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| Mitmachen bis 2. Januar 2027 |
Briefvorlagen
Portokosten Postversand:
Europa: CHF 1.90
Übrige Länder: CHF 2.50
Schweiz (für Kopien an die Botschaft): A-Post CHF 1.20 / B-Post CHF 1.–
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Adressen
Generalstaatsanwalt:
Prosecutor General of the Republic
Pedro Mendes de Carvalho
Rua 17 de Setembro
Cidade Alta
Luanda
Angola
E-Mail: procuradoriageraldarepublica@pgr.ao
Kopien an
Ministry of Justice and Human Rights
Minister: Marcy Cláudio Lopes
E-Mail: geral@minjusdh.gov.ao
Ministry of Territorial Administration
Minister: Daniel Félix Neto
E-Mail: geral@mat.gov.ao
Ministry of Agriculture and Forestry
Minister: Isaac Francisco Maria dos Anjos
E-Mail: gticii@minagrif.gov.ao
President of Angola, Mr. João Lourenço
c/c the Secretary-General of the President, Ms. Sónia Veigas
Secretário-Geral do Presidente da República
Órgãos Auxiliares do Presidente da República
Palácio Presidencial, Rua 17 de Setembro
Cidade Alta – Luanda, Angola
E-Mail: secretariageral@oapr.gov.ao
Botschaft der Republik Angola
Thunstrasse 73
3006 Bern
Fax: 031 351 85 86
E-Mail: embaixada.suicaberna@mirex.gov.ao
Social Media Guide
Possibility to message and tag:
Public Prosecutor
X/Twitter: @PgrAngola
Ministry of Justice and Human Rights
Facebook: MINJUSDH / @Minjusd
President of Angola
X/Twitter: @jlprdeangola
Hashtags:
#Angola #JusticeForVikolongwaMbutwa #StopPoliceViolence #FairTrialRights #LandRights
Suggested Tweets:
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#Angola: On 6 May 2026, a court in Lubango, Huíla Province, convicted five members of the Vikolôngwa Mbútwa community on charges stemming from a violent police intervention during a land dispute on 23 November 2024, and sentenced them to prison terms of over three years. The verdict came with their lawyers absent. #JusticeForVikolongwaMbutwa
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The community members were notified just two days before the hearing, when the law requires 15 days. Their lawyers have now appealed, and the five remain free pending its outcome. This is a critical window. Authorities must ensure all fair trial guarantees are respected on appeal. #FairTrialRights #Angola
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Angolan authorities must quash any convictions not supported by credible and lawfully obtained evidence, and promptly investigate the allegations of torture, ill-treatment and excessive use of force against the seven community members. #StopPoliceViolence #LandRights [insert link to UA]
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The case of the Vikolôngwa Mbútwa community is not happening in isolation. Amnesty International has already documented how the diversion of communal grazing land to commercial farmers in southern Angola has harmed pastoralist communities and deepened vulnerability and food insecurity. #LandRights #JusticeForVikolongwaMbutwa REPORT: THE END OF CATTLE’S PARADISE
Hintergrund
Es besteht grosse Sorge um sieben Mitglieder der Gemeinschaft der Vikolôngwa Mbútwa in der angolanischen Provinz Huíla: Eduardo Mbambi Licino Kessongo, Eduardo Tchaima, Sapalo António Kakandi, Paulo Cambuta Kapaya, Mwetuyapula Francisco, Francisca Tuahuma und Cecília Candumbo Mweyanavi.
Die sieben wurden am 23. November 2024 nach einem gewaltsamen Polizeieinsatz im Rahmen eines Landkonflikts festgenommen und wegen verschiedener Vorwürfe in Lubango vor Gericht gestellt. Am 6. Mai 2026 wurde das Urteil verkündet, ohne dass die Angeklagten oder ihre Rechtsbeistände anwesend waren. Diese waren erst zwei Tage vor der Anhörung informiert worden, obwohl das Gesetz eine Frist von 15 Tagen vorschreibt. Das Gericht sprach alle Angeklagten vom Vorwurf der kriminellen Vereinigung frei. Eduardo Tchaima wurde aus Mangel an Beweisen vollständig freigesprochen, und das Verfahren gegen Mwetuyapula Francisco wurde ausgesetzt. Die übrigen fünf wurden zu Freiheitsstrafen verschiedener Länge verurteilt: Eduardo Mbambi Licino Kessongo erhielt drei Jahre und neun Monate; Sapalo António Kakandi und Paulo Cambuta Kapaya jeweils drei Jahre und sechs Monate; Francisca Tuahuma und Cecília Candumbo Mweyanavi jeweils drei Jahre und drei Monate.
