Ein saudi-arabischer Soldat in einem Stützpunkt nahe der jemenitischen Grenze, April 2015. ©  AFP/Getty Images
Ein saudi-arabischer Soldat in einem Stützpunkt nahe der jemenitischen Grenze, April 2015. © AFP/Getty Images

Jemen Milliardengeschäfte mit Saudi-Arabien

Medienmitteilung 25. Februar 2016, Genf – Medienkontakt
Amnesty und die Allianz «Control Arms» kritisieren, dass zahlreiche Staaten weiterhin Waffen im Wert von Milliarden an Saudi-Arabien verkaufen, mit welchen in Jemen Kriegsverbrechen begangen werden.

Im neuen Bericht der Control Arms Koalition werden Frankreich, Deutschland, Italien, Montenegro, Holland, Spanien, Schweden, die Türkei, England, die USA und die Schweiz als Waffenexporteure an Saudi-Arabien aufgezählt; sie haben im Jahr 2015 Rüstungsgüter im Wert von fast 25 Milliarden US-Dollars verkauft, darunter Drohnen, Bomben, Torpedos und Raketen.

Diese Waffen setzen Saudi-Arabien und dessen Alliierte zurzeit in Jemen ein, wobei sie schwere Menschenrechtsverletzungen und mutmassliche Kriegsverbrechen im Kauf nehmen.

ATT: Keine Waffen für Kriegsverbrechen

Die genannten Export-Staaten haben alle den Arms Trade Treaty (ATT), das internationale Waffenhandelsabkommen, unterschrieben: Dieses verbietet den Transfer von Waffen, wenn das grosse Risiko besteht, dass mit ihnen schwere Menschenrechtsverletzungen oder Kriegsverbrechen begangen werden.

Amnesty International und die Control Arms-Allianz, der über 300 verschiedene Organisationen weltweit angehören, rufen die Staaten deshalb auf, den Transfer von Waffen, mit denen Kriegsverbrechen begangen werden könnten, an die saudi-arabische Allianz sofort zu stoppen.

Lesen Sie die ausführliche Medienmitteilung auf Englisch.