Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London. © David G Silvers/Cancillería del Ecuador
Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London. © David G Silvers/Cancillería del Ecuador

USA/Grossbritannien/Schweden Amnesty fordert: Keine Auslieferung von Julian Assange durch Grossbritannien!

17. Juni 2019
Der Auslieferungsantrag der USA für Julian Assange wurde vom britischen Innenministerium formell bestätigt, der Entscheid wird aber erst im kommenden Jahr erwartet. Amnesty International fordert, Assange nicht an die USA auszuliefern.

«Die britische Regierung darf dem US-Auslieferungsgesuch für Julian Assange nicht nachkommen, da dies mit einer realen Gefahr schwerer Menschenrechtsverletzungen verbunden ist, sollte Assange in die USA überstellt werden. Das Vereinigte Königreich muss die bereits gemachte Zusage einhalten, dass er nicht in ein Land ausgeliefert wird, in dem er Folter, Misshandlung oder gar der Todesstrafe ausgesetzt werden könnte», sagte Massimo Moratti, stellvertretender Direktor für Europa von Amnesty International, vor der Anhörung zum Auslieferungsgesuch am 14. Juni.

«Grossbritannien muss sich an das internationale Menschenrecht halten, das die Überstellung von Personen in ein anderes Land verbietet, wenn ihr dort schwere Menschenrechtsverletzungen drohen. Mit einer Auslieferung von Julian Assange in die USA würde Grossbritannien gegen diese Verpflichtungen verstossen.»

Sajid Javid, der Innenminister Grossbritanniens, hat das Auslieferungsgesuch der USA für den Wikileaks-Gründer  formell zugelassen. Ein Gericht in London hat das Verfahren über den Auslieferungsantrag aber erst auf Februar nächsten Jahres angesetzt.

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