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Setzen Sie sich für Ahmed Douma ein:
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| Mitmachen bis 17. August 2026 |
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Portokosten Postversand:
Europa: CHF 1.90
Übrige Länder: CHF 2.50
Schweiz (für Kopien an die Botschaft): A-Post CHF 1.20 / B-Post CHF 1.–
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Adressen
President Abdelfattah al-Sisi
Office of the President
Al Ittihadia Palace
Cairo
Arab Republic of Egypt
Fax: +202 2391 1441
E-Mail: p.spokesman@op.gov.eg
Twitter/X: @AlsisiOfficial
Kopien an
Minister of Interior, Mahmoud Tawfiq
Ministry of the Interior
25 El Sheikh Rihan Street Bab al-Louk, Cairo, Egypt
Fax: +202 2794 5529
Email: center@iscmi.gov.eg or
E.HumanRightsSector@moi.gov.eg; Twitter/X: @moiegy
Botschaft der Arabischen Republik Ägypten
Elfenauweg 61. 3006 Bern
Fax: 031 352 06 25; E-Mail: eg.emb.bern@gmail.com
FB: https://www.facebook.com/eg.bern.embassy/
Social Media Guide
Suggested messages:
After a decade in prison, Egyptian writer & prominent activist, Ahmed Douma, was sentenced to another year in prison solely for expressing his opinion, including criticism of prison conditions. Authorities must end this injustice & free him NOW. #FreeDouma
Ahmed Douma remains in detention for writing an article and posting on social media about cruel detention conditions. He must be freed NOW; in the meantime, he must be granted regular access to his family and lawyers & held in conditions meeting international standards. #FreeDouma
Hintergrund
Die willkürliche Inhaftierung des bekannten Aktivisten und Schriftstellers Ahmed Douma und das unfaire Gerichtsverfahren gegen ihn geben Anlass zur Sorge. Am 3. Juni 2026 verurteilte das Gericht für mindere Straftaten in Neu-Kairo ihn in der Rechtssache Nr. 2449 von 2026 wegen «der Verbreitung von Falschnachrichten und -aussagen innerhalb und ausserhalb des Landes, in der Absicht, die öffentliche Ordnung zu stören und Angst zu verbreiten» zu einem Jahr Haft mit Zwangsarbeit. Die Vorwürfe gegen ihn beziehen sich auf einen Artikel über die Folgen ungerechtfertigter Inhaftierungen auf die Stabilität des Staates, den er am 25. März 2026 in der Zeitung Al-Araby Al-Jadeed veröffentlichte, sowie auf einen am 29. März 2026 in den Sozialen Medien veröffentlichten Beitrag zu Haftbedingungen in Ägypten. Die Verurteilung erfolgte nach einem unfairen Verfahren, in dem es der Verteidigung nicht gestattet war, Zeug*innen zu seiner Verteidigung zu laden oder zu befragen, und in dem es zu Verzögerungen beim Zugang zu seiner Akte kam. Ahmed Douma erschien nicht vor Gericht, obwohl er am Tag der Urteilsverkündung zum Gerichtsgebäude gebracht worden war. Sein Rechtsmittelverfahren vor dem Berufungsgericht für mindere Straftaten in Neu-Kairo ist für den 25. Juni angesetzt.
Bei einem Besuch im Gefängnis am 7. Juni 2026 teilte Ahmed Douma seiner Familie mit, dass er unter Herzproblemen leide. Nach Angaben seiner Familie verlegten ihn die Behörden des Gefängnisses in Madinat al-Aschir min Ramadan in die Gefängnisklinik, wo er zweimal medizinischen Untersuchungen, darunter Elektrokardiogrammen (EKGs), unterzogen wurde. Die Familie bemüht sich um die Herausgabe seiner Krankenakte, um diese unabhängigen medizinischen Fachleuten vorzulegen. Die Besorgnis über Eingriffe der Gefängnisverwaltung in seine medizinische Versorgung nahm zu, nachdem Ahmed Douma seiner Familie berichtet hatte, dass der*die Ärzt*in während der ersten EKG-Untersuchung von einem Gefängniswärter zu einem Gespräch weggerufen wurde, und ihm anschliessend mitteilte, er habe keine Herzerkrankung. Nach einer zweiten Untersuchung diagnostizierte ein*e andere*r Ärzt*in Berichten zufolge jedoch einen Herzrhythmusfehler und verschrieb ihm Medikamente. Nach Angaben seiner Familie litt Ahmed Douma bereits während seiner früheren Haft vor seiner Entlassung im Jahr 2023 unter ähnlichen Symptomen, insbesondere in Phasen starken Stresses.
