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Griechenland Brutale Gewalt und schwere Menschenrechts-Verletzungen an der griechisch-türkischen Grenze
Die griechischen Grenzschutzbehörden sind mit massiver Gewalt und unter schwerer Missachtung des Völkerrechts gegen Menschen auf der Flucht und Migrantinnen und Migranten vorgegangen. Recherchen von Amnesty International belegen erstmals zwei Todesopfer während der gewaltsamen Vorfälle an der griechisch-türkischen Grenze Ende Februar/Anfang März. Hunderten von Menschen, die über das Meer auf griechische Inseln flohen, wurde das Recht, Asyl zu ersuchen, verwehrt. Tausende weitere sind in den überfüllten Camps durch die Covid-19-Pandemie akut bedroht. -

Coronavirus Digitale Überwachung zur Bekämpfung von Covid-19 darf Menschenrechte nicht untergraben
Regierungen in der ganzen Welt setzen auf digitale Überwachungstechnologie, um die Verbreitung des Coronavirus zu bekämpfen. Damit dabei Menschenrechte nicht untergraben werden, darf der Einsatz nur unter strengen Regeln erfolgen. In einer gemeinsamen Erklärung haben mehr als 100 NGO die Bedingungen festgelegt, die vor dem Einsatz von Überwachungstechnologie zur Bekämpfung einer Pandemie erfüllt sein müssen. -

Covid-19-Pandemie Trotz Corona: Europa muss die Menschenrechte schützen
Amnesty International hat Empfehlungen für die europäischen Staaten im Umgang mit der Lungenkrankheit Covid-19 veröffentlicht. Die Länder Europas müssen sicherstellen, dass ihre Massnahmen mit internationalen und regionalen Menschenrechtsabkommen im Einklang sind. -

Coronavirus Asylverfahren sistieren, Pandemievorsorge in Asylzentren verstärken
Amnesty begrüsst die Entscheidung des Bundesrats, aufgrund der Coronakrise die Unterbringungskapazitäten zu verdoppeln, zusätzliche Gebäude zur Verfügung zu stellen und die Kantone bei der Verteilung der Asylsuchenden zu entlasten. Gleichzeitig bedauert die Organisation, dass die Asyl- und Wegweisungsverfahren weiterhin durchgeführt werden. Amnesty hält an ihrer Forderung nach einem Moratorium von Befragungen und von Wegweisungsentscheiden fest. Zudem muss die Pandemievorsorge in vielen Asylzentren dringend verbessert werden. -

Corona-Krise Türkei muss Gewissensgefangene freilassen
Die hygienische Situation und Überbelegung in den Gefängnissen veranlasst die türkische Regierung, Tausende Gefangene freizulassen. Ob auch Meinungsgefangene freikommen werden, ist aber unklar. -

Covid-19-Gesetz in Ungarn Freibrief zur Einschränkung der Menschenrechte
Das ungarische Parlament hat am 30. März das umstrittene Notstandsgesetz angenommen. Damit erlaubt es der Regierung von Viktor Orbán, per Dekret zu regieren – ohne Enddatum oder parlamentarische Kontrolle. Über die Coronakrise hinaus droht die beschleunigte Aushöhlung der Menschenrechte in Ungarn. -

Ungarn Regierung Orban darf durch das neue Covid-19-Gesetz keine unbegrenzten Befugnisse erhalten
Die ungarische Regierung unter Viktor Orbán versucht offenbar die Corona-Krise auszunützen, um die eigene Macht im Land dauerhaft auszubauen. Das unbefristete Regierungsmandat zur Aufrechterhaltung des Notstands ist inakzeptabel und gefährdet den Rechtstaat sowie die Rechte aller Menschen in Ungarn, kritisiert Amnesty International. Das umstrittene Notstandsgesetz wird am Montag dem Parlament erneut zur Abstimmung vorgelegt. -

Coronavirus-Krise Wie die Menschenrechte uns schützen können
Wie wichtig Menschenrechte sind, zeigt sich besonders in Krisenzeiten. Die Coronavirus-Pandemie macht es deutlich: Menschenrechte sind das Fundament unseres Zusammenlebens und stehen für das, was es jetzt so dringend braucht: Menschlichkeit, Mitgefühl und Solidarität. -

Coronavirus Flüchtlinge auf griechischen Inseln müssen evakuiert werden
Angesichts der humanitären Tragödie an der griechisch-türkischen Grenze und in den Flüchtlingslagern fordert Amnesty International den Bundesrat auf, Flüchtlingen auf den griechischen Inseln Schutz zu bieten. Dies ist angesichts der immensen Gefahr, die die Covid-19-Epidemie für die Flüchtlinge darstellt, umso dringlicher. Die Schweiz muss so rasch, wie es die Situation erlaubt, ein grosses Kontingent von Schutzsuchenden übernehmen. Amnesty fordert von den griechischen Behörden, die Lager auf den Inseln sofort zu evakuieren. -

