Von links nach rechts: Janna Jihad, Bernardo Caal Xol, Zhang Zhan, Imoleayo Adeyeun Michael und Mikita Zalatarou ©AI© Amnesty International
Von links nach rechts: Janna Jihad, Bernardo Caal Xol, Zhang Zhan, Imoleayo Adeyeun Michael und Mikita Zalatarou ©AI

Briefmarathon 2021 Unterstützen Sie mit einem Klick alle fünf Personen

19. November 2021
Der Briefmarathon ist die grösste weltweite Menschenrechtskampagne. Rund um den Globus setzen sich Zehntausende von Aktivist*innen für Menschen ein, deren Grundrechte nicht respektiert werden.

Dieses Jahr sind das Janna Jihad, eine 15-jährige Palästinenserin, die bereits ihr halbes Leben lang Übergriffe auf ihr Dorf im israelisch besetzten Westjordanland dokumentiert, Bernardo Caal Xol, indigener Aktivist aus Guatemala, der im Gefängnis ist, weil er sich für den Schutz eines für seine Gemeinschaft lebenswichtigen Flusses einsetzte, Zhang Zhan, ehemalige Anwältin und «Citizen»-Journalistin aus China, die im Gefängnis sitzt, weil sie über den Coronavirus-Ausbruch berichtete, Imoleayo Michael, angeklagt, weil er in Nigeria gegen Polizeigewalt protestierte und Mikita Zalatarou, der bei den Protesten in Belarus als 16-jähriger verhaftet, geschlagen und zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wurde.

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Janna Jihad – Schikanen, weil sie israelische Gewalt dokumentiert

Janna Jihad möchte einfach nur ein normales Leben. Aber die 15-jährige wohnt im von Israel besetzten Westjordanland. Und ein Leben unter Besetzung ist alles andere als normal. Janna war sieben, als sie begann, Übergriffe durch die israelische Armee zu dokumentieren. Ihre Dokumentationen zogen unerwünschte Aufmerksamkeit auf sich, Janna wurde schikaniert und mit dem Tode bedroht. Trotzdem wird sie nicht aufgeben, bis die systematische Diskriminierung der Palästinenser*innen aufhören. Amnesty International fordert Israel auf, Janna vor Diskriminierung und Gewalt zu schützen.

Bernardo Caal Xol – Im Gefängnis, weil er einen heiligen Fluss verteidigte

Im Norden Guatemalas setzte sich Bernardo Caal Xol leidenschaftlich für den Schutz der Natur und Biodiversität ein. Als der lebenswichtige Fluss in der Region durch den Bau zweier Elektrokraftwerke bedroht war, protestierten Bernardo und seine Gemeinde. Daraufhin wurde er aufgrund unhaltbarer Anklagen vor Gericht gezerrt. 2018 verurteilte ein Gericht Bernardo ohne jegliche Beweise zu sieben Jahren Gefängnis. Amnesty International fordert Guatemala auf, Bernardo noch heute freizulassen.

Zhang Zhan – Haft für unabhängige Berichterstattung über Corona-Pandemie

Im Februar 2020 reiste Zhang Zhan als eine der wenigen Citizen-Journalist*innen nach Wuhan, China. Zhan war entschlossen, der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Auf sozialen Medien zeigte sie, wie Behörden unabhängige Reporter*innen verhafteten und Familien von Covid-19 Patient*innen drangsalierten. Kurz darauf wurde auch Zhang Zhan verhaftet. Um sie zum Schweigen zu bringen, verurteilte sie ein Gericht zu vier Jahren Gefängnis. Amnesty International fordert China auf, Zhang Zhan unverzüglich freizulassen.

Imoleayo Michael – Verschleppt und misshandelt, weil er gegen Polizeigewalt protestierte

Im Oktober 2020 protestierten junge Nigerianer*innen gegen die Gewalt der Special Anti-Robbery Squad (SARS), einer Spezialeinheit der Polizei. Imoleayo Michael war mit dabei: Der junge Programmierer unterstützte die Proteste auf Twitter und Facebook mit dem Hashtag #EndSARS. Zwei Wochen später verschleppten ihn bewaffnete Männer und hielten ihn für 41 Tage in einer unterirdischen Zelle fest. Aufgrund fabrizierter Anklage drohen ihm Jahre im Gefängnis. Amnesty International fordert Nigeria auf, alle Anklagen gegen Imoleayo fallen zu lassen.

Mikita Zalatarou – Polizei misshandelt Jugendlichen in Haft

Mikita Zalatarou wartete auf einen Freund, als er plötzlich von einer demonstrierenden Menschenmasse mitgerissen wurde. Damit begann ein Alptraum: Die Polizei spürte den 16-Jährigen bei sich zu Hause auf und verhaftete ihn. Später berichtete Mikita über Folter. Ihm wird vorgeworfen, Molotov Cocktails gegen die Polizei geworfen zu haben. Dafür gibt es keine Beweise. Trotzdem wurde Mikita – der überdies mit Epilepsie lebt – zu fünf Jahren Haft verurteilt. Amnesty International fordert Belarus auf, Mikita freizulassen und ihm ein faires Gerichtsverfahren zu gewähren.

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