© Amnesty International
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Yren Rotela und Mariana Sepúlveda, Paraguay Diskriminiert, weil sie zu ihrer Identität stehen

November 2022
Die LGBTI*-Aktivistinnen Yren Rotela und Mariana Sepúlveda setzten einen Meilenstein in der Rechtsprechung ihres Landes, als sie 2016 als erste trans Personen in Paraguay einen Antrag auf Namensänderung stellten, dem stattgegeben wurde. Doch die Staatsanwaltschaft legte Berufung gegen den Entscheid ein.

Seit Jahren kämpfen die beiden trans Frauen Yren und Mariana für die Änderung ihrer gesetzlichen Namen. Wenn sie einen Ausweis bekämen, der ihrer Identität entspricht, würde das bedeuten, dass der Staat ihre Existenz als trans Frauen anerkennt. Wie Yren sagt: «Ich bin auf die Welt gekommen, um zu zeigen, wer ich bin, und nicht, um mir sagen zu lassen, wer ich bin.»

Yren und Mariana wollen frei leben können. Sie wollen ungehindert ihren Lieblingsbeschäftigung nachgehen – sei es Volleyball spielen, tanzen oder  ins Theater gehen. Als trans Frauen müssen sie sich dabei oft gegen Diskriminierung wehren: Sie werden schikaniert und sogar körperlich angegriffen.

Paraguay ist ein konservatives Land, in welchem trans Menschen und die LGBTI*-Gemeinschaft ausgegrenzt werden. Trans Menschen können weder ihren Namen ändern noch Ausweispapiere erhalten, die ihrer geschlechtlichen Identität entsprechen. Die Interessen von LGBTI* öffentlich zu vertreten oder Protest zu äussern, ist schwer: Demonstrationen von trans Gruppen sind oft verboten und in einigen Fällen sogar angegriffen worden.

 

Unterschreiben Sie jetzt unsere Petition und fordern Sie die rechtliche Anerkennung von trans Menschen in Paraguay