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Setzen Sie sich für Imaan Mazari und Hadi Ali Chattha ein: Senden Sie einen Appellbrief per Post, E-Mail oder X/Twitter und tweeten/posten Sie in den sozialen Medien.
| Mitmachen bis 29. Juli 2026 |
Briefvorlagen
Portokosten Postversand:
Europa: CHF 1.90
Übrige Länder: CHF 2.50
Schweiz (für Kopien an die Botschaft): A-Post CHF 1.20 / B-Post CHF 1.–
Weltweite Briefzustellung: Der Versand von Briefen ist in fast alle Länder möglich. Trotzdem kann der Zustellservice aus unterschiedlichen Gründen zeitweise eingestellt werden. Wir aktualisieren die Infos soweit möglich. Bitte prüfen Sie vorher bei der Schweizer Post, ob Briefe im Zielland aktuell zugestellt werden: Verkehrseinschränkungen ›
Social Media: Infos, Vorschläge und Adressen finden Sie unter SOCIAL MEDIA GUIDE
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Adressen
Premierminister:
Prime Minister Shehbaz Sharif
Prime Minister’s Office
Constitution Avenue
G-5/2 Islamabad
Pakistan
E-Mail: info@pmo.gov.pk
Twitter/X:
- Personal account: @CMShehbaz Official
- Account of PM office: @ThePMOPAK
- Account of PM’s spokesperson for foreign media: @mosharrafzaidi
Kopien an
President of Pakistan
Asif Ali Zardari Aiwan-e-Sadr
Constitution Avenue
G-5/2 Islamabad
Pakistan
E-Mail: dg_coord2@president.gov.pk ; presswing@president.gov.pk
Twitter/X:
- @PresOfPakistan
- @AAliZardari
Botschaft von Pakistan
Bernastrasse 47
3005 Bern
Fax: 031 350 17 99
E-Mail: parepbern@gmail.com
Social Media Guide
Targets:
Prime Minister Shehbaz Sharif:
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Facebook: https://www.facebook.com/ShehbazSharif/
Instagram: https://www.instagram.com/shehbazsharif/
Prime Minister Office:
Twitter/X: @ThePMOPAK
Prime Minister spokesperson:
Twitter/X: @mosharrafzaidi
President:
Twitter/X:
@PresOfPakistan
@AAliZardari
-
X accounts of Imaan and Hadi:
Imaan Mazri: @ImaanZHazir
Hadi Ali Chattha: @AdvHadiali
→ Please make sure to tag the targets in your posts, share, or retweet.
Hashtag:
#ReleaseImaanAndHadi
Suggested messages
1:
Imaan Mazari and Hadi Ali Chattha have been given a ten-year prison sentence under the draconian Prevention of Electronic Crimes Act for merely posting on social media. @CMShehbaz must end this injustice and ensure their immediate release. #ReleaseImaanAndHadi
2:
Imaan Mazari and Hadi Ali Chattha have been targeted merely for their human rights advocacy and work as lawyers. Their imprisonment is politically motivated and a result of trial lacking fair trial safeguards. They must be released immediately.
3:
Imaan and Hadi’s ten-year prison sentence not only violates their right to liberty and freedom of expression, it impacts the right of all the victims of disappearances, arbitrary detention and blasphemy allegations they were representing pro bono. This injustice must end!
Hintergrund
Am 23. Januar wurden die beiden Anwält*innen auf dem Weg zum Gericht festgenommen, wo sie im Zusammenhang mit einem gegen sie angestrengten Verfahren erscheinen sollten. Sie wurden festgenommen, obwohl sie am 21. Januar gegen Kaution freigelassen worden waren. Augenzeug*innen berichteten von unnötiger Gewaltanwendung durch die Strafverfolgungsbehörden bei der Festnahme. Sie wurden im Adiala-Gefängnis in Rawalpindi nahe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad inhaftiert und sind dort bis heute.
Am 24. Januar verurteilte ein Bezirksgericht in Islamabad Imaan Mazari und Hadi Ali Chattha zu jeweils zehn Jahren Gefängnis. Das Gericht bezog sich dabei auf Paragraf 9 (Verherrlichung einer Straftat), Paragraf 10 (Cyberterrorismus) und Paragraf 26-A (falsche oder gefälschte Informationen) des Gesetzes zur Verhinderung digitaler Straftaten (Prevention of Electronic Crimes Act – PECA), um die Beiträge der beiden Anwält*innen auf X zu kriminalisieren, in denen sie ihre Solidarität mit belutschischen und paschtunischen Aktivist*innen zum Ausdruck brachten und die Politik des pakistanischen Militärs kritisierten. Hadi Ali Chattha wurde beschuldigt, die Beiträge von Imaan Mazari weiterverbreitet zu haben. Imaan Mazari und Hadi Ali Chattha werden einzig und allein wegen ihres Einsatzes für die Menschenrechte in Pakistan strafrechtlich verfolgt.
