Mahadine, inhaftierter Online-Aktivist im Tschad © Rebecca Hendin
Mahadine, inhaftierter Online-Aktivist im Tschad © Rebecca Hendin

Mahadine, Tschad Ihm droht lebenslange Haft wegen Facebook-Posts

November 2017
Wer im Tschad die Regierung kritisiert, muss mit massiven Repressionen rechnen. Der Blogger Mahadine ist seit über einem Jahr unter miserablen Bedingungen eingesperrt.

Briefvorlage als Word-Datei

Er ist Online-Aktivist und Vater von sieben Kindern. Im September 2016 veröffentlichte Tadjadine Mahamat Babouri, bekannt unter dem Namen Mahadine, auf Facebook regierungskritische Videos. Wenige Tage darauf haben ihn Sicherheitskräfte auf offener Strasse aufgegriffen, eingesperrt und wochenlang geschlagen. Nun droht ihm eine lebenslange Haftstrafe. Weil er sich im Gefängnis mit Tuberkulose angesteckt hat, ist er schwer krank und braucht dringend medizinische Versorgung.

Amnesty fordert vom Präsidenten Idriss Deby Itno, Mahadine unverzüglich und  bedingungslos freizulassen. Er darf nicht für den Rest seines Lebens eingesperrt sein, nur weil er es wagte, seine Meinung zu äussern.

Bericht von Amnesty International

Im Jahr 2016 verzeichnete Amnesty International im Tschad 16 Regierungsentscheide gegen die Vereinigungsfreiheit sowie diverse Fälle von Polizeigewalt und Folter. Rund 65 NGOs haben berichtet, dass ihnen zwischen 2014 und 2016 untersagt wurde, sich zu versammeln. Zudem sind Facebook und Twitter während eines grossen Teils des Jahres verboten worden. Die Medienmitteilung zum Bericht auf Französisch.

Selfie-Aktion

Setzen Sie sich auch mit Ihrem Foto für Mahadine ein: amnesty.ch/imhere