Jetzt mitmachen
Setzen Sie sich für Rubén Irala ein:
Senden Sie einen Appellbrief per E-Mail (oder per Post) und senden Sie Tweets auf X/Twitter, Facebook und Instagram.
| Mitmachen bis 14. Oktober 2026 |
Briefvorlagen
Portokosten Postversand:
Europa: CHF 1.90
Übrige Länder: CHF 2.50
Schweiz (für Kopien an die Botschaft): A-Post CHF 1.20 / B-Post CHF 1.–
Weltweite Briefzustellung: Der Versand von Briefen ist in fast alle Länder möglich. Trotzdem kann der Zustellservice aus unterschiedlichen Gründen zeitweise eingestellt werden. Wir aktualisieren die Infos soweit möglich. Bitte prüfen Sie vorher bei der Schweizer Post, ob Briefe im Zielland aktuell zugestellt werden: Verkehrseinschränkungen ›
Social Media: Infos, Vorschläge und Adressen finden Sie unter SOCIAL MEDIA GUIDE
E-Mail:
Bitte setzen Sie noch Ihren Namen (oder Ihre Initialen) an das Ende der Nachricht.
Sie können die Nachricht gerne anpassen und z.B. den Namen und die Forderungen hervorheben.
Um zu verhindern, dass die Mails im Spam landen, empfehlen wir Ihnen, den Betreff ändern.
Wenn das Versenden nicht klappt: Ersetzen Sie das Komma (,) zwischen den Mail-Adressen mit einem Semikolon (;) oder nehmen Sie nur eine einzelne Adresse pro Feld.
Weitere Infos sowie Q&As zum Mitmachen bei den Urgent Actions finden Sie hier oder Sie können uns gerne fragen
Teilen Sie die Briefaktion mit Ihren Bekannten
Adressen
Dr. Emiliano Rolón Fernández
Calle Chile y Avda. Ygatimi
Asunción
PARAGUAY
E-Mail: comunicaciones@ministeriopublico.gov.py
Kopien an
Botschaft der Republik Paraguay
Hardenbergstrasse 12
D-10623 Berlin
Deutschland
Fax: 0049 30-31 99 86 17
E-Mail: embapar@embapar.de
Social Media Guide
Targets
Attorney General Office / Ministerio Público
X/Twitter: @MinPublicoPy
Facebook: https://www.facebook.com/FiscaliaParaguay/#
Emiliano Rolón Fernández
X/Twitter: @EmilianoRFPy
National Police / Policía Nacional
X/Twitter: @policia_py
Facebook: rrpnacional
Instagram: @policianacionaldelpy
Ministerio del Interior / Interior Ministry
X/Twitter: @MDI_Paraguay
Instagram: @mdiparaguay
Facebook: facebook.com/155369444540412
Suggested messaging + hahstags
Mensaje 1 – Defensores del ambiente (Nachricht 1 – Umweltschützer):
ESPAÑOL:
Defender el ambiente es defender derechos humanos. Rubén Irala, fue atacado por su labor en #Paraguay. El Estado debe garantizar su protección y el derecho a defender derechos sin represalias. #DefenderEsUnDerecho #AcciónUrgente
ENGLISH:
Defending the environment means defending human rights. Rubén Irala, was attacked for his work in #Paraguay. The state must guarantee protection and the right to defend rights without reprisals. #ProtectDefenders
Mensaje 2 – Investigación de contexto (Nachricht 2 – Kontextforschung):
ESPAÑOL:
Exigimos una investigación exhaustiva del ataque contra Rubén Irala, basada en su rol como defensor ambiental, el entorno de riesgo y las amenazas previas. #Justicia
ENGLISH:
We demand a thorough investigation into the attack against Rubén Irala, based on his role as an environmental defender, his contextual risk , and prior threats. #Justice
Mensaje 3 – Protección efectiva (Botschaft 3 – Wirksamer Schutz):
ESPAÑOL:
Paraguay no cuenta con un sistema de protección para personas defensoras. Rubén Irala necesita protección efectiva y permanente hasta que el atentado que sufrió sea esclarecido y todos los responsables rindan cuentas. #ProtecciónParaDefensores
ENGLISH:
Paraguay lacks a protection system for human rights defenders. Rubén Irala needs effective and continuous protection until the attack against him is fully clarified and all those responsible are held accountable. #ProtectionNow
Hintergrund
1. Juni 2026/ Corrigendum: Rubén Irala ist Mitglied (und NICHT Koordinator) des Sozialdienstes der Diözese Guairá.
Der kürzliche Angriff auf den Menschenrechtsverteidiger Rubén Irala (Ref.: Az. 355/2026) gibt Anlass zu grosser Sorge. Rubén Irala ist Mitglied des Sozialdienstes der Diözese Guairá, einer zur katholischen Kirche gehörenden Organisation, die sich aktiv für die Lösung sozio-ökologischer Konflikte in der Region einsetzt.
