Jetzt mitmachen
Setzen Sie sich für die sechs Verschwundenen ein:
Senden Sie einen Appellbrief per Post, E-Mail oder via X/Twitter.
Tweeten/posten Sie in den sozialen Medien.
| Mitmachen bis 20. Oktober 2027 |
Briefvorlagen
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Portokosten Postversand:
Europa: CHF 1.90
Übrige Länder: CHF 2.50
Schweiz (Kopien Botschaft): A-Post CHF 1.20 / B-Post CHF 1.–
Weltweite Briefzustellung: Der Versand von Briefen ist in fast alle Länder möglich. Trotzdem kann der Zustellservice aus unterschiedlichen Gründen zeitweise eingestellt werden. Wir aktualisieren die Infos soweit möglich. Bitte prüfen Sie vorher bei der Schweizer Post (Verkehrseinschränkungen ›), ob Briefe im Zielland aktuell zugestellt werden.
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E-Mail:
- Signieren: Bitte setzen Sie noch Ihren Namen (oder Ihre Initialen) an das Ende der Nachricht.
- Betreff-Zeile ändern: Wenn viele Mails mit demselben Betreff in kurzer Zeit in einem*r Empfänger*in eintreffen, landen diese dort direkt im Spam! Um dies zu verhindern, empfehlen wir Ihnen, unbedingt den Betreff zu ändern oder leicht anzupassen.
- Sie können die Nachricht gerne anpassen und z.B. den Namen und die Forderungen hervorheben.
- Wenn das Versenden nicht klappt: Ersetzen Sie das Komma (,) zwischen den Mail-Adressen mit einem Semikolon (;) oder nehmen Sie nur eine einzelne Adresse pro Feld.
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Social Media:
Infos, Vorschläge und Adressen finden Sie unter SOCIAL MEDIA GUIDE.
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Weitere Infos sowie Q&As zum Mitmachen bei den Urgent Actions finden Sie hier oder Sie können uns gerne fragen
Teilen Sie die Briefaktion mit Ihren Bekannten
Adressen
Innenmnisterin:
Ministra del Interior
María Amelia Coronel Kinloch
4PVJ + M99 Calle Colón
Edificio Silvio Mayorga Delgado
Managua
NICARAGUA
E-Mail: correspondencia@migob.gob.ni
X/Twitter: @MinRexNicaragua
Kopien an
Ambassade du Nicaragua
Rue de Vermont 37 - 39
1202 Genève
Fax: 022 734 65 85
E-mail: embajada.ginebra@cancilleria.gob.ni
Social Media Guide
ENGLISH
Option1:
6 people close to Indigenous leader Brooklyn Rivera disappeared after demanding the return of his remains to bury him according to Miskitu traditions. The Nicaraguan authorities must immediately reveal their whereabouts and ensure their release.
Option 2:
The question is simple: Where are they? 6 people close to Indigenous leader Brooklyn Rivera disappeared after seeking the return of his remains and demanding respect for his family's right to bury him according to their traditions. Their families are still waiting for answers.
ESPAÑOL
Opción 1:
6 personas cercanas al líder indígena Brooklyn Rivera fueron desaparecidas tras exigir la entrega de sus restos para darle sepultura bajo las tradiciones miskitas. Las autoridades deben revelar de inmediato su paradero y garantizar su liberación.
Opción 2:
La pregunta es simple: ¿Dónde están? 6 personas cercanas a Brooklyn Rivera desaparecieron después de exigir la entrega de sus restos y el respeto al derecho de su familia a darle sepultura de acuerdo con sus tradiciones. Sus familias siguen esperando respuestas.
Hintergrund
Es herrscht grosse Besorgnis über das Verschwinden von sechs Familienmitgliedern von Brooklyn Rivera, die alle dem indigenen Volk der Miskitu angehören. Brooklyn Rivera war ein führender Angehöriger dieser Gemeinschaft. Die nicaraguanischen Behörden erteilen den Familien der Verschwunden keine Auskunft über ihr Schicksal, ihren rechtlichen Status oder ihren Haftort. Dem Verschwindenlassen zum Opfer zu fallen, bedeutet, dass eine Person unter Verstoss gegen internationale Menschenrechtsstandards dem Schutz des Gesetzes entzogen und einem erhöhten Risiko von Folter, anderen Misshandlungen und rechtswidriger Tötung ausgesetzt wird.
Nach der Bekanntgabe von Brooklyn Riveras Tod in staatlichem Gewahrsam reisten seine Angehörigen nach Managua. Sie wollten sich seine sterblichen Überreste aushändigen lassen, um ihn gemäss den Traditionen der Miskitu bestattet zu können. Kurz darauf sollen die sechs Personen Jorge Webster Rojas, Alda López Bryan, Jourbes Escobar López, Korny Valle Bushey, Florencia Sarmiento Alejandro und Glenis Criesa Pantin Coleman verschwunden sein. Seitdem ist es ihren Angehörigen nicht gelungen, Informationen über ihren Verbleib, ihren rechtlichen Status oder ihren Gesundheitszustand zu erhalten.
