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| Mitmachen bis 3. Januar 2027 |
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Portokosten Postversand:
Europa: CHF 1.90
Übrige Länder: CHF 2.50
Schweiz (für Kopien an die Botschaft): A-Post CHF 1.20 / B-Post CHF 1.–
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Adressen
Generalstaatsanwalt:
Prosecutor General of the Republic
Américo Julião Letela
Av. Vladimir Lenine nr. 121
Maputo
Mozambique
E-Mail: denuncias@pgr.gov.mz
Kopien an
Ambassade de la République du Mozambique
Chemin Camille-VIDART 17, 2ème étage
1202 Genève
E-Mail: info@missionmozambique.ch
Ministério da Justiça e Assuntos Constitucionais
Mateus da Cecília Finiasse Saeze
Av. Zedequias Manganhela, Maputo, Moçambique
E-Mail: suporte@mjcr.gov.mz and info@mjcr.gov.mz
President of Mozambique, Mr. Daniel Chapo
Av. Julius Nherere, Maputo, Moçambique
E-Mail: gabinetedeimprensa.pr@gmail.com & info@danielchapo.org.mz
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#ProtectJournalists #PressFreedom
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President of Mozambique:
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Suggested Tweet:
1/3
Mozambique: Investigative journalist Estácio Valoi's laptop, two phones and tablet were seized by authorities on 16 June after criminal proceedings linked to his reporting were instituted against him. More than two weeks later, his equipment has still not been returned.
2/3
The search warrant did not state the factual or legal grounds for the seizure. The continued retention of his devices prevents him from carrying out his work and raises serious concerns about the confidentiality of journalistic sources and press freedom.
3/3
Mozambique's authorities must immediately return Estácio Valoi's equipment unless they can demonstrate that its continued retention is lawful, necessary and proportionate. Take action today. [UA link]
Hintergrund
Am 16. Juni 2026 beschlagnahmten Angehörige der mosambikanischen Kriminalpolizei die Arbeitsgeräte des Investigativjournalisten Estácio Valoi bei einer Durchsuchung seiner Wohnung in Pemba (Provinz Cabo Delgado). Gegen ihn läuft ein Strafverfahren im Zusammenhang mit seiner Berichterstattung über Umweltkriminalität. Der Durchsuchungs- und Beschlagnahmungsbefehl enthielt Berichten zufolge keine Begründung für die Massnahme. Obwohl Valoi seine Geräte auf Anweisung der Staatsanwaltschaft am 26. Juni entsperrte, wurden sie ihm bis heute nicht zurückgegeben. Dadurch kann er seine journalistische Arbeit nicht ausüben, und die Vertraulichkeit seiner Quellen ist gefährdet.
Die Einleitung eines Strafverfahrens gegen Estácio Valoi und die anhaltende Beschlagnahmung seiner Arbeitsgeräte geben Anlass zu grosser Sorge. Der Investigativjournalist ist Herausgeber der unabhängigen Nachrichtenplattform Moz24h und berichtet seit mehr als zehn Jahren über Umweltkriminalität, illegalen Holzeinschlag, Korruption sowie den bewaffneten Konflikt, der 2017 in der Provinz Cabo Delgado ausgebrochen ist. Seine Berichterstattung hat zur öffentlichen Debatte über die Ausbeutung natürlicher Ressourcen und die Umweltpolitik in Mosambik beigetragen. Im August 2025 veröffentlichte er eine Recherche über 111 Container mit Holz, die von den Behörden im Hafen von Beira beschlagnahmt worden waren und mutmasslich mit dem Unternehmen Safi Timber in Verbindung standen. Im Dezember 2025 forderten die Rechtsbeistände des Unternehmens die Entfernung des Artikels und drohten mit rechtlichen Schritten.
Auf Grundlage einer von Safi Timber eingereichten Strafanzeige wegen Verleumdung wurde Estácio Valoi am 23. April 2026 als Verdächtiger eingestuft. Am 29. Juni bestätigte das Provinzgericht von Cabo Delgado, dass ein Strafverfahren gegen ihn anhängig sei, machte jedoch keine Angaben zu den zugrunde liegenden Vorwürfen. Bereits am 16. Juni hatten Polizeikräfte seine Wohnung durchsucht und seinen Laptop, zwei Mobiltelefone und ein Tablet beschlagnahmt. Berichten zufolge fehlte im Durchsuchungsbefehl jede sachliche oder rechtliche Begründung für die Einziehung der Geräte. Am 30. Juni beantragte der Rechtsbeistand von Estácio Valoi offiziell die unverzügliche Rückgabe der beschlagnahmten Geräte mit der Begründung, dass deren fortgesetzte Einbehaltung unnötig und unverhältnismässig sei.
Besonders besorgniserregend ist, dass Estácio Valoi Hinweise darauf gemeldet hat, dass eines seiner beschlagnahmten Geräte ohne seine Zustimmung für den Zugriff auf sein E-Mail-Konto verwendet wurde. Die Behörden haben sich zu diesem Vorwurf bislang nicht öffentlich geäussert. Die fortgesetzte Einbehaltung seiner Arbeitsausrüstung beeinträchtigt nicht nur seine journalistische Tätigkeit, sondern gefährdet auch den Schutz vertraulicher Quellen. Zudem verstärkt sie die Befürchtung, dass Strafverfahren genutzt werden könnten, um kritische investigative Berichterstattung zu Themen von öffentlichem Interesse zu behindern.
