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Setzen Sie sich für Yin Xu’an ein:
Senden Sie einen Appellbrief per Post.
E-Mail ist bei dieser UA leider nicht möglich.
Tweeten/posten Sie in den sozialen Medien: Die Öffentlichkeit kann so auf den Fall aufmerksam gemacht und der Druck erhöht werden.
| Mitmachen bis 31. Dezember 2026 |
Briefvorlagen
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Portokosten Postversand:
Europa: CHF 1.90
Übrige Länder: CHF 2.50
Schweiz (Kopien Botschaft): A-Post CHF 1.20 / B-Post CHF 1.–
Weltweite Briefzustellung: Der Versand von Briefen ist in fast alle Länder möglich. Trotzdem kann der Zustellservice aus unterschiedlichen Gründen zeitweise eingestellt werden. Wir aktualisieren die Infos soweit möglich. Bitte prüfen Sie vorher bei der Schweizer Post (Verkehrseinschränkungen ›), ob Briefe im Zielland aktuell zugestellt werden.
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E-Mail:
- Signieren: Bitte setzen Sie noch Ihren Namen (oder Ihre Initialen) an das Ende der Nachricht.
- Betreff-Zeile ändern: Wenn viele Mails mit demselben Betreff in kurzer Zeit in einem*r Empfänger*in eintreffen, landen diese dort direkt im Spam! Um dies zu verhindern, empfehlen wir Ihnen, unbedingt den Betreff zu ändern oder leicht anzupassen.
- Sie können die Nachricht gerne anpassen und z.B. den Namen und die Forderungen hervorheben.
- Wenn das Versenden nicht klappt: Ersetzen Sie das Komma (,) zwischen den Mail-Adressen mit einem Semikolon (;) oder nehmen Sie nur eine einzelne Adresse pro Feld.
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Social Media:
Infos, Vorschläge und Adressen finden Sie unter SOCIAL MEDIA GUIDE.
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Weitere Infos sowie Q&As zum Mitmachen bei den Urgent Actions finden Sie hier oder Sie können uns gerne fragen
Teilen Sie die Briefaktion mit Ihren Bekannten
Adressen
Sekretär der Kommission für politische und rechtliche Angelegenheiten:
Secretary Li Wenbo
Secretary of the Political and Legal Affairs Commission
Huangshi Municipal Committee of the Communist Party of China
No. 1 Hangzhou East Road, Xialu District
Huangshi City, Hubei Province
PEOPLE'S REPUBLIC OF CHINA
Zusätzliche wichtige Zielpersonen zum Anschreiben:
Secretary Wang Linhu
Secretary of Political and Legal Affairs Commission
Hubei Provincial Committee of the Communist Party of China
268 Shuiguohu Road, Provincial Committee Compound,
Wuchang District,
Wuhan City, Hubei Province, 430071
PEOPLE'S REPUBLIC OF CHINA
(= Er hat die Befugnis, in einem Fall des Verschwindenlassens einzugreifen.)
Director Xu Ming
Daye Municipal Public Security Bureau
73 Xinye Avenue, Daye City,
Hubei Province, 435100,
PEOPLE'S REPUBLIC OF CHINA
(= Hat die Möglichkeit, den Aufenthaltsort von Yin Xu'an zu ermitteln, sicherzustellen, dass seine Rechte geschützt werden, und dass die Kommunikation mit seiner Familie und seinem Anwalt erleichtert werden.)
Secretary Xu Yuefei
Secretary of the Political and Legal Affairs Commission
Bao'an Town People's Government
No. 1 Sanyuan Road, Bao'an Town
Daye City, Hubei Province, 435100
PEOPLE'S REPUBLIC OF CHINA
(= Mr. Xu Yuefei wurde öffentlich mit der Operation in Verbindung gebracht, bei der Yin Xu'an entführt wurde, und könnte über direkte Informationen zu seinem Aufenthaltsort verfügen.)
Kopien an
Botschaft der Volksrepublik China
Kalcheggweg 10
3006 Bern
Fax: 031 351 45 73
Social Media Guide
Die Zielpersonen verfügen über keine spezifischen Social-Media-Konten, aber das Teilen über soziale Medien kann Druck auf die chinesische Regierung ausüben und das Bewusstsein für die Situation von Yin Xu’an schärfen.
The targets do not have specific social media accounts, but sharing via social media can create pressure on the Chinese government more generally, as well as increased awareness of Yin Xu’an’s situation.
SUGGESTED MESSAGES:
1.
