© Amnesty International
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Unimeeting 2014 «Grüezi» in Bern!

9. April 2014
Mit einem lieben «Hoi» wurden wir am diesjährigen Schweizer Unimeeting am Sonntagmorgen des 6. Aprils im Schweizer Sekretariat empfangen. Kaum angekommen und mit «Gipfel» und Kaffee gestärkt, ging das Unimeeting in kleiner aber feiner Runde los.

Neben uns Delegierten, nämlich Manuela aus der SeKo Jugend und mir, waren einige andere Mitglieder aus den Hochschulgruppen Schweiz dabei. Nach einem Spiel, bei dem wir unsere Erwartungen ans Unimeeting spielerisch kommunizierten, begannen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen die Highlights ihrer Gruppen im Rahmen eines Wettbewerbs zu präsentieren, wobei wir das STAN und die SeKo Jugend von Amnesty Deutschland vorstellten. Nach vielen sehr interessanten Präsentationen hatten wir das Privileg als «neutrale» Gäste einen Gewinner zu küren. Amnesty-Dinner-Abende, tolle Kooperation mit Asylsuchenden und finanzielle Unterstützung für die Menschenrechtsbildung überzeugten uns, weshalb die Hochschulgruppe Fribourg den Preis gewann. Im Anschluss stellte der Jugendkoordinator Romain die verschiedenen Schwerpunktkampagnen der Schweiz vor. «My Body, My Rights» und Stop Torture sowie die Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK)- Kampagne werden Schwerpunktkampagnen sein.

Die Kampagne «My Body, My Rights» läuft anders als in der deutschen Sektion, schon seit 2013 in der Schweiz und wird noch bis 2015 mit neuen Schwerpunkten weiterlaufen. Bei einem anschliessenden Brainstorming überlegten wir uns verschiedene Aktionsideen und Materialien, die man passend zur Kampagne «My Body, My Rights» in diesem Sommer entwickeln kann.

Momentan ist das Jugendkoordinationsteam, bestehend aus Karin und Romain, daran, ein Sounding Board für die Amnesty-Jugend zu entwickeln. Dieses Sounding Board soll ein Gremium aus Jugendlichen sein, welches über die Durchführung von Aktionen bestimmt und diese begutachtet, bevor entsprechendes Aktionsmaterial veröffentlicht wird. Für uns war das Konzept des Sounding Boards sehr interessant und könnte auch in der deutschen Sektion sehr gut passen.

Gut gestärkt nach einem Picknick im sonnigen Bern, präsentierte Nina aus dem Youth in Action Team, das Schwerpunktthema EMRK und dessen Problematik in der Schweiz. Kurz zusammengefasst, sei das Problem, dass viele Schweizer die EMRK als überflüssig und somit für unnötig halten, da die Menschenrechte auch in der Verfassung der Schweiz festgehalten würden. Amnesty International möchte die Schweizer auf die Wichtigkeit und die Vorteile der EMRK hinweisen und aufzeigen, dass diese Kommission deren Menschenrechte schützt. Anders als die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, ist die EMRK ein verbindlicher Vertrag, welcher von den Teilnehmer-Staaten umgesetzt werden muss und somit den Bürgern und Bürgerinnen die Sicherheit ihrer Rechte verbindlich gewährleistet.

Damit das eher komplexe Thema noch verständlicher für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen wurde, analysierten wir einen konkreten Fall und konnten so die Bedeutung der EMRK noch besser nachvollziehen.

Nach so viel Input begannen wir schliesslich mit der Vorbereitung des Finales des Unimeetings: der Aktion!

Passend zur EMRK-Kampagne mit dem Slogan «Freiheit und Sicherheit», erstellten wir ein Video, in welchem wir mit viel Improvisation und Schauspielerei einige Aspekte der EMRK in einer Alltagssituation ansprachen.  Das Video wird auf der Generalversammlung der Schweiz im Mai als Intro zu sehen sein und man darf auf jeden Fall darauf gespannt sein.

Nachdem wir das Video im Kasten hatten, war das Schweizer Unimeeting auch schon vorbei.

Wir danken der Schweizer Sektion herzlich für die Einladung und freuen uns bei unserem Jugend@Amnesty im November wieder Gäste aus der Schweiz begrüssen zu dürfen.

– Harry, Studierenden Aktionsnetzwerk (STAN), Amnesty Deutschland