Mosambik ist Vertragsstaat des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte sowie der Afrikanischen Charta der Menschenrechte und Rechte der Völker, die beide das Recht auf freie Meinungsäusserung schützen. Jede Einschränkung dieses Rechts muss gesetzlich vorgesehen und zur Erreichung eines legitimen Ziels notwendig und verhältnismässig sein. Internationale Menschenrechtsstandards erkennen zudem den Schutz vertraulicher Quellen von Journalist*innen als wesentliche Garantie für die Pressefreiheit an.
Journalisten*innen, die über den Konflikt und andere heikle Themen in Cabo Delgado berichten, sind schon seit Jahren mit willkürlichen Festnahmen, Verschwindenlassen und anderen Repressionen konfrontiert. Bereits im Dezember 2018 wurde Estácio Valoi bei der Berichterstattung in Cabo Delgado von Angehörigen der mosambikanischen Streitkräfte willkürlich festgenommen. Er wurde nach mehreren Stunden ohne Anklage freigelassen, allerdings beschlagnahmte man seine Arbeitsgeräte.
Im Januar 2019 wurde der Lokalradiojournalist Amade Abubacar während eines Interviews mit durch den Konflikt vertriebenen Menschen festgenommen, zwölf Tage lang ohne Kontakt zu seiner Familie oder einem Rechtsbeistand in Militärhaft festgehalten, vorliegenden Informationen zufolge misshandelt und später im Zusammenhang mit seiner Berichterstattung strafrechtlich verfolgt.
Im April 2020 wurde der Lokalradiojournalist Ibraimo Abú Mbaruco Opfer des Verschwindenlassens, nachdem er in einer Textnachricht geschrieben hatte, er sei von Soldat*innen umzingelt. Seitdem ist nichts über sein Schicksal oder seinen Aufenthaltsort bekannt.
Im Januar 2025 wurde der Journalist Arlindo Chissale Berichten zufolge Opfer des Verschwindenlassens nachdem Zeug*innen beobachtet hatten, wie er von Männern, von denen einige Militäruniformen trugen, aus einem öffentlichen Kleinbus geholt und abgeführt wurde. Auch über sein Schicksal oder seinen Aufenthaltsort ist nichts bekannt. Amnesty International hat wiederholt Fälle von Einschüchterung und anderen Repressalien gegen Journalist*innen dokumentiert, die über Cabo Delgado berichten. Diese tragen zu einem Klima der Angst bei und gefährden so die unabhängige Berichterstattung in der Provinz.
Details
| UA-Nummer: Erscheinungsdatum | Aktualisiert am: Index: |
UA 070/26 03.07.2026 | - AFR 41/1255/2026 |
| Voraussichtlich mitmachen bis: | 3. Januar 2027 |
| Ganze Urgent Action (Word): | **deutsch **english |
| Nur der Modellbrief (Word): | **deutsch **english |
Da sich eine Situation ändern kann, prüfen Sie bitte vor dem Versenden, ob die Briefaktion noch aktiv ist.
English version
Return journalist’s seized work equipment
On 16 June, officers of Mozambique's National Criminal Investigation Service seized the work equipment of investigative journalist Estácio Valoi from his home in Pemba, Cabo Delgado province, as part of criminal proceedings against him linked to his reporting on environmental crime. The search and seizure warrant did not provide any factual or legal justification for the confiscation of the devices, which have to date yet to be returned. The continued confiscation prevents Estácio Valoi from carrying out his work and risks undermining the confidentiality of his journalistic sources. The Mozambican authorities must immediately return Estácio Valoi’s personal equipment unless they can demonstrate before a competent court that its continued retention is lawful, necessary and proportionate.
Estácio Valoi is a Mozambican investigative journalist and editor of the independent news platform Moz24h. For more than a decade, he has investigated illegal logging, environmental crime, corruption and the armed conflict in Cabo Delgado. His reporting has contributed to public debate on the exploitation of natural resources and environmental governance in Mozambique.
On 30 June, Estácio Valoi's lawyer formally requested the immediate return of the seized equipment, arguing that its continued retention was unnecessary and disproportionate.
Mozambique is a State Party to the International Covenant on Civil and Political Rights and the African Charter on Human and Peoples' Rights, both of which protect the right to freedom of expression. Any restriction on this right must be provided by law and be necessary and proportionate to achieve a legitimate aim. International human rights standards also recognize the protection of journalists' confidential sources as an essential safeguard for press freedom.
Journalists reporting on the conflict and other sensitive issues in Cabo Delgado have for years faced arbitrary arrest, detention, enforced disappearances and other reprisals. In December 2018, Estácio Valoi was arbitrarily detained by members of the Mozambican Armed Forces while reporting in Cabo Delgado. He was released without charge after several hours, but his work equipment was confiscated.
In January 2019, community radio journalist Amade Abubacar was arrested while interviewing people displaced by the conflict, held in military detention for 12 days without access to his family or lawyer, allegedly subjected to ill-treatment, and later prosecuted in connection with his reporting.
In April 2020, community radio journalist Ibraimo Abú Mbaruco was forcibly disappeared after sending a text message stating that he was surrounded by soldiers. His fate and whereabouts remain unknown.
In January 2025, journalist Arlindo Chissale reportedly forcibly disappeared after witnesses saw him being taken from a public minibus by men, some of whom were wearing military uniforms. His fate and whereabouts also remain unknown. Amnesty International has repeatedly documented intimidation and other reprisals against journalists reporting on Cabo Delgado, contributing to a climate of fear that undermines independent reporting in the province.
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Please take action before 3 January 2027.
You'll find all necessary adddress- and social media information above. English model letter as a Word-file.