Das Urteil lässt befürchten, dass die Angeklagten kein faires Gerichtsverfahren erhalten haben. Die Verurteilungen stützten sich auf Tatsachen, die den Angeklagten kollektiv zur Last gelegt wurden, ohne dass die Handlungen jedes*r Einzelnen individuell geprüft wurden. Dies verstösst gegen den Grundsatz der persönlichen strafrechtlichen Verantwortung, der in Artikel 65 der angolanischen Verfassung und in Artikel 14 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte verankert ist, dessen Vertragsstaat Angola ist. Vier der fünf wurden wegen Beschädigung öffentlichen Eigentums und schwerem Widerstand gegen die Staatsgewalt verurteilt. Diese Punkte bezogen sich auf Ereignisse, die laut dem Urteil selbst erst dann stattfanden, als die Angeklagten bereits in Polizeigewahrsam waren. Die Verurteilung wegen Beschädigung öffentlichen Eigentums unter Gesetz Nr. 13/24 vom 29. August 2024 (Gesetz über Straftaten im Zusammenhang mit Vandalismus an öffentlichen Gütern und Dienstleistungen) wurde aufrechterhalten. Das Gesetz Nr. 13/24 wird von vielen Seiten kritisiert, da es friedliche Proteste unter Strafe stellen könnte.
Am 26. Mai 2026 legten die Rechtsbeistände der Verurteilten Rechtsmittel vor dem Berufungsgericht in Lubango ein. Die Betroffenen bleiben bis zum Abschluss des Berufungsverfahrens auf freiem Fuss.
Vikolôngwa Mbútwa ist eine ländliche Gemeinde in der Nähe von Chibia in der Provinz Huíla im Süden Angolas. Die Gemeinde lebt überwiegend von kleinbäuerlicher Landwirtschaft und traditioneller Viehzucht und betrachtet das umstrittene Land als ihr angestammtes Gemeindeland. Der Konflikt habe begonnen, als ein örtlicher Landbesitzer mit Grabungsarbeiten in dem Gebiet begann. Dabei wurde ein etwa drei Meter breiter und tiefer Graben um das umstrittene Gelände gezogen, der zum einen ein Sicherheitsrisiko für Anwohner*innen und Tiere darstellt und zum anderen den Zugang zu Weideland und fruchtbaren Feldern einschränkt. Gemeindemitglieder berichten, dass sie seither nicht mehr in der Lage sind, ihre Tiere zu weiden oder das Land zu betreten, das sie zuvor bewirtschaftet haben, sodass sie gezwungen sind, in kleinen Parzellen um ihre Häuser herum anzubauen.
Dieser Fall spiegelt die Bedenken wider, die Amnesty International bereits im Jahr 2021 im englischsprachigen Bericht «The End Of Cattle's Paradise» («Das Ende des Rinderparadieses») dokumentiert hat. Darin wird beschrieben, dass in den Provinzen Huíla und Cunene die Gefährdung der lokalen Gemeinschaften durch die Vergabe von Gemeindeweiden an kommerzielle Landwirte verstärkt wurde. Dies gefährdet die wirtschaftliche und soziale Lage der Hirt*innengemeinschaften und vergrössert ihre Ernährungsunsicherheit.
In dem Urteil vom 6. Mai 2026 belegte das Gericht von Lubango alle fünf Angeklagten ausserdem mit einer Gebühr von 50.000 Kwanza (etwa 47 Euro) und ordnete an, Eduardo Mbambi Licino Kessongo müsse den beiden Polizeikräften, die er mutmasslich verletzt habe, ein Schmerzensgeld von jeweils 250'000 Kwanza (knapp 240 Euro) und 350'000 Kwanza (gut 330 Euro) zahlen.