Das Verfahren gegen die beiden Anwält*innen wurde in ungewöhnlicher Eile geführt, und es wurde ihnen konsequent das Recht verweigert, Zeug*innen ins Kreuzverhör zu nehmen und ihre Aussagen zu widerlegen. Zudem wurde ihre Verurteilung bekannt gegeben, während noch ein Versetzungsantrag gegen den Vorsitzenden Richter anhängig war, den Imaan Mazari und Hadi Ali Chattha der Befangenheit beschuldigt hatten.
Imaan Mazari und Hadi Ali Chattha sind bekannte Anwält*innen, die sich für die Rechte zahlloser Menschen eingesetzt haben und allein wegen ihres Einsatzes für die Menschenrechte in Pakistan zur Zielscheibe werden. Ihre Inhaftierung hat Auswirkungen auf viele dieser Menschen, die das Recht haben, von ihren Anwält*innen vertreten zu werden. Die Anwendung von Gesetzen wie dem Gesetz zur Verhinderung digitaler Straftaten PECA, um friedliche Andersdenkende zum Schweigen zu bringen und zu kriminalisieren, ist äusserst besorgniserregend und stellt einen klaren Verstoss gegen die Verpflichtungen Pakistans im Rahmen der internationalen Menschenrechtsnormen dar.
Imaan Mazari und Hadi Ali Chattha wurden in den letzten Jahren mehrfach wegen ihrer Menschenrechtsarbeit willkürlich festgenommen und strafrechtlich verfolgt. Imaan Mazari wurde nach ihrer Rede auf einer Kundgebung der paschtunischen Tahafuz-Bewegung (PTM) im August 2023 unter dem Vorwurf des Terrorismus festgenommen. Eine Woche später kam sie gegen Kaution frei. Im Oktober 2024 wurden Imaan Mazari und Hadi Ali Chattha unter dem Vorwurf des Terrorismus festgenommen, weil sie Polizeibarrikaden entfernt hatten, die im Zusammenhang mit dem Besuch eines internationalen Kricket-Teams in Islamabad errichtet worden waren. Sie wurden einige Tage später freigelassen. Nachdem im August 2025 ein Verfahren gegen sie wegen sogenannter «staatsfeindlicher» Tweets nach dem PECA eingeleitet worden war, wurden Haftbefehle erlassen. Beiden Anwält*innen wurde schon vor Inhaftnahme Kaution gewährt, doch Hadi Ali Chattha wurde am 29. Oktober 2025 dennoch kurzzeitig festgenommen. Am 15. Januar 2026 hob das Gericht die Freilassung auf Kaution von Imaan Mazari und Hadi Ali Chattha auf, nachdem Imaan Mazari ihr Fernbleiben wegen Krankheit beantragt hatte. Am 16. Januar ordnete das Gericht ihre Festnahme innerhalb von 24 Stunden an. Am 19. Januar wurden sie auf Kaution vorläufig freigelassen; allerdings wurden in einem bis dahin unbekannten First Information Report vom Juli 2025 im Zusammenhang mit einer Protestaktion der Menschenrechts-organisation Baloch Yakjehti Committee (BYC) in Islamabad weitere Anschuldigungen gegen sie erhoben. Am 21. Januar wurde ihnen vor Inhaftnahme Kaution gewährt. Sie wurden jedoch am 23. Januar auf dem Weg zum Gericht festgenommen. Anlass war ein Strafverfahren anlässlich einer Protestaktion von Anwält*innen im September 2025. Unmittelbar vor ihrer Verurteilung am 24. Januar teilte Imaan Mazari dem Gericht per Videoschaltung mit, dass ihr im Gefängnis Nahrung und Wasser verweigert würden und sie die Gerichtsverhandlung wegen der Misshandlungen in der Haft boykottiere. Beide wurden wegen «Verherrlichung einer Straftat» zu fünf Jahren, wegen «Cyberterrorismus» zu zehn Jahren und wegen Verbreitung «gefälschter und falscher Informationen» zu zwei Jahren Haft verurteilt.
Imaan Mazari ist eine 32-jährige Menschenrechtsanwältin aus Islamabad und Hadi Ali Chattha ist ein 33-jähriger Menschenrechtsanwalt aus Multan. Imaan Mazari und Hadi Ali Chattha heirateten im Jahr 2023. Imaan Mazari und Hadi Ali Chattha vertreten seit Jahren Opfer staatlicher Repression, insbesondere Journalist*innen, die unter den pakistanischen Gesetzen zur Bekämpfung des Terrorismus und der Internetkriminalität verfolgt werden; Menschen, die unter den Blasphemiegesetzen angeklagt sind, und Opfer des Verschwindenlassens. Im Juni 2025 wurde Imaan Mazari mit dem Young Inspiration Preis 2025 des World Expression Forum ausgezeichnet.