Ahmed Douma teilte seiner Familie mit, dass er Zugang zu Essen, Medikamenten und täglich zwei Stunden Bewegung habe. Er ist jedoch in einer Zelle mit nur zwei weiteren Häftlingen untergebracht, und seine Bewegungsfreiheit ausserhalb der Zelle unterliegt strengen Einschränkungen, um den Kontakt zu anderen Häftlingen zu verhindern. Die Familie äusserte sich besorgt, weil er in seiner Zelle ständig intensivem Licht ausgesetzt sei. Ausserdem forderten seine Angehörigen, dass Ahmed Douma regelmässige Familienbesuche erhalten darf, denn ihm ist nur ein Familienbesuch pro Monat gestattet – diese während der Coronapandemie eingeführte Ausnahmeregelung ist nach wie vor in Kraft.
Ahmed Douma ist ein ägyptischer Dichter, Autor und Aktivist, der wegen seines politischen Engagements und seiner führenden Rolle bei der Revolution vom 25. Januar 2011 sowie wegen seiner lautstarken Kritik an den aufeinanderfolgenden ägyptischen Regierungen zur Zielscheibe wurde. Die Sicherheitskräfte nahmen den damals 25 Jahre alten Ahmed Douma am 12. Januar 2012 im Zusammenhang mit seiner Teilnahme an der Sitzblockade in den «Kabinettsbüros“ fest. Er wurde nach drei Monaten freigelassen, aber am 3. Dezember 2013 inmitten einer Festnahmewelle nach der Verabschiedung eines drakonischen Protestgesetzes (Gesetz Nr. 107/2013) wieder in Haft genommen. Dieses Gesetz schränkt das Recht auf friedliche Versammlung ein. Während seiner gesamten Inhaftierung wurde er gefoltert und anderen Misshandlungen ausgesetzt, darunter die Verweigerung des Zugangs zu medizinischer Versorgung. Und er wurde zwischen Dezember 2013 und Januar 2020 insgesamt vier Jahre und acht Monate lang über längere Zeiträume in Einzelhaft gehalten. Ahmed Douma litt unter starken Schmerzen an verschiedenen Körperteilen, da er unter schlechten Haftbedingungen mehr als 22 Stunden am Tag in seiner Zelle eingesperrt war. Er hatte Knie- und Rückenschmerzen, die auf den Bewegungsmangel und die Tatsache zurückzuführen sind, dass ihm in seiner Einzelhaft kein Bett und manchmal nicht einmal eine Matratze zur Verfügung gestellt wurde. Ausserdem litt er unter Bluthochdruck, Schlaflosigkeit, ständigen Kopfschmerzen, schweren Depressionen und Panikattacken.
Im Februar 2015 wurde er im Zusammenhang mit seiner Teilnahme an Demonstrationen gegen die Regierung nach einem grob unfairen und politisch motivierten Prozess verurteilt, um ihn für seinen Aktivismus zu bestrafen. Im Juli 2020 bestätigte das Kassationsgericht, das höchste Gericht Ägyptens, seinen Schuldspruch und das Strafmass. Am 19. August 2023 wurde Ahmed Douma nach einer Begnadigung durch den Präsidenten endlich freigelassen, nachdem er rund 10 Jahre im Gefängnis verbracht hatte.
Details
| UA-Nummer: Erscheinungsdatum | Aktualisiert am: Index: |
UA 037/26-1 27.04.2026 | 17.06.2026 MDE 12/1129/2026 |
| Voraussichtlich mitmachen bis: | 17. August 2026 |
| Ganze Urgent Action (Word): | deutsch english |
| Nur der Modellbrief (Word): | deutsch english |
Da sich eine Situation ändern kann, prüfen Sie bitte vor dem Versenden, ob die Briefaktion noch aktiv ist.
