Die Youthdelegation aus der Schweiz: Marc, Iris und Manu (v. l. n. r.) © Amnesty International
Die Youthdelegation aus der Schweiz: Marc, Iris und Manu (v. l. n. r.) © Amnesty International

European Youth Meeting 2016 in Portugal

AMNESTY YOUTH-Aktivist Manu berichtet vom europaweiten Treffen der Amnesty-Jugend in Peniche.

Ein European Youth Meeting (EYM) in Peniche. Was sich traumhaft anhört, war auch traumhaft. Vor allem dank den Amnesty-Aktivistinnen und Aktivisten aus ganz Europa, die wirklich etwas in der Welt bewirken wollen.

Dieses Treffen war mein fünftes zum Thema Migration und Flucht. Daher waren die Kennzahlen über Asylsuchende nichts Neues für mich. Eine neue Einsicht zum Thema konnte ich trotzdem gewinnen. Die Stärke dieses EYMs lag in den kreativen Gruppenarbeiten. Zum Beispiel erstellten wir Collagen mit Zeitungsartikeln aus den diversen Ländern, aus denen die TeilnehmerInnen angereist waren. Erschreckend war festzustellen, wie negativ über Flüchtlinge berichtet wird.

In einer anderen kreativen Arbeit wurden Gruppen mit ungleicher Anzahl an Personen erstellt. Die Gruppen stellten die Kontinente sowie deren Ressourcen dar. Jede Gruppe erhielt eine spezifische Menge an Luftballons, die sie aufzublasen hatten. Jedoch wurden die Ballone unfair verteilt: Grosse Gruppen erhielten weniger als Kleine. Am Schluss der Gruppenarbeit war allen klar, dass wir zusammenarbeiten müssen, um alle Luftballons aufblasen zu können. Was in anderen Worten bedeutet, dass die Kontinente auch zusammenarbeiten müssen, um die Unterbringung und der Schutz von Flüchtlingen zu gewährleisten.

Rückblickend gab es keinen einzelnen Tag, den ich als absoluten Höhepunkt beschreiben kann. Weil jeder Tag des EYM ein absoluter Höhepunkt war. Egal ob das Kennenlernen am ersten, die kreativen Gruppenarbeiten am zweiten, die Aktionsvorbereitung am dritten oder die Aktion sowie das Abschiedsfest am letzten Tag – Jeder Tag war einfach grossartig!

Das EYM16 hat Marc aus dem Wallis und mich sehr geprägt. Bereits während des Treffens fassten wir den Entscheid, dass wir nach unserer Rückkehr in die Schweiz den Röstigraben überbrücken werden.

Wir danken Amnesty Schweiz, besonders Iris (Jugendkoordinatorin) und der Amnesty Gruppe aus Peniche für diese unvergessliche Erfahrung!

– Manu, Jugendgruppe Bern