Jetzt mitmachen
Setzen Sie sich für die indigenen Gemeinschaft der Bawm ein:
Senden Sie einen Appellbrief per Post, E-Mail und tweeten/posten Sie in den sozialen Medien: (X/Twitter oder Facebook)
| Mitmachen bis 30. Juni 2026 |
Briefvorlagen
Portokosten Postversand:
Europa: CHF 1.90
Übrige Länder: CHF 2.50
Schweiz (für Kopien an die Botschaft): A-Post CHF 1.20 / B-Post CHF 1.–
Weltweite Briefzustellung: Der Versand von Briefen ist in fast alle Länder möglich. Trotzdem kann der Zustellservice aus unterschiedlichen Gründen zeitweise eingestellt werden. Wir aktualisieren die Infos soweit möglich. Bitte prüfen Sie vorher bei der Schweizer Post, ob Briefe im Zielland aktuell zugestellt werden: Verkehrseinschränkungen ›
Social Media: Infos, Vorschläge und Adressen finden Sie unter SOCIAL MEDIA GUIDE
E-Mail:
Bitte setzen Sie noch Ihren Namen (oder Ihre Initialen) an das Ende der Nachricht.
Sie können die Nachricht gerne anpassen und z.B. den Namen und die Forderungen hervorheben.
Um zu verhindern, dass die Mails im Spam landen, empfehlen wir Ihnen, den Betreff ändern.
Wenn das Versenden nicht klappt: Ersetzen Sie das Komma (,) zwischen den Mail-Adressen mit einem Semikolon (;) oder nehmen Sie nur eine einzelne Adresse pro Feld.
Weitere Infos sowie Q&As zum Mitmachen bei den Urgent Actions finden Sie hier oder Sie können uns gerne fragen
Teilen Sie die Briefaktion mit Ihren Bekannten
Adressen
Chief Adviser Muhammad Yunus
Government of the People’s Republic of Bangladesh
Old Sangsad Bhaban Tejgaon
Dhaka-1215
Bangladesh
E-Mail: psecy@cao.gov.bd
X/Twitter: @ChiefAdviserGOB
Kopien an
Ambassade de la République populaire du Bangladesh
Rue de Lausanne 65
1202 Genève
Fax: 022 738 46 16
E-Mail: permanentmission.geneva@mofa.gov.bd
Social Media Guide
Hashtags:
#IndigenousRights #BawmMassArrests
Narrative:
End persecution against Bawm people
Target:
The Chief Advisor of the Government of Bangladesh
X/Twitter: @ChiefAdviserGOB
Hintergrund
Seit dem 7. April 2024 wurden im Rahmen eines Militäreinsatzes in Dörfern der Chittagong Hill Tracts 142 Angehörige der indigenen Gemeinschaft der Bawm willkürlich festgenommen und inhaftiert, darunter auch drei Kinder.
18 Monate später befinden sich 50 Menschen, darunter 3 Kindern, noch immer ohne Gerichtsverfahren in Haft. Drei Menschen sind gestorben. Möglicherweise wurden sie in der Haft nicht ausreichend medizinisch versorgt. Alle, die sich noch in Haft befinden, sind gefährdet.
Nach einem mutmasslichen Raubüberfall auf zwei Banken und der Geiselnahme eines Bankdirektors durch die bewaffnete Gruppe Kuki-Chin National Front (KNF) im April 2024 haben die Behörden im Rahmen ihrer strafrechtlichen Ermittlungen eine grosse Anzahl von Angehörigen der indigenen Gemeinschaft der Bawm ins Visier genommen. Die festgenommenen Menschen werden gemäss Abschnitt 13 des drakonischen Sicherheitsgesetzes (Special Powers Act) der Aufwiegelung beschuldigt. Zudem wird ihnen u. a. Raubüberfall und Entführung vorgeworfen. Vorhandenes Beweismaterial mit dem die individuelle strafrechtliche Verantwortung für den Raubüberfall möglicherweise geklärt werden könnte, wurde nicht untersucht. Die Behörden scheinen wahllos und in grosser Zahl gegen Menschen aus indigenen Gemeinschaften vorzugehen, was den Tatbestand der rassistischen Diskriminierung erfüllen könnte.
Amnesty International ist besorgt angesichts der willkürlichen Inhaftierung von 59 Angehörigen der indigenen Bawm, die von den staatlichen Behörden unfairen Strafverfahren und rassistischer Diskriminierung ausgesetzt werden. In Bangladesch leben etwa 11.000 Bawm, und die meisten von ihnen müssen derzeit befürchten, festgenommen zu werden, nicht genügend zu essen zu haben und keinen Zugang zu Bildung und Beschäftigung zu erhalten.
Indigene Gemeinschaften in Bangladesch werden seit jeher verfolgt und sozioökonomisch und politisch diskriminiert. Vor mehr als 25 Jahren unterzeichneten die Regierung und die Organisation Parbatya Chattagram Jana Samhati Samiti ein Friedensabkommen für die Chittagong Hill Tracts. Die Parbatya Chattagram Jana Samhati Samiti war gegründet worden, um die Interessen der indigenen Bevölkerungsgruppen in der Region zu vertreten. Mit dem Friedensabkommen sollte der Konflikt beendet und die systematische Ungleichbehandlung in der Region beseitigt werden. Dennoch ist die Lage aktuell derart eskaliert, dass Menschen aus ihren Dörfern fliehen mussten.
