News
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Unternehmensverantwortung Modemarken profitieren von Ausbeutung in Kleiderfabriken in Südasien
Neue Recherchen von Amnesty International zeigen: Grosse Modemarken machen Gewinne auf dem Rücken unterbezahlter, entrechteter und zumeist weiblicher Arbeitskräfte in Bangladesch, Indien, Pakistan und Sri Lanka. -

Good News Tunesien Freilassung des Schweiz-Tunesiers Mustapha Djemali
Am Abend des 24. November wurden die Menschenrechtsverteidiger Mustapha Djemali und Abderrazek Krimi nach rund 20 Monaten Haft freigelassen. Beide waren vom Gericht erster Instanz in Tunis zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden, doch aufgrund der bereits verbüssten Untersuchungshaft setzte das Gericht den Rest der Strafe aus. Drei weitere Mitarbeitende des Tunesischen Flüchtlingsrats (CTR) wurden freigesprochen. -

Offener Brief Gaza: Der Bundesrat soll endlich handeln
Trotz des Waffenstillstands zwischen Israel und der Hamas, der nur teilweise eingehalten wird, ist die humanitäre Lage in Gaza weiterhin katastrophal. Zehn Schweizer Organisationen, Bewegungen und Parteien rufen den Bundesrat in einem offenen Brief auf, endlich zu handeln. Die Schweiz versagt darin, die Ursachen der Ungerechtigkeit zu bekämpfen und den Genozid in Gaza zu stoppen. -

Sudan Überlebende berichten von gezielten Tötungen und sexualisierter Gewalt durch RSF
Überlebende schildern Amnesty International grausame Verbrechen der Rapid Support Forces (RSF) nach der Einnahme von El Fasher in Nord-Darfur: Sie berichten von gezielten Tötungen unbewaffneter Männer, Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen sowie Geiselnahmen. -

AMNESTY-Magazin Dezember 2025 - Zivilgesellschaft Eigendynamik im Netz
Wer heutzutage für eine Sache mobilisiert, kann die sozialen Medien kaum mehr auslassen. Die Zahl der Follower*innen kann dann aber unvorhergesehene Dimensionen erreichen. -

AMNESTY-Magazin Dezember 2025 – Zivilgesellschaft Krieger*innen für sauberes Wasser
Jede Woche steigt in Alexandra, der ältesten Township Südafrikas, eine Gruppe von Freiwilligen in den vermüllten Fluss Juskei, um Abfall zu entfernen. Eine dreckige Sisyphusarbeit, die weit über die Grenzen der Township Aufmerksamkeit erregt hat. -

AMNESTY-Magazin Dezember 2025 – Brennpunkt Sand ins Getriebe streuen
Lisa Salza warnt vor den Gefahren autokratischer Entwicklungen - und zeigt auf, warum unser Aktivismus so wichtig ist. -

Tunesien Repression gegen Menschenrechtsorganisationen erreicht kritisches Ausmass
Die tunesischen Behörden gehen vehement gegen Menschenrechtsverteidigerinnen und unabhängige Nichtregierungsorganisationen (NGOs) vor. Unter dem Vorwand, «verdächtige» ausländische Finanzierungen zu bekämpfen und «nationale Interessen» zu schützen, kommt es zu willkürlichen Verhaftungen, Inhaftierungen und gerichtlich angeordneten Suspendierungen. NGOs werden kriminalisiert und ihre Arbeit verunmöglicht. -

Saudi-Arabien Jahrzehnt der Ausbeutung beim Bau der Metro in Riad
Arbeitsmigranten, die am Bau der U-Bahn in Riad beteiligt waren, wurden über ein Jahrzehnt hinweg massiv ausgebeutet. Ein neuer Amnesty-Bericht dokumentiert illegale Vermittlungsgebühren, extrem lange Arbeitszeiten, gefährliche Hitze und diskriminierende Niedriglöhne. -

Schweiz Zürich verletzte mit pauschalem Demonstrationsverbot die Versammlungsfreiheit
Die Stadt Zürich verweigerte im Oktober 2023 die Bewilligung für die Friedensmahnwache «Stopp Gewalt in Israel und Palästina» und berief sich dabei auf ein pauschales Demonstrationsverbot zum Nahost-Konflikt. Sie handelte damit unverhältnismässig und verletzte die Meinungs- und Versammlungsfreiheit, hält das Statthalteramt in einem Entscheid vom 2. Oktober fest, der diese Woche rechtskräftig wurde. Amnesty International begrüsst die Klarstellung als wichtiges Signal für den Schutz des Rechts auf Protest auch in Krisenzeiten. -

USA Gesichtserkennung: Amnesty International und S.T.O.P. enthüllen rechtswidrige Überwachung durch New Yorker Polizei
Tausende Akten belegen die rechtswidrige Überwachung von Protestierenden und People of Colour in New York. Nach einem fünfjährigen Rechtsstreit erhielten Amnesty International und die Bürgerrechtsorganisation S.T.O.P. über 2700 Dokumente, die den systematischen Einsatz von Gesichtserkennungstechnologie aufdecken – ein klarer Verstoss gegen Menschenrechte. -