Rubén Irala wurde am 20. März 2026 von einem bewaffneten Mann angehalten, nachdem er den Tag zuvor mit seinem Team an der Beilegung eines Territorialkonflikts in der Siedlung 23 de Diciembre gearbeitet hatte. Als er wieder zurück zur Sozialdienststelle in Villarica fahren wollte, versuchte der Bewaffnete, seinem Fahrzeug den Weg zu verstellen, wies ihn an, das Auto zu verlassen, und gab Schüsse in die Luft und auf die Reifen ab. Rubén Irala versuchte zu fliehen, wurde aber ein paar Meter weiter von drei Männern gestoppt. Sie waren vermummt und trugen Gewehre. Die Männer eröffneten das Feuer auf sein Fahrzeug und trafen die Front und die Seite. Trotz des Angriffs gelang es Rubén Irala zu entkommen.
Auch wenn es den Behörden gelungen ist, einen Verdächtigen festzunehmen, ist es besorgniserregend, dass der Angriff als Fall von «gewöhnlichem Raub» behandelt wird, ohne einen möglichen Zusammenhang mit Rubén Iralas Menschenrechtsarbeit in Betracht zu ziehen. Rubén Irala wurde wegen seines Engagements gegen Umweltverschmutzung durch den Bergbau bereits zuvor eingeschüchtert und bedroht. Eine gründliche Untersuchung dieses möglichen Motivs ist notwendig, um ihm einen angemessenen Schutz zur Verfügung zu stellen. Angesichts der Drohungen, denen Rubén Irala bereits vor dem Angriff ausgesetzt war, sollten die Behörden sicherstellen, dass der Schutz – auch durch die örtliche Polizei – wirksam ist und langfristig gewährt wird.
Guairá und Caazapá sind Departamentos im zentralen Osten Paraguays. Rubén Irala Galeano ist Umweltingenieur und als Koordinator des Sozialdienstes sowie als Sekretär des Wirtschaftsrats der Diözese Guairá der katholischen Kirche tätig. Der Sozialdienst der Diözese Guairá spielt eine aktive Rolle bei der Lösung sozio-ökologischer Konflikte in der Region und hat sich bereits wiederholt erfolgreich für die Rechte betroffener Gemeinschaften stark gemacht.
Rubén Iralas Organisation arbeitet derzeit an der Lösung eines Territorialkonflikts auf einem 1.500 Hektar grossen Grundstück der Kirche, das von einer Gemeinschaft des indigenen Volkes der Mbya Guaraní, von Bauernfamilien und Agrarunternehmen besetzt wurde. Unter der Leitung von Rubén Irala arbeitet der Sozialdienst der Diözese Guairá daran, der indigenen Gemeinschaft 80 Hektar Land und den Bauernfamilien 230 Hektar Land als Schenkung zu überlassen und so ihre Rechte an dem Land offiziell zu sichern. Es wurde jedoch keine Vereinbarung mit der Agrarindustrie erzielt. Genau an dem Ort, der von Agrarunternehmen bewirtschaftet wird, wurde Rubén Irala angegriffen.
Der Sozialdienst der Diözese Guairá hat zudem die ökologischen und gesundheitlichen Folgen des illegalen Goldabbaus im Bezirk Paso Yobái angeprangert – im gleichen Bezirk, in dem der Umweltaktivist Vidal Brítez 2025 wegen seines Engagements gegen die Umweltverschmutzung durch Bergbauaktivitäten strafrechtlich verfolgt wurde. Im April 2025 führte der Sozialdienst der Diözese Guairá unter der Leitung von Rubén Irala in Zusammenarbeit mit der Katholischen und der Nationalen Universität von Asunción eine Untersuchung zur Verschmutzung durch Quecksilber und Cyanid durch. Das Bergbauunternehmen LAMPA S.A. prangerte dies umgehend als «Desinformations- und Verleumdungskampagne» an und schickte Rubén Irala die notarielle Androhung einer Strafanzeige wegen Verleumdung.
Am 24. April 2026 sollte der Sozialdienst der Diözese Guairá planmässig mit dem zweiten Teil der Studie beginnen, dessen Schwerpunkt die gesundheitlichen Auswirkungen der Umweltverschmutzung war. Rubén Irala berichtete Amnesty International, dass er im Februar 2026 eine Drohung erhalten habe, diese zweite Studie nicht durchzuführen, vermutlich von einer Person mit Verbindungen zur Bergbauindustrie. Nach dem Angriff auf Rubén Irala wurde die Studie ausgesetzt.
Die paraguayischen Behörden haben einen Verdächtigen im Zusammenhang mit dem Angriff festgenommen, der sich derzeit in Untersuchungshaft befindet, und fahnden nach einem weiteren Verdächtigen. Amnesty International äussert sich jedoch besorgt angesichts von Anzeichen, dass die Ermittlungen auf einen gewöhnlichen Raubüberfall reduziert werden könnten, ohne den möglichen Zusammenhang mit Rubén Iralas Aktivitäten zur Verteidigung der Menschenrechte oder die früheren Drohungen, die er erhalten hat, zu berücksichtigen. Rubén Irala steht derzeit unter dem Schutz der örtlichen Polizei, doch kann dieser Schutz jederzeit einseitig aufgehoben werden, da es in Paraguay kein Schutzsystem für Menschenrechtler*innen gibt.