Viele der inhaftierten Bawm haben noch immer keinen Rechtsbeistand, wodurch ihre Chancen auf eine Freilassung immer ungewisser werden. Aufgrund grosser finanzieller Not konnten sich die meisten Familien keinen Rechtsbeistand leisten und haben noch nicht einmal eine Kaution beantragt.
Nach dem Tod des Häftlings Lal Tleng im Mai 2025 in der Haft veröffentlichte die Menschenrechtsorganisation Chittagong Hill Tracts Commission eine Erklärung, in der sie ein Ende der systematischen Verfolgung der Bawm-Gemeinschaft forderte.
Die Organisation hat auch auf den Fall von Lian Thang Pui Bawm hingewiesen, der sich weiterhin in schlechter gesundheitlicher Verfassung im Gefängnis befindet. Berichten zufolge soll er schon im Oktober 2025 eine Bluttransfusion benötigt haben. Obwohl ihm das Hohe Gericht zunächst eine Freilassung auf Kaution gewährt hatte, wurde seine Freilassung durch eine Aussetzungsanordnung der zuständigen Kammer blockiert. Sein Fall liegt nun bei der Berufungskammer, aber es ist schwierig geworden, einen Verhandlungstermin zu bekommen.
Es gibt noch viele weitere Fälle wie den von Lian Thang Pui, die ausgesetzt und vor der Berufungskammer anhängig sind. Ausserdem gibt es Berichte, denen zufolge Rechtsbeistände grosse Geldsummen von Angehörigen der Opfer angenommen haben, ohne jedoch eine Kaution für ihre Mandant*innen zu erwirken. Dies hatte zur Folge, dass die Gemeinschaft der Bawm hoch verschuldet ist und viele gezwungen sind, Land und Eigentum zu verkaufen. Einst war es für diese Gemeinschaft undenkbar, sich an die Gerichte zu wenden, doch nun sind sie gezwungen, alles, was sie haben, für die Suche nach Gerechtigkeit einzusetzen – eine tragische Folge von systemischer Ungerechtigkeit und Ausbeutung.
Der Militäreinsatz betrifft fünf Dörfer in den Unterbezirken Ruma, Bandarban und Rowangchari der Chittagong Hill Tracts: Bethel, Pankhyang, Suanlu, Faruk, Eden und Darjeeling.
Details
| UA-Nummer: Erscheinungsdatum | Aktualisiert am: Index: |
UA 048/24-1 22.05.2024 | 12.12.2025 ASA 13/0550/2025 |
| Voraussichtlich mitmachen bis: | 30. Juni 2026 |
| Ganze Urgent Action (Word): | deutsch english |
| Nur der Modellbrief (Word): | deutsch english |
Da sich eine Situation ändern kann, prüfen Sie bitte vor dem Versenden, ob die Briefaktion noch aktiv ist.
English version
Indigenous detainees still jailed without trial
59 Indigenous Bawm people continue to be detained without trial in Chittagong Hill Tracts in south-eastern Bangladesh. They are accused by the Bangladeshi authorities of being «terrorists», suspected of being part of, or supporters of, a military group that allegedly robbed two public banks and held a bank manager hostage in April 2024. Of the 142 people arrested in April 2024, three have died in custody amidst concerns of lack of adequate healthcare, while those still in detention remain at serious risk. 80 people have been released on bail, but the other 59 Bawm people, including three children, continue to be jailed without trial. Bangladeshi authorities must either promptly charge individuals with an internationally recognizable criminal offence or release them.
Indigenous Peoples in Bangladesh have a long history of being persecuted, discriminated against in various socio-economic and political ways. More than 25 years ago, Chittagong Hill Tracts (CHT) Peace Accord was signed by the government of Bangladesh and the Parbatya Chattagram Jana Samhati Samiti - a political party established to defend the interests of the Indigenous Peoples of CHT - to end conflict and address systematic injustices in the region, yet, today, the ongoing situation has driven people out of their villages.
Many of the Bawm detainees still lack legal representation, leaving their chances of release increasingly uncertain. Because of severe financial hardship, most families have been unable to afford legal assistance and have not even applied for bail.
After detainee Lal Tleng died in custody in May 2025, the Chittagong Hill Tracts Commission issued a statement calling for the end of systematic persecution of the Bawm community.
The Commission has also highlighted the case of Lian Thang Pui Bawm who remains in prison in poor health. In October, he reportedly required a blood transfusion. Although the High Court initially granted him bail, a stay order from the Chamber Court blocked his release. His case is now before the Appellate Division, but securing a hearing date has become difficult.
Like Lian Thang Pui, many others have cases that remain stayed and pending in the Appellate Division. There are also reports that some lawyers took large sums of money from victims’ families yet failed to secure bail for their clients. As a result, the Bawm community has become heavily indebted, with many forced to sell land and property. Once a community that could not even imagine approaching the courts, they are now compelled to exhaust everything they have in pursuit of justice, a tragic reflection of systemic injustice and exploitation.
Currently there are five villages, Bethel, Pankhyang, Suanlu, Faruk, Eden, and Darjeeling under the military crackdown in the Ruma, Bandarban and Rowangchari sub districts of CHT.
_
Please take action before 30 June 2026.
You'll find all necessary adddress- and social media information above. English model letter as a Word-file.