Sie fliehen vor der grassierenden Gewalt in Zentralamerika: Die Anzahl der Menschen, die aus Honduras, Guatemala, Nicaragua und El Salvador Richtung Norden geflüchtet sind, hat in den letzten Jahren stark zugenommen.  © Amnesty International
Sie fliehen vor der grassierenden Gewalt in Zentralamerika: Die Anzahl der Menschen, die aus Honduras, Guatemala, Nicaragua und El Salvador Richtung Norden geflüchtet sind, hat in den letzten Jahren stark zugenommen. © Amnesty International

Schweiz Stellungnahme zur Internationalen Zusammenarbeit

22. August 2019
In ihrer Stellungnahme zur internationalen Zusammenarbeit für 2021 - 2024, bedauert die Schweizer Sektion von Amnesty International insbesondere den vorgesehenen Rückzug der bilateralen Programme aus Lateinamerika. Dieses Ansinnen könnte schwerwiegende Konsequenzen für diese von Menschenrechtskrisen gebeutelte Region haben und gefährdet die Nachhaltigkeit der laufenden Projekte zur Stärkung der Rechtsstaatlichkeit in Zentralamerika.

Am 2. Mai veröffentlichte der Bundesrat seinen Bericht zur Internationalen Zusammenarbeit 2021 – 24 und lud interessierte Kreise ein, bis am 23. August 2019 dazu Stellung zu nehmen. Amnesty kritisiert das Ansinnen des Bundes, die Entwicklungszusammenarbeit stärker an die wirtschaftlichen und migrationspolitischen Interessen der Schweiz zu knüpfen. Als Folge ist unter anderem ein weitgehender Rückzug der bilateralen Programme der Direktion für Entwicklungszusammenarbeit (DEZA) aus Lateinamerika geplant. Da die Federführung der Menschenrechtsprojekte in Zentralamerika bei der DEZA liegt, wäre diese von Menschenrechtskrisen gebeutelte Region vom Rückzug besonders betroffen. In ihrer Stellungnahme setzt sich Amnesty dafür ein, dass die Schweiz weiterhin einen substantiellen Beitrag an die Stärkung der Rechtsstaatlichkeit in Zentralamerika leistet.

Stellungnahme von Amnesty Schweiz zur IZA 2021-24 

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