© Amnesty International
© Amnesty International

AI YOUTH Internationales Jugendtreffen Jugend@Amnesty 2018

29. November 2018
Am Wochenende vom 23. bis 25. November fand in Kassel das jährliche Treffen der Jugend- und Hochschulgruppen von Amnesty International Deutschland statt.

Das Jugend@Amnesty-Treffen stand dieses Jahr ganz im Zeichen des diesjährigen 70. Geburtstags der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Im Hinblick auf das 5-jährige Jubiläum der Snowden-Enthüllungen war auch die Verteidigung der Menschenrechte im digitalen Zeitalter ein Themenschwerpunkt. Mit Schoschanah, Sonja und Rashmiy waren drei Vertreterinnen der Schweizer Sektion in Kassel dabei.

Sonja von der Unigruppe Fribourg berichtet von ihren Eindrücken und Erlebnissen:

«Als wir endlich in Kassel ankamen, standen wir erst einmal etwas orientierungslos am Bahnhof. Es dauerte jedoch nicht lange, bis wir von einer Gruppe deutscher Amnesty Jugendaktivist*innen mit einem knappen „auch zur Jugendherberge?“ abgefangen wurden. Es lohnt sich eben wirklich, seinen «Anti-Menschenrechts-Initiative, NEIN am 25.11.»-Button bis zum Abstimmungssonntag am Rucksack heften zu haben.

Etwas später wurden wir in der Jugendherberge dann auch gleich herzlich von den Organisator*innen empfangen und erhielten zur Begrüßung unter anderem Webcam-Aufkleber, passend zum diesjährigen Themenschwerpunkt. Denn neben dem 70. Geburtstag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte darf in diesem Jahr auch das fünfjährige Jubiläum der Snowden-Enthüllungen gefeiert werden.

Was bedeutet Schutz der Privatsphäre im digitalen Zeitalter überhaupt noch?

Es stellt sich heutzutage schließlich als eine enorme Herausforderung heraus, Menschen auf die Gefahren von radikaler Datensammlung und der unmittelbaren Massenüberwachung zu sensibilisieren.

Dazu gab es eine kreative Aktion mit dem Namen #meinedatenmeinerechte. In dieser konnte man sich entweder für eine HyperFace-Gesichtsbemalung entscheiden, in der man sein Gesicht mit einem Muster versah, welches in diesem eine Asymmetrie herstellt, welches das Gesichtserkennungsprogramm von Überwachungs-Softwares jeweils entschärft. Oder wir konnten uns für ein Schild mit persönlichen Aussagen wie «Ich überziehe jeden Monat mein Konto» entscheiden. Daneben gab es auch tolle thematische Anlässe wie die Crypto-Party oder der Vortrag von Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Clubs.

An Vielfältigkeit und Abwechslung fehlte es an diesem Wochenende wirklich nicht; es gab Workshops zu allen möglichen Problematiken, die junge Amnesty-Aktivist*innen beschäftigen. Das war an diesem Wochenende dann auch mein persönliches Highlight: die intensiven und inspirierenden Gespräche mit jungen, leidenschaftlichen Menschenrechtsaktivist*innen aus der ganzen Welt.

Für dieses wunderbar geplante Wochenende möchte ich mich nochmals ganz herzlich bei der Unigruppe aus Kassel bedanken.»

Sonja Scherer, Teilnehmerin am Jugend@Kassel, Mitglied der Unigruppe Fribourg