Frauen und Männer, von hinten gesehen, tragen Holzbündel auf ihrem Weg auf staubigen Strassend durchs Lager.
Im Flüchtlingslager Al-Affad im Sudan leben Tausende von Menschen unter Bedingungen, unter denen selbst die Grundbedürfnisse nur mit grosser Mühe gedeckt werden können. Al-Dabbah, Sudan, 13. Januar 2026. © Muhammed Emin Canik / Anadolu

Sudan

Im Sudan tobt seit April 2023 ein verheerender Bürgerkrieg zwischen der Armee (SAF) und der paramilitärischen RSF-Miliz, der zur grössten humanitären Krise der Welt geführt hat. Zehntausende Menschen wurden getötet, Millionen sind auf der Flucht. Es herrschen Hunger, Zerstörung und massive Menschenrechtsverletzungen.Der Konflikt im Sudan wird durch den ständigen Zustrom von Waffen weiter angeheizt, oft unter eklatanter Verletzung des bestehenden Waffenembargos für Darfur.
Die Silouetten von Kindern, die Drachen fliegen lassen, im Dunst im Sonnenauf- oder Untergang.

Fokus: Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ethnische Säuberungen

Amnesty International zeigt auf, wie die paramilitärische Gruppe Rapid Support Forces Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ethnische Säuberung beging. Dabei wurden Kinder gezielt ins Visier genommen.
Mehrere Menschen, darunter Frauen und Kinder, gehen an einem umzäunten Gelände mit Stacheldraht vorbei. Sie tragen bunte Kleidung und transportieren große Säcke und Bündel auf dem Kopf oder in den Händen. Im Hintergrund sitzen weitere Menschen am Boden neben provisorischen Unterkünften aus Stoff und Planen, unter einem klaren Himmel.

Fragen und Antworten zum Krieg im Sudan

Es ist die grösste humanitäre Krise der Welt: Der Konflikt zwischen der paramilitärischen Miliz Rapid Support Forces (RSF) und den sudanesischen Streitkräften (SAF) hat seit April 2023 zehntausenden Menschen das Leben gekostet. Mehr als zwölf Million...

Mehr über die Menschenrechte im Sudan

Der AMNESTY INTERNATIONAL REPORT 2025/26 analysiert die Menschenrechtslage im Land im vergangenen Jahr. Alle Konfliktparteien verübten auch 2025 schwere Verstösse gegen internationale Menschenrechtsnormen und das humanitäre Völkerrecht, die zu zahlreichen Toten und Verletzten in der Zivilbevölkerung führten. Verschiedene Staaten lieferten nach wie vor Waffen an die Konfliktparteien, auch nach Darfur, und verstiessen damit gegen das bestehende Waffenembargo des Uno-Sicherheitsrats.

Ein Mann gräbt liegend in einem tiefen Loch.

Der Sudan, das Gold und die Schweiz

Der Krieg im Sudan wird unter anderem durch den Goldhandel finanziert. Einer der grössten Umschlagplätze für sudanesisches Gold sind die Vereinigten Arabischen Emirate, von wo auch Schweizer Raffinerien Gold beziehen. Ein Beitrag aus dem AMNESTY-Maga...

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