For a full year, the family of Chinese human rights defender Yin Xu'an has not known where he is. Authorities must disclose his location and status, ensure access to his family and lawyers, and end his enforced disappearance. [PLEASE ADD LINK TO UA]
#YinXuan #EnforcedDisappearance #HumanRightsDefenders #China #StandWithHRDs
2.
No one should disappear for defending human rights.
We call on authorities to immediately reveal the fate and whereabouts of Yin Xu'an, ensure his rights are protected, and end his prolonged enforced disappearance.
#YinXuan #HumanRights #China #EndEnforcedDisappearances [PLEASE ADD LINK TO UA]
Please tag:
Chinese Embassy
You can find X/Twitter handles of China embassies at https://twitter.com/MFA_China/following
China's Ministry of Foreign Affairs
On X/Twitter with: @MFA_China
Facebook: CHINA MFA Spokesperson 中国外交部发言人 | Facebook
Instagram: https://www.instagram.com/mfa_china?igsh=d3plNGc4bDZ5OHpl
Hintergrund
Das Verschwindenlassen von Yin Xu’an, einem Menschenrechtsverteidiger aus Daye in der Provinz Hubei, dessen Schicksal und Verbleib seit August 2025 unbekannt sind, gibt Anlass zu grosser Sorge.
Yin Xu’an soll am 11. August 2025 von den Behörden in Gewahrsam genommen worden sein. Zuvor war er nach Peking gereist, um sich aufgrund schwerwiegender gesundheitlicher Probleme dringend medizinisch behandeln zu lassen. Er leidet unter schwerem Bluthochdruck, einer koronaren Herzerkrankung und einer Nierenarterienstenose. Seit seiner Festnahme haben seine Familie und Unterstützer*innen keinerlei Informationen über seinen Verbleib, seinen rechtlichen Status oder seinen Gesundheitszustand erhalten.
Die Dringlichkeit dieses Falls ergibt sich nicht nur aus dem Verschwinden von Yin Xu’an, sondern auch aus der fortdauernden Menschenrechtsverletzung und den erheblichen Sorgen um seinen Gesundheitszustand. Das Verschwindenlassen einer Person gilt so lange als andauernde Menschenrechtsverletzung, bis ihr Schicksal und ihr Verbleib aufgeklärt sind. Solange die Behörden nicht offenlegen, wo Yin Xu’an festgehalten wird, und ihm den Kontakt zu seiner Familie, zu Rechtsbeiständen sowie den Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung verwehren, bleiben seine Rechte auf Leben, Gesundheit, Freiheit und Sicherheit ernsthaft gefährdet.
Angesichts seines dokumentierten Bedarfs an fachärztlicher Behandlung kann jeder weitere Tag ohne Zugang zu medizinischer Versorgung und ohne Kontakt zur Aussenwelt die Gefahr schwerwiegender und möglicherweise dauerhafter gesundheitlicher Schäden erhöhen.
Yin Xu’an ist ein Menschenrechtsverteidiger und Petitionssteller aus Daye in der Provinz Hubei. Seit fast zwanzig Jahren setzt er sich dafür ein, dass Menschenrechtsverletzungen wie Fehlurteile, willkürliche Inhaftierungen, rechtswidrige Zwangsräumungen und Landenteignungen geahndet werden. Ausserdem engagiert er sich für rechtliche Reformen sowie dafür, dass China internationale Menschenrechtsverträge ratifiziert und umsetzt, darunter den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte.
Aufgrund seines friedlichen Engagements ist Yin Xu’an seit Jahren Schikanen und Repressalien seitens der Behörden ausgesetzt. Er wurde bereits mehrfach im Zusammenhang mit seiner Menschenrechtsarbeit und seinen Petitionen an die Behörden inhaftiert. 2017 wurde er wegen des Vorwurfs «Provokation von Streit und Sabotage der gesellschaftlichen Ordnung» (寻衅滋事) zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. 2021 wurde er wegen des gleichen Vorwurfs erneut zu einer Haftstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt. «Provokation von Streit und Sabotage der gesellschaftlichen Ordnung» ist ein vage definierter Straftatbestand, der von den chinesischen Behörden häufig herangezogen wird, um die friedliche Ausübung von Menschenrechten, darunter auch des Rechts auf freie Meinungsäusserung, unter Strafe zu stellen.
