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Setzen Sie sich für Khariq Anhar ein:
Senden Sie einen Appellbrief per Post, E-Mail, X/Twitter oder Instagram.
| Mitmachen bis 31. Dezember 2026 |
Briefvorlagen
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Portokosten Postversand:
Europa: CHF 1.90
Übrige Länder: CHF 2.50
Schweiz (Kopien Botschaft): A-Post CHF 1.20 / B-Post CHF 1.–
Weltweite Briefzustellung: Der Versand von Briefen ist in fast alle Länder möglich. Trotzdem kann der Zustellservice aus unterschiedlichen Gründen zeitweise eingestellt werden. Wir aktualisieren die Infos soweit möglich. Bitte prüfen Sie vorher bei der Schweizer Post (Verkehrseinschränkungen ›), ob Briefe im Zielland aktuell zugestellt werden.
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E-Mail:
- Signieren: Bitte setzen Sie noch Ihren Namen (oder Ihre Initialen) an das Ende der Nachricht.
- Betreff-Zeile ändern: Wenn viele Mails mit demselben Betreff in kurzer Zeit in einem*r Empfänger*in eintreffen, landen diese dort direkt im Spam! Um dies zu verhindern, empfehlen wir Ihnen, unbedingt den Betreff zu ändern oder leicht anzupassen.
- Sie können die Nachricht gerne anpassen und z.B. den Namen und die Forderungen hervorheben.
- Wenn das Versenden nicht klappt: Ersetzen Sie das Komma (,) zwischen den Mail-Adressen mit einem Semikolon (;) oder nehmen Sie nur eine einzelne Adresse pro Feld.
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Social Media:
Infos, Vorschläge und Adressen finden Sie unter SOCIAL MEDIA GUIDE.
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Weitere Infos sowie Q&As zum Mitmachen bei den Urgent Actions finden Sie hier oder Sie können uns gerne fragen
Teilen Sie die Briefaktion mit Ihren Bekannten
Adressen
Generalstaatsanwalt von Indonesien:
Dr. Sanitiar Burhanuddin
Attorney General of the Republic of Indonesia
Jl. Panglima Polim No.1, South Jakarta
Jakarta 12160
INDONESIA
E-Mail: humas.puspenkum@kejaksaan.go.id
X/Twitter: @ST_Burhanuddin
Instagram: @stburhanuddin
Chef der indonesischen Nationalpolizei:
Listyo Sigit Prabowo
Chief of Indonesia National Police
Jl. Trunojoyo No.3 2, RT.2/RW.1, Selong, Kec. Kby. Baru
Kota Jakarta Selatan
Jakarta 12110
INDONESIA
E-Mail: mabes@polri.go.id, kapolri@polri.go.id, und ppid@polri.go.id
X/Twitter: @ListyoSigitP / @divhumas_polri
Instagram: @listyosigitprabowo / @divisihumaspolri
Kopien an
Botschaft der Republik Indonesien
Elfenauweg 51
3006 Bern
Fax: 031 352 24 80
E-Mail: bern.kbri@kemlu.go.id
Social Media Guide
Suggested messaging:
Sharing a meme is not a crime. Free the activists now!
Stop criminalizing activists. Freedom of expression is a right, not a threat.
Suggested hashtag:
#BebaskanKawanKami
Bitte verlinken Sie beim Posten die genannten offiziellen Accounts, um die Sichtbarkeit und den Druck zu erhöhen:
Generalstaatsanwalt von Indonesien:
X/Twitter: @ST_Burhanuddin
Instagram: @stburhanuddin
Chef der indonesischen Nationalpolizei:
X/Twitter: @ListyoSigitP / @divhumas_polri
Instagram: @listyosigitprabowo / @divisihumaspolri
Hintergrund
Am 25. August 2025 begannen in Indonesien landesweite Proteste. Die anhaltende Kriminalisierung von daran beteiligten Aktivist*innen gibt Anlass zur Sorge. Einer von ihnen ist Khariq Anhar. Gegen ihn läuft nach wie vor ein Verfahren wegen Verstosses gegen das indonesische Gesetz über elektronische Informationen und Transaktionen (EIT), weil er in den Sozialen Medien ein satirisches Meme geteilt hat. Darin stellte er einen öffentlichen Aufruf in Frage, der Studierende davon abhalten sollte, an Demonstrationen teilzunehmen. Zurzeit werden in dem Verfahren die Zeug*innen vernommen. Obwohl der satirische Beitrag, ein Meme, bereits in einem früheren Verfahren geprüft und Khariq Anhar freigesprochen worden war, leitete die Staatsanwaltschaft unter Berufung auf andere Bestimmungen des EIT-Gesetzes ein neues Verfahren ein.
