© Amnesty International
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Treffen Youthmeeting 2016 in Genf

25. April 2016
Studentin Frauke berichtet vom Youthmeeting und der Generalversammlung in Genf.

«Megasportsevents und Menschenrechte » war das Thema, das bei der diesjährigen Generalversammlung von Amnesty im Fokus stand. Auch die Jugendmitglieder waren präsent, um sich inspirieren zu lassen und den anderen Mitgliedern zu zeigen, dass die SchülerInnen und StudentInnen in der Schweiz bereit sind, sich auch im kommenden Jahr wieder für die Menschenrechte zu engagieren.

Der Tag vor der GV: Aktionsvorbereitungen mit Überraschung

Für die Jugendmitglieder ging es bereits am Freitagnachmittag los. Wir trafen uns in Satigny, um am Youthmeeting vor der GV teilzunehmen. Für Samstag wurden zwei Aktionen geplant: Zum einen bereiteten wir den Jugendbeitrag vor, zum anderen planten wir einen Fackellauf, der im Parc des Bastions durchgeführt wurde. Als kleine Überraschung kam Yasmin Thayná zu Besuch. Sie ist eine junge Filmemacherin aus Brasilien, die seit mehreren Jahren durch ihre Dokumentationen auf die Diskriminierung von jungen Schwarzen in Brasilien hinweist. Da sie selbst in den Favelas aufgewachsen ist, konnte sie uns aus erster Hand von ihren Erlebnissen berichten.

Die GV: Lancierung der Rio-Kampagne und die Amnesty-Laolawelle

Mit Fackeln, grossen Ringen aus Luftballons, Kerzen und allerlei Plakaten machten wir uns auf den Weg zum Parc des Bastions. Wir veranstalteten einen Umzug durch den Park, der an beiden Seiten durch die brennenden Fackeln umschlossen wurde. Am Ziel vor dem Reformationsdenkmal wurden Kerzen angezündet, die in Form des Amnesty-Logos auf den Boden gestellt wurden. Damit wurde die Kampagne «Rio 2016» offiziell lanciert.

Im Anschluss an diesen gelungenen Auftakt begann schliesslich die Generalversammlung in der Uni Dufour. Am Samstag fokussierten sich die Diskussionen auf die Polizeigewalt in Rio de Janeiro, die Missachtung der Arbeitsrechte in Katar und darauf was die Schweiz tun kann, damit Sportverbände ihre menschenrechtliche Sorgfaltspflicht besser wahrnehmen.

Der zweite Beitrag von AMNESTY YOUTH fand am Samstagnachmittag statt: Mit Schildern liefen wir zur Bühne vor und verkündeten mit kurzen Statements, welche Aktionen wir, die Jugendmitglieder, im vergangenen Jahr durchgeführt haben. In einer anschliessenden Rede bedankten sich Eve und Johan stellvertretend für alle Jugendmitglieder dafür, dass wir durch Amnesty die Gelegenheit bekommen, uns für die Menschenrechte einzusetzen. Am Ende animierten wir die GV-Besucher aufzustehen und mit uns eine «Amnesty»-Laolawelle zu machen. Das Publikum liess sich mit Vergnügen zu dieser Auflockerung animieren.

Am Sonntag wurden wir dann über aktuelle Kampagnen im Bereich Asyl & Migration und der Überwachung, Privatsphäre und Meinungsfreiheit im Internet informiert.

Alles in allem war es ein gelungenes und ereignisreiches Wochenende. Die Diskussionen und Berichte haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen und uns dazu motiviert, uns auch im kommenden Jahr wieder mit AMNESTY YOUTH für die Menschenrechte einzusetzen.

- Frauke, von der Unigruppe Bern

Video zur Lancierung der Kampagne «Fünf Ringe für Rio. Eine Flamme für die Menschenrechte. Stopp Polizeigewalt!»: