Ukraine Vitalina Koval

Dezember 2018
Vitalina unterstützt die lokalen LGBTI-AktivistInnen in ihrer Heimatstadt Uzhgorod in der Ukraine. Ihr Engagement gegen Diskrimierung ist nicht ungefährlich.

Vitalina Koval engagiert sich in ihrem Land für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans und Intergeschlechtlichen. Bei einer friedlichen Demonstration ist sie von Rechtsextremen angegriffen und verletzt worden.

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Für den Internationalen Frauentag 2018 hatte Vitalina Koval in Uschhorod eine Demonstration. Dafür sprach sie im Vorfeld mit der Polizei, die ihr zusicherte, für den Schutz der Veranstaltung zu sorgen. Doch als die Demonstration stattfand, tauchte eine Gruppe Rechtsextremer auf, griff die Teilnehmenden gewaltsam an und bewarf sie mit roter Farbe.

Vitalina Koval erlitt Verätzungen an den Augen und musste im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei nahm die Angreifenden fest, liess sie aber kurz darauf wieder frei. Auch nach dem Vorfall erhielten Vitalina Koval und andere Personen, die an der Demonstration teilgenommen hatten, weitere Drohungen; zwei AktivistInnen berichteten, dass sie auf der Strasse verfolgt und geschlagen wurden.

Rechtsextreme Gruppen greifen in der Ukraine vermehrt Menschen an, die sich für Frauenrechte und für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Intergeschlechtlichen einsetzen. Doch Vitalina Koval und andere AktivistInnen lassen sich nicht einschüchtern.