Aufgrund jahrelanger Schikanen, Festnahmen und Inhaftierungen soll Yin Xu’an mehrere schwerwiegende Gesundheitsprobleme entwickelt haben, unter denen er immer noch leidet, darunter schwerer Bluthochdruck und eine koronare Herzerkrankung. Nach vorliegenden Informationen waren die örtlichen Krankenhäuser in der Provinz Hubei nicht in der Lage, die von ihm benötigte fachärztliche Behandlung bereitzustellen, und überwiesen ihn zur weiteren Abklärung und Behandlung an das Fuwai-Krankenhaus in Peking. Trotz der Schwere seines Zustands wurde Yin Xu’an Berichten zufolge wiederholt daran gehindert, zur medizinischen Versorgung nach Peking zu reisen. Seine Anträge auf eine Behandlung in Peking sollen von verschiedenen Behörden abgelehnt worden sein, darunter von Angehörigen der Einheit für innere Sicherheit in Daye und lokaler Regierungsbehörden.
Am 28. Juli 2025 ist Yin Xu’an Berichten zufolge mit einer Überweisung eines Krankenhauses in der Provinz Hubei zur Behandlung ins Fuwai-Krankenhaus nach Peking gereist. Bei seiner Ankunft am Pekinger Westbahnhof soll er jedoch aufgehalten und von Angehörigen des Büros für öffentliche Sicherheit von Daye gewaltsam in seine Wohnung im Stadtteil Bao’an der Stadt Daye zurückgebracht worden sein.
Da sich sein Gesundheitszustand weiter verschlechterte, reiste Yin Xu’an am 10. August 2025 erneut nach Peking und wohnte vorübergehend bei einem Freund, wo er sich auf einen Arzttermin am folgenden Tag vorbereitete. Am 11. August 2025 wurde er Berichten zufolge von Sicherheitskräften unter der Leitung von Xu Yuefei, dem Sekretär der Kommission für politische und rechtliche Angelegenheiten der Gemeinde Bao’an, aufgespürt und abgeführt. Seitdem fehlt jede Spur von ihm.
Yin Xu’an benötigt nachweislich fachärztliche Behandlung. Da seit August 2025 keine Informationen über seinen Gesundheitszustand bekannt geworden sind, bestehen ernsthafte Sorgen um seine Gesundheit und sein Wohlergehen. Diese werden zusätzlich dadurch verstärkt, dass die Behörden seinen Zugang zu medizinischer Versorgung bereits in der Vergangenheit eingeschränkt haben. Es besteht daher die Gefahr, dass ihm während seiner Haft ohne Kontakt zur Aussenwelt eine angemessene und rechtzeitige medizinische Behandlung weiterhin verwehrt wird.
Der Fall von Xu’an spiegelt ein allgemeines Muster an Repressionen gegen Menschenrechtsverteidiger*innen in China wider. Amnesty International hat den anhaltenden Einsatz willkürlicher Inhaftierungen, des Verschwindenlassens, langer Haft ohne Kontakt zur Aussenwelt, Einschränkungen beim Zugang zu Rechtsbeiständen sowie die Kriminalisierung friedlicher Menschenrechtsaktivitäten durch Straftatbestände wie „Provokation von Streit und Sabotage der gesellschaftlichen Ordnung“ dokumentiert.
Verschwindenlassen ist völkerrechtlich verboten und als eigenständiges Verbrechen anerkannt. Unter bestimmten Umständen, insbesondere wenn es weitverbreitet oder systematisch begangen wird, kann es ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen. Es handelt sich um eine komplexe und andauernde Menschenrechtsverletzung, die mehrere miteinander verknüpfte Elemente umfasst: den Freiheitsentzug durch staatliche Stellen oder mit deren Zustimmung, Unterstützung oder Duldung sowie die anschliessende Weigerung, diesen Freiheitsentzug anzuerkennen oder Informationen über das Schicksal oder den Verbleib der betroffenen Person offenzulegen. Dadurch wird die betroffene Person dem Schutz des Gesetzes entzogen.
Verschwindenlassen kann eine Reihe grundlegender Rechte verletzen, darunter das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit, das Recht auf Schutz vor Folter und anderer Misshandlung, das Recht aller inhaftierten Personen auf menschenwürdige Behandlung sowie das Recht auf Anerkennung als Rechtsperson. Als Opfer gelten nicht nur die unmittelbar verschwundene Person, sondern alle Menschen, die als direkte Folge des Verschwindenlassens Schaden erlitten haben. Dazu können auch die Familienangehörigen der verschwundenen Person gehören. Wird Angehörigen dauerhaft jede Auskunft über das Schicksal und den Aufenthaltsort einer verschwundenen Person verweigert, kann dies ihr Leid erheblich verstärken und unter Umständen einer grausamen oder unmenschlichen Behandlung gleichkommen.