Paraguay muss ein sicheres und förderliches Umfeld für Menschenrechtsverteidiger*innen gewährleisten, um Angriffe auf sie zu verhindern, sie zu schützen, wenn sie in Gefahr sind, und sicherzustellen, dass alle Angriffe unverzüglich, gründlich, unabhängig und unparteiisch untersucht werden. Dazu gehört auch eine Prüfung, ob die Angriffe mit ihrer Menschenrechtsarbeit in Zusammenhang stehen. Amnesty International hat dokumentiert, dass Menschenrechtler*innen, die sich in Paraguay für Fragen des Zugangs zu Land sowie für die Rechte auf Land und Umwelt einsetzen, ihre Aktivitäten weiterhin unter feindseligen Bedingungen ausüben müssen und wegen ihrer Arbeit einem hohen Risiko ausgesetzt sind.
Details
| UA-Nummer: Erscheinungsdatum | Aktualisiert am: Index: |
UA 031/26 13.04.2026 | - AMR 45/0888/2026 |
| Voraussichtlich mitmachen bis: | 14. Oktober 2026 |
| Ganze Urgent Action (Word): | deutsch english |
| Nur der Modellbrief (Word): | deutsch english español |
Da sich eine Situation ändern kann, prüfen Sie bitte vor dem Versenden, ob die Briefaktion noch aktiv ist.
English version
Environmental defender attacked by four gunmen
Rubén Irala, human rights defender and coordinator of the Diocesan Social Pastoral Ministry of Guairá, suffered an armed attack on 20 March at the December 23 Settlement, Caazapá Department. In view of previous threats, the aggression is highly likely linked to his work protecting the environment and communities affected by environmental degradation. Paraguayan authorities must effectively investigate the motive behind the attack and provide adequate protection measures for him and his family.
Guairá and Caazapá are departments in the central eastern region of Paraguay. Rubén Irala Galeano is an environmental engineer who serves as the Coordinator of the Diocesan Social Pastoral Ministry of Guairá and the Secretary of the Economic Council of the Diocese of Guairá of the Catholic Church. The Diocesan Social Pastoral Ministry of Guairá has an active role in tackling socioenvironmental conflicts in the territory, with a proven track of defense of the rights of affected communities.
Ruben’s organization is currently working to solve a territorial conflict in a 1’500 hectares property of the Church, which has been occupied by an indigenous community of the Mbya Guaraní people, peasant families and the agribusiness. The Diocesan Social Pastoral Ministry of Guairá, with the leadership of Rubén, is working to donate 80 hectares of land to the indigenous community, as well as 230 hectares to the peasant families, formalizing their title of their lands. However, there is not any agreement with the agribusiness sector. In the place operated by the agribusiness is where Rubén suffered the attack.
The Diocesan Social Pastoral Ministry of Guairá also has denounced the environmental and health consequences of illegal gold mining in the district of Paso Yobái, the same district where the environmental defender Vidal Brítez was criminalized in 2025 because of his activism against the environmental pollution from mining activities. In April 2025, the Diocesan Social Pastoral Ministry of Guairá carried out research, led by Rubén, in partnership with the Catholic and National Universities of Asunción about the pollution by mercury and cyanuric. The mining company LAMPA S.A denounced immediately what it considered «a disinformation and smear campaign» and sent notarial intimidation to Rubén, as a precursor to criminal defamation charges.
On 24 April 2026, the Diocesan Social Pastoral Ministry of Guairá was supposed to launch the second part of the research, focused on the impacts of health of the pollution. Rubén reported to Amnesty International that in February 2026, he received a threat to not implement this second research, presumably by a person linked to the mining industry. After the attack against Ruben, this research has been suspended.
The Paraguayan authorities have detained one suspect in connection with the attack, who is currently being held in pretrial detention, and are searching for another suspect. However, Amnesty International expresses its concern about indications that the investigation may be reduced to a case of common robbery, without considering its possible link to Rubén’s human rights defense activities or the prior threats he has faced. Although currently Rubén has protection from the local police, this protection can be lifted unilaterally at any moment, as Paraguay does not have a protection system for human rights defenders.
Paraguay must ensure a safe and enabling environment for human rights defenders, to prevent attacks against them, to protect them when they are at risk, and to ensure that any attacks are promptly, thoroughly, independently and impartially investigated, including by examining whether they are linked to their human rights work. Amnesty International has documented how human rights defenders working on issues related to access to land, and the rights to territory and the environment in Paraguay continue to carry out their activities in hostile contexts and face a high level of risk due to their work.
_
Please take action before 14 October 2026.
You'll find all necessary adddress- and social media information above. English model letter as a word-file.