Im März 2026 wurde Khariq Anhar in einem separaten Strafverfahren, das mit derselben Protestwelle in Zusammenhang stand, zusammen mit Delpedro Marhaen Rismansyah, Muzaffar Salim und Syahdan Husein freigesprochen. Die Staatsanwaltschaften legten auch gegen die Freisprüche der anderen vier Aktivisten Rechtsmittel ein. Sie sind noch vor dem Obersten Gerichtshof anhängig.
In einem weiteren Strafverfahren in Kediri in Ost-Java wurde der Aktivist Saiful Amin freigesprochen, doch auch gegen diesen Freispruch hat die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Sein Mitangeklagter, Shelfin Bima Prakosa, wurde für schuldig befunden. Er hat seine Haftstrafe inzwischen verbüsst. In einem weiteren separaten Strafverfahren in Jakarta wurde der Aktivist Wawan Hermawan schuldig gesprochen, nachdem er Inhalte in den Sozialen Medien geteilt hatte, die mit Protesten in Zusammenhang standen. Auch er hat seine Strafe bereits verbüsst.
Das laufende Strafverfahren gegen Khariq Anhar und die vielen Berufungsverfahren der Staatsanwaltschaft gegen Freisprüche in anderen Strafverfahren im Zusammenhang mit den Protesten senden ein abschreckendes Signal an alle, die ihr Recht auf freie Meinungsäusserung und friedliche Versammlung ausüben wollen. Diese Strafverfahren sind Teil eines grösseren Musters der Kriminalisierung im Anschluss an die Proteste vom August 2025.
Protest ist kein Verbrechen, ebenso wenig wie die friedliche Äusserung von Kritik.
Vom 25. August bis zum 1. September 2025 erlebte Indonesien eine der grössten Protestwellen in der Zeit nach dem Rücktritt von Präsident Suharto. In Jakarta und mindestens 15 weiteren Provinzen kam es zu Protesten, ausgelöst durch die Wut der Bevölkerung über die wirtschaftliche Not und die staatliche Haushaltspolitik, die als Vernachlässigung der Bedürfnisse der Bürger*innen empfunden wurde. Anstatt friedliche Versammlungen zu ermöglichen, reagierten die Behörden mit unverhältnismässiger Gewalt, Massenfestnahmen und strafrechtlicher Verfolgung. Amnesty International hat Hunderte von Fällen dokumentiert, bei denen Ermittlungen oder Strafverfahren gegen Demonstrant*innen, Studierende und Aktivist*innen allein aufgrund ihrer Teilnahme an den Demonstrationen oder ihrer Unterstützung dafür eingeleitet wurden. Zu diesen Personen zählen die sieben Aktivisten Delpedro Marhaen Rismansyah, Muzaffar Salim, Khariq Anhar, Syahdan Hussein, Wawan Hermawan, Saiful Amin und Shelfin Bima Prakosa. Sie wurden zwischen August und September 2025 jeweils separat festgenommen und aufgrund von Reden, Beiträgen in Sozialen Medien oder anderen friedlichen Aktivitäten im Zusammenhang mit den Protesten nach dem Strafgesetzbuch und dem Gesetz über elektronische Informationen und Transaktionen (EIT) strafrechtlich verfolgt.
Am 6. März 2026 sprach das Bezirksgericht von Zentral-Jakarta Delpedro Marhaen Rismansyah, Muzaffar Salim, Khariq Anhar und Syahdan Hussein von allen Anklagepunkten frei und stellte fest, dass die Staatsanwaltschaft die Vorwürfe der Aufstachelung, der Verbreitung falscher Informationen, der Hassrede oder der Ausbeutung von Minderjährigen nicht nachweisen konnte. Das Gericht stellte ihre Rechte wieder her und betonte, dass das Strafrecht nicht dazu genutzt werden dürfe, friedliche politische Meinungsäusserungen zu ahnden. Die vier Aktivisten wurden nach fast sieben Monaten in Haft freigelassen. Die Staatsanwaltschaft legte jedoch anschliessend beim Obersten Gerichtshof Rechtsmittel ein. Dort ist der Fall weiterhin anhängig.
Am 7. April verurteilte das Bezirksgericht von Zentral-Jakarta Wawan Hermawan wegen der Weiterverbreitung des von Khariq Anhar erstellten und bearbeiteten Memes zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten. Amnesty International Indonesien kritisierte das Urteil als unvereinbar mit den früheren Freisprüchen in Jakarta im Zusammenhang mit dem Meme. Wawan Hermawan hat seine Strafe inzwischen verbüsst und wurde freigelassen.