Details
| UA-Nummer: Erscheinungsdatum | Aktualisiert am: Index: |
UA 080/26 30.07.2026 | - ASA 17/1339/2026 |
| Voraussichtlich mitmachen bis: | 31. Dezember 2026 |
| Ganze Urgent Action (Word): | deutsch english |
| Nur der Modellbrief (Word): | deutsch english |
Da sich eine Situation ändern kann, prüfen Sie bitte vor dem Versenden, ob die Briefaktion noch aktiv ist.
English version
Human rights defender disappeared while seeking urgent medical care
Human rights defender Yin Xu’an was reportedly taken away by authorities on August 2025, after travelling to Beijing to seek urgently needed medical treatment. Since then, his fate and whereabouts remain unknown despite repeated efforts by his family and supporters. Given his health condition and the authorities’ previous interference with his access to medical care, there are grave concerns for his wellbeing. Amnesty International calls on the authorities to immediately disclose his whereabouts, ensure he has access to his family and lawyers of his choosing, and adequate medical care, and release him if he is being detained solely for the peaceful exercise of his human rights.
Yin Xu’an is a long-time human rights defender and petitioner from Daye City, Hubei Province. For nearly two decades, he has sought accountability for alleged human rights violations, including wrongful convictions, arbitrary detention, forced evictions and land expropriation. He has also advocated for legal reforms and for China to ratify and implement international human rights treaties, including the International Covenant on Civil and Political Rights.
As a result of his peaceful activism, Yin Xu’an has faced years of harassment and reprisals by the authorities. He has previously been imprisoned on multiple occasions in connection with his human rights work and activities petitioning authorities. In 2017, he was sentenced to three and a half years’ imprisonment for «picking quarrels and provoking trouble» (寻衅滋事). In 2021, he was again sentenced to four and a half years’ imprisonment on the same charge. «Picking quarrels and provoking trouble» is a vaguely defined offence frequently used by the Chinese authorities to criminalize the peaceful exercise of human rights, including freedom of expression.
Due to years of harassment, detention and imprisonment, Yin Xu’an reportedly developed and continued to suffer from several serious health conditions, including severe hypertension and coronary heart disease. According to available information, local hospitals in Hubei Province were unable to provide the specialist treatment he required and referred him to Fuwai Hospital in Beijing for further assessment and treatment. Despite the seriousness of his condition, Yin was reportedly repeatedly prevented from travelling to Beijing for medical care. His requests to seek treatment in Beijing were allegedly denied by officials, including members of the Daye Domestic Security Protection Unit and local government authorities.
On 28 July 2025, Yin Xu’an reportedly travelled to Beijing carrying a referral issued by a hospital in Hubei Province for treatment at Fuwai Hospital. However, upon arriving at Beijing West Railway Station, he was allegedly intercepted by officials and forcibly returned by personnel from the Daye Public Security Bureau to his home in Bao’an Town, Daye City.
As his condition continued to deteriorate, Yin travelled to Beijing again on 10 August 2025 and temporarily stayed with a friend while preparing to attend a medical appointment the following day. On 11 August 2025, officials reportedly led by Xu Yuefei, Secretary of the Political and Legal Affairs Commission of Bao’an Town, located and took him away. Since then, his family and supporters have been unable to obtain any information regarding his whereabouts, legal status or physical condition.
Given Yin Xu’an’s documented need for specialist medical treatment and the complete lack of information about his condition since August 2025, there are grave concerns for his health and wellbeing. The authorities’ previous interference with his access to medical care further heightens concerns that he may be denied adequate and timely treatment while being held incommunicado.
Yin Xu’an’s case reflects a broader pattern of retaliation against human rights defenders in China for carrying out their work. Amnesty International has documented the continued use of arbitrary detention, enforced disappearance, prolonged incommunicado detention, restrictions on access to lawyers, and the criminalization of peaceful human rights activism through offences such as «picking quarrels and provoking trouble».
Enforced disappearance is a crime under international law and a multiple and continuous violation of human rights. It is an autonomous crime with multiple and interconnected elements that might constitute violations of several rights, including the right to life, liberty and security, the right not to be subjected to torture or other ill-treatment, the right of all persons deprived from liberty to be treated with humanity and respect for the inherent dignity of the human person, and the right to legal personality. Any individual who has suffered harm as the direct result of an enforced disappearance is a victim of an enforced disappearance. This includes the families of disappeared persons. The denial of the right to know the truth about the whereabouts of a person forcibly disappeared results in turn in a form of cruel and inhuman treatment for the immediate family.
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Please take action before 31 December 2026.
You'll find all necessary adddress- and social media information above. English model letter as a Word-file.