Da die Behörden keine Angaben zum Schicksal und Verbleib der sechs Personen machen, sind ihre Familien emotional sehr belastet. Sie suchen weiter nach ihren Angehörigen.
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Brooklyn Rivera war zu Lebzeiten ein prominenter Sprecher der indigenen Miskitu. Er war Mitglied der nicaraguanischen Nationalversammlung und wurde im September 2023 willkürlich inhaftiert. Amnesty International betrachtete ihn als gewaltlosen politischen Gefangenen. Während eines Grossteils seiner Haft gaben die Behörden seinen Aufenthaltsort nicht bekannt und verwehrten ihm den regelmässigen Kontakt zu seiner Familie und einem Rechtsbeistand seines Vertrauens. Am 28. Mai 2026 veröffentlichten die nicaraguanischen Behörden Bilder und Informationen, aus denen hervorging, dass er in kritischem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert worden war und nach mehr als zwei Jahren in Haft unter lebensbedrohlichen gesundheitlichen Komplikationen litt. Am 31. Mai 2026 gaben die Behörden seinen Tod in staatlichem Gewahrsam bekannt.
Nach der Bekanntgabe des Todes von Brooklyn Rivera versuchten sechs seiner Familienangehörigen seine sterblichen Überreste zu erhalten und fielen daraufhin dem Verschwindenlassen zum Opfer. Ihr Verbleib ist bis heute unbekannt.
Das Verschwinden dieser sechs Personen ereignet sich vor dem Hintergrund zunehmender Repressionen in Nicaragua. Amnesty International und andere Menschenrechtsorganisationen dokumentieren dort unter anderem willkürliche Inhaftierungen, Haft ohne Kontakt zur Aussenwelt, die Verfolgung von Regierungskritiker*innen sowie Angriffe auf indigene Führungspersönlichkeiten und Menschenrechtsverteidiger*innen.
Die nicaraguanischen Behörden müssen umgehend Auskunft über das Schicksal und den Verbleib der sechs verschwundenen Personen geben, ein Lebenszeichen vorlegen, den Zugang zu ihren Familien und Rechtsbeiständen gewährleisten und sie unverzüglich freilassen.
Details
| UA-Nummer: Erscheinungsdatum | Aktualisiert am: Index: |
UA 077/26 27.07.2026 | - AMR 43/1336/2026 |
| Voraussichtlich mitmachen bis: | 20. Oktober 2026 |
| Ganze Urgent Action (Word): | **deutsch english |
| Nur der Modellbrief (Word): | **deutsch english **español |
Da sich eine Situation ändern kann, prüfen Sie bitte vor dem Versenden, ob die Briefaktion noch aktiv ist.
English version
Disappeared after seeking Indigenous leader’s remains
On 31 May, six relatives of the Indigenous Miskitu Leader Brooklyn Rivera had disappeared in Managua after travelling to claim his remains following the government’s confirmation of his death. By June relatives of the disappeared referred all efforts to find them had been unsuccessful and had not received any official information regarding their fate, whereabouts, or legal status. We call on the Nicaraguan authorities to immediately disclose their whereabouts and ensure their immediate release.
Brooklyn Rivera was a Miskitu Indigenous leader, former member of Nicaragua’s National Assembly, and prisoner of conscience who was arbitrarily detained by September 2023. For much of his detention, authorities failed to disclose his whereabouts and denied him regular access to his family and trusted legal counsel. On 28 May 2026, Nicaraguan authorities released images and information indicating that he was hospitalized in critical condition, suffering from severe health complications after more than two years in detention. On 31 May 2026, authorities announced his death while in state custody.
Following Brooklyn Rivera’s announcement of death in state custody, six people have been disappeared in Nicaragua after seeking information about his remains. Their whereabouts are to this date unknown, and authorities have failed to provide information to their relatives regarding their fate, legal status, or place of detention.
Six relatives of Brooklyn Rivera were reportedly disappeared in Managua on 31 May: Jorge Webster Rojas, Alda López Bryan, Jourbes Escobar López, Korny Valle Bushey, Florencia Sarmiento Alejandro, and Glenis Criesa Pantin Coleman.
The disappearance of these six individuals occurred in the context of increasing repression in Nicaragua, where Amnesty International and other human rights organizations have documented arbitrary detention, incommunicado detention, persecution of government critics, and attacks against Indigenous leaders and defenders, among other human rights violations.
Under international human rights law, enforced disappearance places individuals outside the protection of the law and exposes them to heightened risks of torture, other ill-treatment, and unlawful death. Authorities must immediately disclose the fate and whereabouts of the six disappeared individuals, provide proof of life, ensure access to their families and lawyers, and release them immediately.
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Please take action before 20 October 2026.
You'll find all necessary adddress- and social media information above. English model letter as a Word-file.