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Setzen Sie sich für die vom Erdbeben betroffenen Menschen in Venezuela ein:
Posten Sie einen Appellbrief in den sozialen Medien (Twitter/X, Facebook, Instagram) und senden Sie ihn per Post an die Botschaft*.
*Postversand nach Venezuela ist bei dieser UA leider nicht möglich. Das Postsystem in Venezuela funktioniert nicht.
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| Mitmachen bis 10. August 2026 |
Briefvorlagen
Social Media: Infos, Vorschläge und Adressen finden Sie unter SOCIAL MEDIA GUIDE
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Weitere Infos sowie Q&As zum Mitmachen bei den Urgent Actions finden Sie hier oder Sie können uns gerne fragen
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Adressen
Amtierende Interimspräsidentin:
Delcy Rodriguez
Presidenta Encargada de la República
(Palacio de Miraflores, Av. Nte. 10, Caracas 1012, Caracas, Venezuela)
Twitter/X, Facebook, Instagram: @delcyrodriguezv
Postversand via die Botschaft:
c/o Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela
Waldeggstrasse 47
Postfach 237
3097 Liebefeld
Social Media Guide
Amtierende Interimspräsidentin
Delcy Rodriguez
Twitter/X, Facebook, Instagram:
@delcyrodriguezv
Adresse zum Teilen als Bild in den sozialen Medien:
Palacio de Miraflores,
Av. Nte. 10
Caracas 1012
Distrito Capital
Venezuela
Hintergrund
Nach den schweren Erdbeben in Venezuela dauert die Suche nach Überlebenden an. Die Hilfsmassnahmen für die Betroffenen müssen im Einklang mit den humanitären Grundsätzen der Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität und Unabhängigkeit stehen und diskriminierungsfrei umgesetzt werden.
Zugleich müssen Journalist*innen und unabhängige Medien aus dem In- und Ausland, die über die aktuelle Lage berichten wollen, ihre Arbeit frei ausüben können. Der ungehinderte Zugang zu Informationen ist entscheidend, damit lebenswichtige Informationen verbreitet und Hilfsmassnahmen wirksam koordiniert werden können. Die nach wie vor eingeschränkte Presse- und Meinungsfreiheit muss im Einklang mit dem Völkerrecht und internationalen Standards wieder hergestellt sowie der Zugang zu Informationen gewährleistet werden. Dazu gehört auch, dass die Schliessungen zahlreicher Medienhäuser zurückgenommen sowie die Sperrungen von Social-Media-Plattformen wieder aufgehoben werden.
Besondere Aufmerksamkeit muss dem Schutz von Kindern und älteren Menschen gelten, die von den Folgen der Katastrophe besonders betroffen und gefährdet sind. Ihr Leben, ihre Sicherheit und ihr Zugang zu Hilfe müssen vorrangig gewährleistet werden.
Am Nachmittag des 24. Juni 2026 erschütterten zwei Erdbeben den Norden Venezuelas mit einer Stärke von jeweils 7,2 und 7,5 auf der Richterskala. Von den Erdbeben waren vor allem dicht besiedelte Bundesstaaten betroffen, darunter La Guaira, Caracas, Carabobo, Falcón, Aragua, Miranda und Yaracuy. Am 29. Juni erklärte der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodriguez, dass mindestens 1.719 Menschen getötet, 5.000 verletzt und 15.000 aus ihren Häusern vertrieben worden seien. Hunderte Wohnblocks und andere Gebäude stürzten ein oder wurden massiv beschädigt. Es wird davon ausgegangen, dass diese Zahlen nicht das gesamte Ausmass der durch die Erdbeben verursachten menschlichen und materiellen Schäden widerspiegeln. Berichten zufolge werden noch immer Tausende vermisst und es treten weiterhin Nachbeben auf.
Am 25. Juni veröffentlichte Amnesty International eine Pressemitteilung, in der die Organisation vor den verheerenden Auswirkungen warnte, die diese Erdbeben auf die Menschen in Venezuela haben dürften – vor dem Hintergrund einer seit einem Jahrzehnt andauernden komplexen humanitären Notlage, einer systematischen Politik der Unterdrückung und, was besonders schwerwiegend ist, eines zusammengebrochenen Gesundheitssystems.
Amnesty International wies zudem darauf hin, dass die Presse-, Meinungs- und Informationsfreiheit in Venezuela seit Jahren massiv eingeschränkt werden. Die venezolanischen Behörden schlossen Dutzende Medienhäuser, sperrten Social-Media-Plattformen wie X und kriminalisierten Journalist*innen und Menschenrechtsverteidiger*innen. Angesichts der aktuellen humanitären Notlage müssen alle ungerechtfertigten Beschränkungen für Medien, soziale Netzwerke und andere Kommunikationskanäle unverzüglich aufgehoben werden. Berichte über anhaltende Zensur und Behinderungen der journalistischen Arbeit unterstreichen die Dringlichkeit dieser Forderung. Ein wirksamer humanitärer Hilfseinsatz setzt den freien Zugang zu Informationen voraus.
