vor, vor China zu «kuschen».

An diesem Abend soll von ExpertInnen diskutiert werden, ob die Schweiz gegenüber China eine Kuscheldiplomatie betreibt, und wie sie sich zukünftig für Verbesserungen der Menschenrechtslage in China einsetzen kann.

  • Prof. Dr. Ralph Weber, Vizepräsident Europäische Vereinigung für chinesische Philosophie, Universität Basel
  • Mario Ramò, Stv. Leiter Aussenwirtschaft, economiesuisse
  • Barbara Schedler Fischer, Stv. Leiterin Abteilung Menschliche Sicherheit, EDA
  • Fabian Molina, Nationalrat (SP), Aussenpolitische Kommission APK

Im Anschluss gibt es einen Apéro.

Mittwoch, 26. Februar, 18.30–20 Uhr, Kuppelraum im Hauptgebäude der Universität Bern, Hochschulstrasse 4.

Die Veranstaltung wird organisiert von foraus und der NGO-Plattform Menschenrechte Schweiz. Mit Unterstützung von Amnesty International, Gesellschaft für bedrohte Völker und Public Eye.