Das Gericht wies die Aussage von Sapalo António Kakandi zurück, er sei in den Bauch geschossen worden. Begründet wurde dies mit der Feststellung, dass er während seiner Haftzeit keine Krankenhausbehandlung erhalten habe – doch eine solche Behandlung hätte auf Geheiss der Behörden selbst erfolgen müssen. Die von den sieben Mitgliedern der Vikolôngwa Mbútwa erhobenen Vorwürfe über Folter, Misshandlungen und unnötige und exzessive Gewaltanwendung wurden nicht untersucht, obwohl die Mandatsträger*innen der UN-Sonderverfahren am 25. Februar 2025 entsprechende Bedenken gegenüber der angolanischen Regierung äusserten. Mehr als anderthalb Jahre nach den Festnahmen haben die sieben immer noch keine medizinische Versorgung erhalten und klagen über anhaltende Schmerzen.
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The End Of Cattle’s Paradise (2021 Amnesty Report)
Details
| UA-Nummer: Erscheinungsdatum | Aktualisiert am: Index: |
UA 030/26-1 14.04.2026 | 2.07.2026 AFR 12/1187/2026 |
| Voraussichtlich mitmachen bis: | 2. Januar 2027 |
| Ganze Urgent Action (Word): | deutsch english |
| Nur der Modellbrief (Word): | deutsch english |
Da sich eine Situation ändern kann, prüfen Sie bitte vor dem Versenden, ob die Briefaktion noch aktiv ist.
English version
Quash community members’ convictions
On 6 May 2026, the Lubango Court in Huíla province, Angola, convicted five members of the Vikolôngwa Mbútwa community and sentenced them to over three-year prison terms, on charges stemming from a violent police intervention during a land dispute on 23 November 2024. The verdict was presented in the absence of the defendants and their lawyers, who had been notified only two days before the hearing, despite the law requiring 15 days' notice. On 26 May 2026, the defence filled an appeal. The five remain free pending its outcome. The Angolan authorities must ensure that the convictions not supported by credible, lawfully obtained evidence are quashed on appeal, that all fair trial guarantees are fully respected throughout the appeal process, and that they promptly investigate the land dispute at the centre of the whole incident.
Vikolôngwa Mbútwa is a rural community near Chibia, in Huíla Province, southern Angola, whose members depend on farming and livestock rearing for their livelihood. The community considers the disputed land to be ancestral community land and that the conflict started when a local landowner began excavation work around the area. This excavation involved a ditch approximately three meters wide and deep around the disputed land, creating safety risks for residents and animals and restricting access to grazing land and fertile fields used for cultivation. Community members report that they have since been unable to graze their animals or access land they previously farmed, forcing them to cultivate only in the yards around their homes.
This case reflects wider concerns documented by Amnesty International in its 2021 report «The End of Cattle's Paradise», which found that, in Huíla and Cunene provinces, communities' vulnerability has been compounded by the diversion of communal grazing land to commercial farmers, undermining the economic and social resilience of pastoral communities and worsening food insecurity.
As part of the verdict delivered on 6 May 2026, the Lubango Court also ordered each of the five community members to pay 50,000 kwanzas (approximately 55 USD) in court fees and ordered Eduardo Bambi Lissimo Quessongo to pay 250,000 kwanzas (approximately 270 USD) and 350,000 kwanzas (approximately 380 USD) in compensation to two police officers allegedly injured.
The court also dismissed Sapalo António Randy's allegation that he had been shot in the abdomen, on the grounds that he did not receive hospital treatment during detention, treatment that was the state's own obligation to provide, and no investigation was opened into the allegations of torture, other ill-treatment and unnecessary and excessive use of force raised by the seven community members, despite concerns conveyed to the Government of Angola by UN Special Procedures on 25 February 2025. More than a year and a half after the arrests, the seven still have not received medical care and continue to report persistent pain.
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Please take action before 2 January 2027.
You'll find all necessary adddress- and social media information above. English model letter as a word-file.