Amnesty International erklärte zudem, dass Menschenrechts- und Hilfsorganisationen in Venezuela unter stark eingeschränkten Bedingungen arbeiten. Dies ist auf ein repressives Rechtssystem zurückzuführen, das darauf abzielt, den zivilgesellschaftlichen Raum einzuschränken und gegen jede Form von vermeintlicher Kritik vorzugehen. Um eine wirksame humanitäre Hilfe zu ermöglichen, müssen die Behörden das sogenannte Anti-NGO-Gesetz und andere Regelungen aufheben, die die Arbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen einschränken, kontrollieren und behindern.
Dies ist umso dringlicher, da jenen Gruppen geholfen werden muss, die am stärksten von Diskriminierung und Ausgrenzung bedroht sind, nämlich Kinder und ältere Menschen. Es sind bereits erste Berichte bekannt geworden, wonach Kinder schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen erlitten haben sollen.
Amnesty International beobachtet die Lage im Land weiterhin aufmerksam und steht dabei solidarisch an der Seite der venezolanischen Bevölkerung, den Menschenrechtsverteidiger*innen, den Nichtregierungsorganisationen und all jenen, die von dieser Katastrophe betroffen sind.
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Venezuela: Human rights must guide earthquake response amid devastating crisis (Amnesty International Press release / 25 June 2026)
Details
| UA-Nummer: Erscheinungsdatum | Aktualisiert am: Index: |
UA 066/26 30.06.2026 | - AMR 53/1244/2026 |
| Voraussichtlich mitmachen bis: | 10. August 2026 |
| Ganze Urgent Action (Word): | deutsch english |
| Nur der Modellbrief (Word): | deutsch english español |
Da sich eine Situation ändern kann, prüfen Sie bitte vor dem Versenden, ob die Briefaktion noch aktiv ist.
English version
Protect earthquake victims in Venezuela
Devastating earthquakes hit Venezuela on 24 June 2026, leaving in their wake countless victims, including thousands of people killed, injured, displaced, unhoused, or otherwise affected. Constantly rising official figures are considered to not yet represent the extent of the disaster. Venezuelan authorities must ensure that human rights law and standards guide relief operations. Special measures are needed to protect people in situations of heightened vulnerability, including children and older people. The role of journalists who offer critical information to the public must be protected. We call on the acting president to ensure relief efforts respect humanitarian principles and human rights law.
In the afternoon of 24 June 2026, two earthquakes hit the Northern region of Venezuela, each 7.2 and 7.5 in magnitude. The earthquakes mainly affected densely populated states including La Guaira, Caracas, Carabobo, Falcón, Aragua, Miranda, and Yaracuy. As of 29 June, National Assembly president, Jorge Rodriguez, stated that at least 1,719 people had been killed, 5,000 injured, and 15,000 has been displaced from their homes. Hundreds of apartment blocks and other buildings collapsed or have suffered structural damage. These figures are widely considered to not fully convey the total extent of the human and material damage caused by the earthquakes, with thousands reportedly still missing and as aftershocks continuing to occur.
On 25 June, Amnesty International issued a press release raising the alarm over the devastating impact these earthquakes would likely have on people in Venezuela, coming off a decade-long complex humanitarian emergency and systematic policy of repression, and, critically, a collapsed health system.
In this regard, the organization noted that «access to information, freedom of the press, and freedom of expression have been severely restricted as a result of years of state-sponsored censorship, including the closure of dozens of media outlets, the blocking of social media platforms such as X, and the criminalization of journalists and human rights defenders. In the context of the current humanitarian emergency, the organization stresses the critical importance of immediately lifting all undue restrictions on the press, social media platforms, and essential online communications channels. The potential impact of not doing so could be measured in lives lost and rights irreparably affected». In response to public reports of continued restrictions and censorship of the work journalists on the ground, this call remains critical to an effective and rights-based humanitarian response plan.
Furthermore, Amnesty International stated that «human rights and humanitarian NGOs are currently operating in a hugely restrictive environment as a result of a repressive legal architecture geared towards closing off civic space and targeting any form of perceived dissent. In order to offer an effective relief response plan, the Venezuelan authorities must immediately repeal the so-called Anti-NGO law and all other legal mechanisms that restrict, control and limit the lawful and necessary activities of these civil society organisations».
This call has become all the more urgent in order to assist those groups most vulnerable to discrimination and marginalization namely children and older people. The organization has registered gravely concerning initial reports of children allegedly having potentially suffered grave human rights violations.
Amnesty International is continuously and closely monitoring the situation in the country, in full solidarity with the Venezuelan people, human rights defenders, NGOs, civil society organisations, and all those tragically affected by this disaster.
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Please take action before 10 August 2026.
You'll find all necessary adddress- and social media information above. English model letter as a Word-file.