Die pakistanischen Behörden unterdrücken das Recht auf freie Meinungsäusserung mit aller Härte. Seit der Verabschiedung des Gesetzes zur Verhinderung digitaler Kriminalität im Jahr 2016 wurden zahlreiche Journalist*innen, Menschenrechtler*innen sowie Mitglieder und Anhänger*innen von Oppositionsparteien festgenommen und auf der Grundlage dieses Gesetzes schikaniert. Im Januar 2025 wurde das Gesetz reformiert, um die Meinungsäusserung im Internet weiter einzuschränken und Abschnitt 26-A hinzuzufügen, der eine Höchststrafe von drei Jahren Gefängnis für «gefälschte oder falsche Informationen» vorsieht. In den letzten Monaten dokumentiert Amnesty International auch ein System der Überwachung und Zensur in Pakistan, das gegen Journalist*innen und Menschenrechtsanwält*innen eingesetzt wird. Internetabschaltungen und -verlangsamungen werden immer häufiger genutzt, um Proteste und den Informationsfluss zu unterbinden. Aktivist*innen, insbesondere solche, die den Belutsch*innen und Paschtun*innen angehören, wurden durch Antiterrorgesetze ins Visier genommen und Opfer des Verschwindenlassens.
Details
| UA-Nummer: Erscheinungsdatum: Index: |
UA 004/26 02.02.2026 ASA 33/0660/2026 |
| Voraussichtlich mitmachen bis: | 29. Juli 2026 |
| Ganze Urgent Action (Word): | deutsch english |
| Nur der Modellbrief (Word): | deutsch english |
Da sich eine Situation ändern kann, prüfen Sie bitte vor dem Versenden, ob die Briefaktion noch aktiv ist.
English version
Human rights lawyers imprisoned
On 24 January, human rights lawyers Imaan Mazari and Hadi Ali Chattha were given ten-year prison sentences on «cyber terrorism» and «false information» charges for their posts on the social media platform, X, for expressing solidarity with Baloch and Pashtun activists and criticizing the Pakistan military. They were arrested on 23 January and remain imprisoned in Adila Jail, Rawalpindi. Imaan Mazari and Hadi Ali Chattha are prominent lawyers who have defended the rights of countless people and are being targeted solely for their advocacy and work defending human rights in Pakistan.
Imaan Mazari and Hadi Ali Chattha have been subjected to arbitrary detention and criminal charges several times for their human rights work in recent years. Imaan was arrested under charges of terrorism after her speech at a Pashtun Tahafuz Movement (PTM) rally in August 2023. She was released on bail a week later. In October 2024, Imaan and Hadi were arrested under terrorism charges for removing police barricades set up in relation to an international cricket team’s visit in Islamabad. They were released days later. After a case was filed against them in August 2025 under PECA for so-called «anti-state» tweets, arrest warrants were issued. Both lawyers were granted pre-arrest bail, however, Hadi was briefly arrested on 29 October 2025 in relation to the case. On 15 January 2026, the court cancelled Imaan and Hadi’s bail after Imaan filed an application excusing non-appearance on account of illness. On 16 January, the court ordered their arrest within 24 hours. They were granted temporary bail on 19 January; however, additional charges were brought against them through a previously unknown First Information Report dated July 2025 relating to a protest by the Baloch Yakjehti Committee (BYC) in Islamabad. They secured pre-arrest bail on 21 January. However, they were arrested on their way to court on 23 January for a case relating to a lawyers protest in September 2025. Immediately before their sentencing on 24 January, Imaan informed the court via video link that she was being denied food and water in jail and boycotted court proceedings on account of mistreatment under detention. They were sentenced to five years for «glorification of an offence», ten years for «cyberterrorism», two years for spreading «fake and false information» under PECA.
Imaan Mazari is a 32-year-old human rights lawyer from Islamabad and Hadi Ali Chattha is a 33-year-old human rights lawyer from Multan. Both Imaan and Hadi got married in 2023. Imaan and Hadi have been representing victims of state oppression for years, particularly representing journalists targeted under Pakistan’s anti-terrorism and cybercrime laws, victims accused under the blasphemy laws and victims of enforced disappearances. In June 2025, Imaan was awarded the World Expression Forum’s Young Inspiration Award 2025.
Pakistani authorities have carried out a wider crackdown on freedom of expression. Since the passage of the Prevention of Electronic Crime Act in 2016, scores of journalists, human rights defenders and members and supporters of opposition parties have been detained and harassed under the law. In January 2025, the Act was amended to further restrict online speech and add section 26-A which allows for a maximum three-year prison sentence for «fake or false information». In recent months, Amnesty International has also documented a system of surveillance and censorship in Pakistan, used to target journalists and human rights lawyers. Use of internet shutdowns and slowdowns are being deployed with increased frequency to curb protests and the flow of information. Activists, particularly those belonging to Baloch and Pashtun ethnic identities, have been targeted through anti-terrorism laws and subjected to enforced disappearances.
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Please take action before 29 July 2026.
You'll find all necessary adddress- and social media information above. English model letter as a word-file