In einem anderen Fall in Kediri in Ost-Java, fällte das Bezirksgericht Kediri am 28. April widersprüchliche Urteile. Saiful Amin wurde freigesprochen, nachdem das Gericht anerkannt hatte, dass er nur sein Recht auf freie Meinungsäusserung wahrgenommen hatte. Im Gegensatz dazu wurde Shelfin Bima Prakosa wegen Aufwiegelung schuldig gesprochen und wegen seiner Beteiligung an derselben Demonstration zu vier Monaten Haft verurteilt. Amnesty International Indonesien kritisierte die uneinheitlichen Urteile als Beweis für die Ungleichbehandlung friedlicher Demonstrant*innen. Beide sind inzwischen freigelassen worden, obwohl die Staatsanwaltschaft gegen den Freispruch von Saiful Amin Berufung eingelegt hat.
Diese Strafverfahren verdeutlichen, dass vage Bestimmungen im Strafgesetzbuch und im EIT-Gesetz weiterhin dazu genutzt werden, friedliche Meinungsäusserungen und Versammlungen in Indonesien unter Strafe zu stellen.
Details
| UA-Nummer: Erscheinungsdatum | Aktualisiert am: Index: |
UA 097/25-2 22.07.2026 | - ASA 21/1300/2026 |
| Voraussichtlich mitmachen bis: | 31. Dezember 2026 |
| Ganze Urgent Action (Word): | deutsch english |
| Nur der Modellbrief (Word): | deutsch english |
Da sich eine Situation ändern kann, prüfen Sie bitte vor dem Versenden, ob die Briefaktion noch aktiv ist.
English version
Activist still prosecuted after acquittals of others
Activist Khariq Anhar continues to face criminal prosecution under Indonesia's Electronic Information and Transactions (EIT) Law for a satirical social media post related to the nationwide protests that began in August 2025. He and six other activists were prosecuted in connection with the protests and all but Khariq Anhar have been released. However, the acquittals of four of these activists remain under appeal by prosecutors. Amnesty International calls on the authorities to end the continued criminalization of Khariq Anhar and others for peaceful protest and freedom of expression in Indonesia.
From 25 August to 1 September 2025, Indonesia witnessed one of its largest waves of protests since the country's democratic transition in 1998. Demonstrations took place across Jakarta and at least 15 other provinces in response to government policies widely perceived as undermining civic space and worsening socio-economic conditions. Rather than facilitating peaceful assemblies, the authorities responded with excessive force, mass arrests, and criminal prosecutions. Amnesty International documented hundreds of protesters, students, and activists investigated or prosecuted solely for participating in or expressing support for the demonstrations.
Among those targeted were seven activists — Delpedro Marhaen Rismansyah, Muzaffar Salim, Khariq Anhar, Syahdan Husein, Wawan Hermawan, Saiful Amin, and Shelfin Bima Prakosa. Arrested separately between August and September 2025, they were prosecuted under the Criminal Code and the Electronic Information and Transactions (EIT) Law for speeches, social media posts, or other peaceful activities connected to the protests.
On 6 March, the Central Jakarta District Court acquitted Delpedro, Muzaffar, Khariq, and Syahdan of all charges, ruling that prosecutors had failed to prove allegations of incitement, dissemination of false information, hate speech, or child exploitation. The court restored their rights and emphasized that criminal law must not be used to punish peaceful political expression. The four activists were released after spending nearly seven months in detention. However, prosecutors subsequently filed a cassation appeal before the Supreme Court, where the case remains pending.
On 7 April, the Central Jakarta District Court convicted Wawan Hermawan and sentenced him to seven months' imprisonment for reposting the same edited image created by Khariq. Amnesty International Indonesia criticized the ruling as inconsistent with the earlier acquittals in the related Jakarta case. Wawan Hermawan has since completed his sentence and been released.
In a separate case in Kediri, East Java, the Kediri District Court delivered contradictory judgments on 28 April. Saiful Amin was acquitted after the court recognized that his actions formed part of the exercise of freedom of expression. In contrast, Shelfin Bima Prakosa was convicted of incitement and sentenced to four months' imprisonment for his involvement in the same protest. Amnesty International Indonesia criticized the inconsistent verdicts as evidence of unequal treatment of peaceful protesters. Both have now been released, although prosecutors have appealed Saiful's acquittal.
These cases demonstrate the continued use of vague provisions of the Criminal Code and the EIT Law to criminalize peaceful expression and assembly in Indonesia. Although six of the seven activists are no longer in detention, Khariq remains on trial while prosecutors continue to challenge the acquittals of Delpedro, Muzaffar, Syahdan, and Saiful, prolonging legal uncertainty and creating a chilling effect on the exercise of fundamental freedoms.
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Please take action before 31 December 2026.
You'll find all necessary adddress- and social media information above. English model letter as a Word-file.