English version
Prominent activist sentenced to imprisonmentl
On 3 June 2026, the New Cairo Misdemeanour Court sentenced prominent activist and writer Ahmed Douma to one year in prison with labour on charges of spreading «false news». These charges stem from his article, published on 25 March 2026 by Al-Araby Al-Jadeed, about the impact of unjust imprisonment on state stability, as well as from a social media post published on 29 March 2026 concerning detention conditions in Egypt. His appeal in front of New Cairo Misdemeanours Appeal Court is scheduled for 25 June 2026. He must be immediately and unconditionally released as he is arbitrarily detained solely for exercising his rights to freedom of expression.
Douma is an Egyptian poet, writer and activist who has been targeted due to his political activism and leading role in the 25 January 2011 revolution, as well as his vocal criticism of successive Egyptian governments. Security forces arrested Douma, then aged 25, on 12 January 2012 in relation to his participation in the «Cabinet Offices» sit-in. He was released after three months, but re-arrested on 3 December 2013 amid a wave of arrests after enactment of the draconian protest law (Law No. 107/2013) restricting the right to peaceful assembly. Throughout his detention he has been subjected to torture or other ill-treatment, including deliberate denial of access to medical care, and he was held in solitary confinement for four years and eight months in total for prolonged periods of time, between December 2013 until January 2020. Douma suffered from severe pain in different parts of his body as a result of being confined to his cell for more than 22 hours a day in poor prison conditions. He has knee and back pain resulting from the lack of movement and the failure to provide him with a bed, and sometimes even a mattress, in his solitary confinement cell. He also suffered from high blood pressure, insomnia, constant headaches, severe depression, and panic attacks. In February 2015, he was convicted and sentenced to 15 years’ imprisonment in relation to his participation in anti-government protests following a grossly unfair and politically motivated trial intended to punish him for his activism. In July 2020, the Court of Cassation, Egypt’s highest court, upheld his conviction and sentence. On 19 August 2023, he was released following a presidential pardon, after spending around 10 years in prison.
Since his release, the Supreme State Security Prosecution (SSSP) questioned Ahmed Douma in seven separate cases related to content posted on his social media accounts, under accusations of «spreading false news» deemed to «disturb public order, spread fear and harm public interest». In the first six cases, he was released on bail, exceeding a total of 235,000 Egyptian pounds (4,500 USD), pending investigations. This forms part of a broader pattern of restrictive measures imposed on him since his re-lease, including an arbitrary travel ban and restrictions on enrolment in postgraduate studies.
On 6 April 2026, he went for questioning at the SSSP in response to a summons he had received a few days earlier. Several hours into the interrogation, his lawyers were informed that he was being accused of «publishing false news and statements inside and outside the country with the intent to disturb public peace and spread panic». The charges relate to an article he wrote, published in Al-Araby Al-Jadeed on 25 March 2026, under the title «From a prison within the state to a state within the prison», criticizing unjust imprisonment and its impact on state stability. The charges also stem from a social media post, published on 29 March 2026, in which he criticized detention conditions in Egyptian prisons. On 9 April 2026, an Advisory Chamber ordered the renewal of his pretrial detention for 15 days after the prosecution argued that he posed a risk of absconding, tampering with evidence, or harming public order. His lawyers argued that Ahmed Douma has known places of residence and has appeared voluntarily when summoned in the past. They also argued that the Egyptian Constitution limits the use of detention in cases related to publications. Egypt is a state party of the International Covenant on Civil and Political Rights, which guarantees the right to freedom of expression.
Egyptian authorities have demonstrated a persistent lack of tolerance for actual or perceived dissent, targeting journalists, activists, lawyers, opposition politicians and other individuals who criticize government policies or denounce the authorities’ widespread human rights violations. Amnesty International has documented repeated waves of arrests and prosecutions of people solely for exercising their rights to freedom of expression, association and peaceful assembly. Those detained in politically motivated cases are frequently subjected to prolonged arbitrary detention, including extended pretrial detention renewed automatically by prosecutors and judges without meaningful judicial review. Amnesty International has also repeatedly raised concerns about systematic violations of fair trial rights in Egypt, particularly in cases of a political nature, including the right to a lawyer of one’s choosing particularly during the initial questioning by the police, the right to adequate defence, the right not to self-incriminate and to presumption of innocence, the right to a fair and public hearing before a competent, impartial and independent tribunal, and the right to be protected from torture and other ill-treatment.
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Please take action before 17 August 2026.
You'll find all necessary adddress- and social media information above. English model letter as a word-file.