Mitglieder der Gemeinschaft Garifuna protestieren am 21. Juli 2020 vor dem Obersten Gerichtshof in Tegucigalpa und fordern, dass die «offenbar von Sicherheitskräften Entführten» wieder auftauchen. ©AFP via Getty Images
Mitglieder der Gemeinschaft Garifuna protestieren am 21. Juli 2020 vor dem Obersten Gerichtshof in Tegucigalpa und fordern, dass die «offenbar von Sicherheitskräften Entführten» wieder auftauchen. ©AFP via Getty Images

Briefaktion Indigene Aktivisten bleiben verschwunden

26. Oktober 2020
Am 18. Juli entführten Unbekannte in Polizeikleidung fünf Angehörige der afro-honduranischen Gemeinschaft der Garífuna aus ihren Häusern. Sie hatten sich für den Schutz der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte ihrer Gemeinschaften eingesetzt.

Alberth Snider Centeno Tomas, Suami Aparicio Mejía García, Gerardo Mizael Rochez Cálix, Milton Joel Martínez Álvarez und Junior Rafael Juárez Mejía wurden am 18. Juli 2020 von Unbekannten in Polizeikleidung entführt. Seitdem wurden sie nicht mehr gesehen – obschon eine polizeiliche Suchaktion stattfand und eine staatsanwaltschaftliche Untersuchung eingeleitet wurde. Alberth Snider Centeno Tomas und Suami Aparicio Mejía García, Gerardo Mizael Rochez Cáliz und Milton Joel Martínez Álvarez sind in der Organisation OFRANEH (Organización Fraternal Negra Hondureña  in Honduras) aktiv, die sich für für den Schutz der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte der Garífuna-Gemeinschaften einsetzt.

Seit dem Beginn einer strengen Ausgangssperre in Honduras im März 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie hat Amnesty International mehrere Berichte über massive Angriffe gegen MenschenrechtsverteidigerInnen erhalten, darunter auch gegen Mitglieder der OFRANEH.