Amerikas Menschenrechte müssen bei staatlichen Reaktionen auf Covid-19 eingehalten werden
Amnesty International hat Empfehlungen veröffentlicht, die gewährleisten sollen, dass Staaten in der Region Amerikas bei ihren Massnahmen gegen Covid-19 im Einklang mit ihren internationalen menschenrechtlichen Verpflichtungen handeln. Zudem listet Amnesty in der Veröffentlichung eine Reihe von Menschenrechtsverletzungen in der Region auf, die der Pandemie vorausgegangen sind, durch sie aber noch verschlimmert werden könnten. -

Good News Todesstrafe in Colorado abgeschafft
Der US-amerikanische Bundesstaat Colorado schafft die Todesstrafe ab. Ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Einstellung dieser grausamen, unmenschlichen und erniedrigenden Strafe in den Vereinigten Staaten. -

Coronavirus-Krise in Ägypten Kein Schutz vor Covid-19: Gewissensgefangene jetzt freilassen
In den überbelegten Gefängnissen Ägyptens droht sich das Coronavirus (Covid-19) immer weiter auszubreiten. Amnesty International fordert daher von den ägyptischen Behörden, umgehend und bedingungslos, alle AktivistInnen und MenschenrechtsverteidigerInnen freizulassen. -

Coronavirus in Katar Höchste Ansteckungsgefahr für Arbeitsmigranten
Ausländische Arbeitsmigranten in den Industriegebieten Katars werden vor der Ansteckung durch den Coronavirus nicht geschützt, im Gegenteil: Gebiete, in welchen der Virus bereits aufgetaucht ist, werden isoliert, so dass die Infizierten festsitzen. -

Thailand Schikane, Schläge und sexuelle Übergriffe im Militär
Ein Bericht von Amnesty International zeigt auf, wie Wehrdienstleistende im thailändischen Militär routinemässig schikaniert, geschlagen und beleidigt werden. Auch sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen durch Vorgesetzte sind Teil eines weit verbreiteten Missbrauchs in der Armee. -

USA Trump-Regierung nutzt Corona-Pandemie für diskriminierende Abweisung von Asylsuchenden
Die Regierung von US-Präsident Trump will offenbar die Coronavirus-Pandemie als Rechtfertigung nutzen, um Asylsuchende abzuweisen. -

Coronavirus Amnesty ruft zur Sistierung der Asylverfahren in der Schweiz auf
Die Schweizer Sektion von Amnesty International ist besorgt über die Situation in den Kollektivunterkünften für Asylsuchende und ruft die Behörden dazu auf, Asylverfahren in der Schweiz per sofort und bis auf Weiteres zu sistieren. Aufgrund der Notstandssituation in Folge der Ausbreitung des Coronavirus kann ein faires Asylverfahren nicht mehr garantiert werden. -

Coronavirus in Jammu und Kaschmir Das Recht auf Information muss wiederhergestellt werden
Bereits seit Anfang August 2019 wurde der Zugang zum Internet in Jammu und Kaschmir stark eingeschränkt. Besonders jetzt, während der Coronavirus-Pandemie, haben die Menschen in diesen indischen Territorien das Recht auf Information und Gesundheit. Amnesty fordert von der Regierung, den vollen Zugang zum Internet umgehend wiederherzustellen. -

Corona-Krise Die Folgen für Amnesty Schweiz
Die Corona-Krise hat auch Auswirkungen auf die Arbeit von Amnesty International. Dennoch geht unser Einsatz für die Menschenrechte weiter! Wir bleiben trotz der einschneidenden Massnahmen gegen die Ausbreitung der Pandemie mit Länderbüros und Partnerorganisationen weltweit vernetzt. Dazu wenden wir verstärkt neue Formen der digitalen Zusammenarbeit und Recherche an. -

China Ausweisung von US-Journalisten inmitten der Coronavirus-Krise
China entzieht Journalisten der New York Times, der Washington Post und des Wall Street Journals die Presseausweise und untersagt ihnen die Arbeit auf dem chinesischen Festland und in Hong Kong und Macao. Die grossen US-Zeitungen hatten wichtige Recherchen zu Menschenrechtsverletzungen in China und zum Ausbruch der Coronavirus-Krise in Wuhan publiziert. -

Kommentar von Manon Schick Coronavirus: Solidarität mit den Verletzlichsten weltweit
Auf das Coronavirus und die von ihm verursachten Verheerungen richtet sich derzeit die gesamte Aufmerksamkeit – und das ist verständlich. Amnesty International wird auch in einer solchen Ausnahmesituation dafür kämpfen, die Welt solidarischer und menschlicher zu machen.
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