«Stop Folter» in Nigeria Moses Akatugba wird freigelassen!

1. Juni 2015
Nach seiner Begnadigung bedankt sich Moses Akatugba bei den Amnesty-AktivistInnen, die sich in der Kampagne gegen Folter für ihn eingesetzt haben.

Moses Akatugba © HURSDEF Nach seiner Begnadigung bedankt sich Moses Akatugba bei den Amnesty-AktivistInnen, die sich in der Kampagne gegen Folter für ihn eingesetzt haben.

Der Gouverneur des Bundesstaates Delta, Emmanuel Uduaghan, hat Moses Akatugba Ende Mai begnadigt angesichts des öffentlichen Drucks, den Amnesty International aufgebaut hatte: «Ich habe Moses Akatugba begnadigt und die Anordnung für seine Entlassung aus der Haft unterzeichnet. Es handelt sich hierbei um den jungen Mann, der mit 16 Jahren zum Tode verurteilt wurde. Sein Fall hat in den sozialen Medien grosse Beachtung gefunden und Amnesty International ist auch eingeschritten.»

Moses Akatugba wird in den nächsten Tagen freigelassen. Sein jahrelanges Martyrium ist nun endlich vorbei.

Amnesty International setzte sich seit Juni 2014 im Rahmen der weltweiten Kampagne «Stop Folter» und des Amnesty-Briefmarathons im Dezember 2014 für Moses Akatugba ein. Allein in der Schweiz sammelte Amnesty weit über 40.000 Unterschriften und Briefe für ihn.

Moses Akatugba bedankt sich bei Amnesty

«Ich bin überwältigt. Ich danke Amnesty International und den Aktivistinnen und Aktivisten für die grosse Unterstützung, die mir geholfen hat, aus dieser Situation gestärkt hervorzugehen. In meinen Augen sind die Aktivistinnen und Aktivisten von Amnesty International Heldinnen und Helden. Ich verspreche, dass ich mich für die Menschenrechte einsetzen und anderen helfen werde.»

Im November 2005 war Moses Akatugba als gerade einmal 16-Jähriger von der nigerianischen Armee festgenommen worden, weil er angeblich drei Handys gestohlen haben soll. Im Gefängnis zwangen ihn Soldaten unter massiver Folter dazu, falsche Geständnisse zu unterschreiben. Im November 2013 wurde Moses Akatugba dann zum Tode verurteilt. Dank des Einsatzes von Amnesty International kann er bald wieder ein neues Leben beginnen.

Der Fall von Moses Akatugba zeigt, wie viel möglich ist, wenn sich Menschen weltweit zusammenschliessen.