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Urgent Action − Uganda

Inhaftierter Oppositionspolitiker braucht dringend medizinische Versorgung

Der ugandische Oppositionspolitiker und ehemalige Präsidentschaftskandidat der Partei Forum für Demokratischen Wandel, Dr. Kizza Besigye, ist schon seit mehr als 400 Tagen willkürlich im Gefängnis Luzira in Kampala inhaftiert. Er ist schwer krank und benötigt dringend eine spezialisierte medizinische Behandlung ausserhalb des Gefängnisses. Kizza Besigye wurde am 16. November 2024 in der kenianischen Hauptstadt Nairobi entführt, anschliessend rechtswidrig nach Uganda überstellt und am 20. November 2024 vor einem Militärgericht in Kampala angeklagt.

Notiz vom 15. Mai 2026:
Der Gesundheitszustand von Dr. Kizza Besigye hat sich drastisch verschlechtert.
Lesen Sie den Erfahrungsbericht (in Englisch) von Winnie Byanyima, der Ehefrau von Dr. Kizza Besigye. Darin schildert sie seine schwierige Lage im Gefängnis und seinen sich verschlechternden Gesundheitszustand:
He continues to resist despite his frail health: wife of jailed Ugandan politician Kizza Besigye ›

Jetzt mitmachen

Setzen Sie sich für Dr. Kizza Besigye ein:
Senden Sie einen Appellbrief per Post, E-Mail oder X/Twitter.

Mitmachen bis 12. August 2026

Briefvorlagen

Adressen

President Yoweri Kaguta Museveni
Parliament of Uganda
Parliament Avenue
Kampala
UGANDA
E-Mail: info@statehouse.go.ug
Kopie an: press@statehouse.go.ug
Twitter/X: @kagutamuseveni

Kopien an 

Ambassade de la République de l'Ouganda
Rue Vermont 37, 3ème étage
1202 Genève
Fax: 022 340 70 30
E-Mail: chancery@ugandamission.ch
X/Twitter: twitter.com/geneva_uganda
Facebook: facebook.com/uganda.geneva/

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Target:
President Museveni on X/Twitter: @kagutamuseveni 
Government of Uganda → @GovUganda
The Uganda Police → @PoliceUg

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Hashtag:
#FreeBesigye
#FreeKizzaBesigye

Hintergrund

Kizza Besigye wurde am 16. November 2024 rechtswidrig nach Uganda überstellt und am 20. November 2024 vor ein Militärgericht in Kampala gestellt, obwohl er Zivilist ist. Er wurde im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen 2026 wegen terrorismusbezogener Vorwürfe und unerlaubten Waffenbesitzes angeklagt.

Aktuell ist Kizza Besigye schwer erkrankt, kann nicht richtig sprechen und benötigt dringend eine spezialisierte medizinische Versorgung, die ihm jedoch von den ugandischen Gefängnisbehörden verweigert wird. Am 20. Januar 2026 wurde er angesichts der Verschlechterung seines Gesundheitszustands in die Praxis seines Hausarztes in Kampala gebracht. Er wirkte extrem geschwächt, zitterte, hatte hohes Fieber und litt unter starken Bauchschmerzen. Seitdem verweigern ihm die Gefängnisbehörden kontinuierlich den Zugang zu einer voll ausgestatteten medizinischen Einrichtung und erlauben nur seinem persönlichen Arzt, ihn auf der Krankenstation des Gefängnisses zu untersuchen, einer schlecht ausgestatteten Einrichtung, in der bereits viele Häftlinge ihr Leben verloren haben.

Kizza Besigye wird in Isolationshaft gehalten, daran gehindert, mit anderen Gefangenen zu sprechen, und ihm wird das Recht verweigert, mit anderen Gefangenen zu beten. Ausserdem ist es ihm nicht erlaubt, einfache körperliche Aktivitäten auszuüben. Er ist in einer winzigen und extrem heissen Zelle mit wenig Sonnenlicht eingesperrt, schläft auf einer kleinen, von Bettwanzen befallenen Matratze und ist Bedingungen ausgesetzt, die nach dem Völkerrecht als grausam und erniedrigend gelten.

Dr. Kizza Besigye muss am 24. Februar erneut vor Gericht erscheinen.

Dr. Kizza Besigye hat über 400 Tage in Haft verbracht und ihm wurde viermal die Freilassung gegen Kaution verweigert. Die erste Ablehnung erfolgte am 11. April 2025, nachdem sein Fall nach einer früheren Beteiligung des Militärgerichts an das Hohe Gericht verwiesen wurde. Am 29. Dezember 2025 lehnte das Hohe Gericht in Kampala zum vierten Mal die Freilassung gegen Kaution für ihn und seinen Mitangeklagten Hajji Obeid Lutale ab, da ihr Antrag auf Aussetzung des Strafverfahrens und Entlassung aus der Haft unbegründet sei.

Recherchen von Amnesty International haben gezeigt, dass die ugandischen Behörden im Vorfeld der Wahlen am 15. Januar 2026 eine brutale Repressionskampagne gegen die Opposition und ihre Anhänger*innen sowie gegen Regierungskritiker*innen starteten. Diesen war es dadurch kaum möglich, ihre Rechte auf freie Meinungsäusserung, Vereinigungsfreiheit und friedliche Versammlung auszuüben. Die Repressionen führten seit September 2025 zur willkürlichen Festnahme von mehr als 400 Anhänger*innen der Opposition, mutmasslichen Anhänger*innen der Opposition und anderen Regierungskritiker*innen. Darüber hinaus waren die Festgenommenen auch Folter und anderen Misshandlungen ausgesetzt.

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Uganda: Authorities subjecting opposition supporters to "brutal campaign of repression" ahead of elections (Amnsty UK, 5 January 2026)

Details

UA-Nummer:
Erscheinungsdatum I Aktualisiert am:
Index:
UA 100/24-1
12.02.2026 I 15.05.2026
AFR 59/0705/2026
Voraussichtlich mitmachen bis: 12. August 2026
Ganze Urgent Action (Word): deutsch
english
Nur der Modellbrief (Word): deutsch
english

Da sich eine Situation ändern kann, prüfen Sie bitte vor dem Versenden, ob die Briefaktion noch aktiv ist.

English version

Opposition leader needs urgent medical care

Ugandan opposition politician and former presidential candidate for the Forum for Democratic Change, Dr. Kizza Besigye, who has now been held in arbitrary detention at Luzira Prison in Kampala, Uganda, for over 400 days, is seriously ill, requiring urgent specialized medical attention, and away from detention conditions that Amnesty International considers inhumane. He was abducted in Nairobi, Kenya on 16 November 2024, forcefully returned to Uganda and arraigned at a military court in Kampala on 20 November 2024.

Dr. Kizza Besigye has spent over 400 days in detention and denied bail four times. He was first denied bail on 11 April 2025 after his case was committed to the High Court following an earlier involvement of the General Court Martial. On 29 December 2025, the High Court in Kampala denied him bail for the fourth time together with his co-accused, Hajji Obeid Lutale, after ruling that their application for a stay of criminal proceedings and release from custody lacked merit.

Amnesty International’s research revealed that ahead of the elections on 15 January 2026, Ugandan authorities launched a brutal campaign of repression against the opposition and its supporters as well as government critics, making it extremely difficult for them to exercise their rights to freedom of expression, association and peaceful assembly. The crackdown resulted in over 400 arbitrary arrests since September 2025 of opposition supporters, perceived opposition supporters and other government critics. Some of those arrested have also been subjected to torture and other ill-treatment.

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Please take action before 12 August 2026.

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