COP30 Weltklimagipfel in Brasilien Fossile Industrie gefährdet 2 Milliarden Menschen und kritische Ökosysteme
Die fossile Industrie bedroht Gesundheit und Lebensgrundlagen von mindestens zwei Milliarden Menschen – rund ein Viertel der Weltbevölkerung. Das zeigt eine umfangreiche Recherche von Amnesty International und dem Better Planet Laboratory (BPL). Das Ausmass und die Schäden, die durch die fossile Infrastruktur hervorgerufen werden, werden in dem Bericht erstmals umfassend kartografiert und dokumentiert. -

Schweiz Nemo versteigert ESC-Outfit und spendet Erlös an Queeramnesty
Nemo hat das Bühnenoutfit vom Eurovision Song Contest in Basel anlässlich des heutigen Secondhand Day versteigert und den Erlös von 3514 Franken an Queeramnesty gespendet. Die Spende kommt in einer Zeit wachsender Herausforderungen für queere Menschen und ermöglicht Queeramnesty, die Unterstützung für geflüchtete LGBTIQ+-Personen zu verstärken. -

Tunesien Schwere Menschenrechtsverletzungen gegen Geflüchtete und Migrant*innen
Die tunesischen Behörden haben in den letzten drei Jahren den Schutz für Geflüchtete und Migrant*innen – insbesondere für Schwarze Menschen – systematisch abgebaut. Rassistische Polizeigewalt und massive Menschenrechtsverletzungen sind an der Tagesordnung. Wenn die Europäische Union ihre Zusammenarbeit mit Tunesien bei der Migrationskontrolle ohne verbindliche Menschenrechtsgarantien fortsetzt, macht sie sich mitschuldig an diesen Übergriffen. -

Europa Recht auf Schwangerschaftsabbruch ist zunehmend unter Druck
Amnesty International weist auf den zunehmenden Druck hin, der in Europa auf das Recht auf Schwangerschaftsabbruch ausgeübt wird. Ein neuer Bericht mit dem Titel «Wenn Rechte nicht für alle gelten: Der Kampf für den Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen in Europa» macht deutlich, dass mühsam errungene Fortschritte gefährdet sind. Amnesty fordert die europäischen Regierungen auf, sich aktiv für einen gleichberechtigten und uneingeschränkten Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen einzusetzen. -

Sudan Zivilbevölkerung muss angesichts zunehmender Angriffe der RSF geschützt werden
Angesichts von Berichten über die Eskalation von Angriffen der Miliz Rapid Support Forces (RSF) in der Region Kordofan im Sudan fordert Amnesty International den Schutz der Zivilbevölkerung in der Region. Zudem müssen alle Staaten – insbesondere die Vereinigten Arabischen Emirate – ihre Waffenlieferungen an die RSF einstellen. -

Schweiz / Schengen Diskriminierung von Menschenrechtsverteidiger*innen bei der Vergabe von Schengen-Visa
Menschenrechtsverteidiger*innen aus Afrika, Asien oder Lateinamerika werden bei der Vergabe von Visa für den Schengen-Raum diskriminiert. Vielen wird der Zugang zu wichtigen internationalen Foren, namentlich in Genf verwehrt. Die restriktive Visa-Vergabe steht im Widerspruch zu den Rechten und Werten, die die Schengen-Staaten zu verteidigen vorgeben, kritisiert Amnesty International in einem heute veröffentlichten neuen Bericht. -

Amnesty Schweiz fordert Freilassung und ruft zur Unterstützung auf Prozess gegen Menschenrechtsverteidiger in Tunesien
Am 16. Oktober 2025 beginnt in Tunis ein beispielloser Prozess gegen die tunesische Zivilgesellschaft. Zwei Menschenrechtsverteidiger – Mustapha Djemali, ein schweizerisch-tunesischer Doppelbürger und Gründer der NGO Conseil Tunisien pour les Réfugiés (CTR), sowie Abderrazek Krimi, Projektleiter bei CTR – stehen gemeinsam mit weiteren Mitarbeitenden vor Gericht. Djemali und Krimi befinden sich seit Mai 2024 in willkürlicher Haft. -

Schweiz Amnesty verurteilt Polizeieinsatz gegen Demonstrant*innen in Genf
Amnesty Schweiz verurteilt das Vorgehen der Polizei bei einer spontanen friedlichen Demonstration vom 2. Oktober in Genf. Laut mehr als fünfzig Zeugenaussagen hat die Polizei rechtswidrig und unnötig Gewalt angewendet – darunter der unbegründete Einsatz von Schlagstöcken, Tränengas, Gummigeschossen und Blockaden, ohne Kommunikation oder hörbare Warnung. Dieser Polizeieinsatz gefährdete sowohl die Demonstrant*innen also auch unbeteiligte Passant*innen. Das völkerrechtswidrige Vorgehen diente offenbar nicht in erster Linie der Wahrung der öffentlichen Sicherheit, sondern der Bestrafung der Demonstrierenden. -

Israel/besetztes palästinensisches Gebiet Der Waffenstillstand muss ein Weg hin zum Ende von Israels Besatzung, Apartheid und Genozid sein
Das am 9. Oktober 2025 geschlossene Abkommen zwischen Israel und der Hamas lässt auf eine Lösung des Konflikts hoffen. Es muss jedoch auch tiefgreifendere Veränderungen nach sich ziehen, um ein längerfristiges Zusammenleben zu ermöglichen, wie die Generalsekretärin von Amnesty International, Agnès Callamard, festhält.
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