News
-

Russland Mutmassliche Vergiftung des Oppositionsführers Nawalny muss umfassend untersucht werden
Amnesty International fordert, dass die russischen Behörden die Umstände der unerwarteten und kritischen Verschlechterung des Gesundheitszustands von Alexej Nawalny umfassend untersuchen. Die Behörden müssen es ausserdem ermöglichen, dass er von Fachpersonen, denen die Angehörigen vertrauen, diagnostiziert und behandelt wird. -

Abgeschlossene Briefaktion China: Geheimes Verfahren gegen Menschenrechtler
Die NGO-Mitarbeiter Cheng Yuan, Liu Yongze und Wu Gejianxiong sind seit mehr als einem Jahr ohne Kontakt zur Aussenwelt in Haft. Den drei Männern soll wegen «Untergrabung der Staatsmacht» der Prozess gemacht werden. -

Gesundheit und Menschenrechte Corona-Krise: Unterstützung des Gesundheitspersonals notwendig
Gesundheit ist ein grundlegendes Menschenrecht. Die globale Corona-Pandemie hat allen gezeigt, wie unverzichtbar ein starkes und gut ausgerüstetes Gesundheitssystem ist. Amnesty zeigt in einem neuen Bericht auf, wie das Gesundheitspersonal weltweit unter Druck steht und sich unter zum Teil prekären Arbeitsbedingungen unermüdlich für unser Leben einsetzt. -

Schweiz / Covid-19 Die Rechte des Gesundheitspersonals müssen geschützt werden
Mindestens 7000 Gesundheitsangestellte sind weltweit bereits im Kampf gegen das Coronavirus gestorben. Auch in der Schweiz arbeiten sie unter Druck und teils schwierigen Bedingungen. In einem offenen Brief, der von den Gewerkschaften UNIA und VPOD sowie vom Berufsverband SBK mitunterzeichnet wurde, fordert Amnesty International den Bundesrat auf, eine unabhängige Untersuchung in Auftrag zu geben. Diese soll die Auswirkungen der Pandemie auf das Gesundheitspersonal aufzeigen und Licht in die staatliche Krisenbewältigung bringen. -

Belarus (Weissrussland) Gezielte Folter gegen friedlich Demonstrierende
Amnesty International und lokale Menschenrechtsgruppen haben in Belarus zahlreiche Zeugenaussagen von Menschen gesammelt, die an Protesten teilgenommen und dafür in Hafteinrichtungen gefoltert oder anderweitig misshandelt wurden. Betroffene berichteten wie sie geschlagen, gequält oder mit Vergewaltigung bedroht wurden. -

Libanon Sicherheitskräfte greifen nach verheerenden Explosionen unbewaffnete Protestierende an
Wie eine neue Untersuchung von Amnesty International ergab, schossen Angehörige der libanesischen Armee und der Sicherheitskräfte des Landes sowie nicht identifizierte Männer in Zivil am 8. August in Beirut auf unbewaffnete Protestierende, die nach den desaströsen Explosionen der Vorwoche in der libanesischen Hauptstadt auf die Strasse gegangen waren. -

Belarus (Weissrussland) Brutale Polizeigewalt gegen friedliche Protestierende
Delegierte von Amnesty International in der belarussischen Hauptstadt Minsk können bezeugen, dass die Einsatzpolizei in der Nacht auf Montag brutal gegen friedliche Demonstrierende vorgegangen ist. Die Menschen waren gestern zu Tausenden auf die Strasse gegangen, um gegen das von offizieller Seite verkündete Ergebnis der Präsidentschaftswahl zu demonstrieren. -

Abgeschlossene Briefaktion USA Drei Männer hingerichtet, weitere in Gefahr
Mitte Juli wurden in den USA drei Todesurteile vollstreckt. In den kommenden Wochen sollen weitere Männer hingerichtet werden. -

Hongkong Angriff auf pro-demokratische Zeitung bedroht Pressefreiheit
Heute wurden in Hongkong der prominente Verleger Jimmy Lai und sechs weitere Personen unter Rückgriff auf das nationale Sicherheitsgesetz verhaftet. Zudem führte die Polizei eine Razzia bei der pro-demokratischen Zeitung Apple Daily durch. -

Abgeschlossene Briefaktion Verfahren gegen die Iuventa-Besatzung muss beendet werden
Gegen zehn Besatzungsmitglieder des Rettungsschiffs Iuventa wird ermittelt. Ihnen drohen in Italien bis zu 20 Jahre Gefängnis, weil sie mehr als 14'000 Menschen vor dem Ertrinken gerettet haben. -

Kriminalisierung von Solidarität mit Flüchtlingen Bundesgericht bestätigt Verurteilung der Flüchtlingshelferin Anni Lanz
Amnesty International ist enttäuscht vom Bundesgerichtsurteil gegen Anni Lanz, welches die Entscheide der Walliser Justiz gegen die Flüchtlingshelferin bestätigt. Die Menschenrechtsorganisation wird sich weiterhin für die Entkriminalisierung solidarischen Handelns mit Flüchtlingen einsetzen. -

Coronavirus und Menschenrechte Menschenrechtsverteidiger von Amnestien ausgeschlossen
In Ländern wie Ägypten, Indien, Iran oder der Türkei schliessen die Regierungen Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger bewusst von pandemiebedingten Gefangenenamnestien aus. Indem sie Gewissensgefangene schutzlos in den Gefängnissen belassen, missbrauchen sie das Virus als zusätzliche Waffe gegen kritische Stimmen. -

Kommentar Eine Schattenpandemie verfolgt Europa
Überall auf der Welt kam es verstärkt zu Berichten über Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Grund waren die Lockdowns und anderen Restriktionen, so dass viele Frauen und Mädchen mit ihren MisshandlerInnen eingeschlossen waren oder sie keinen ungehinderten Zugang zu Sicherheit und Unterstützungsleistungen hatten. -

USA Polizeigewalt und Menschenrechtsverletzungen gegen Black-Lives-Matter-Bewegung
Die Polizei in den USA hat mehrfache und schwere Menschenrechtsverletzungen gegen Protestierende der Black-Lives-Matter-Bewegung verübt; auch Rettungspersonal, Medienschaffende und unabhängige Beobachterinnen und Beobachter waren davon betroffen. -

Iran Menschenrechtlerin durch Covid-19 in Lebensgefahr
Die inhaftierte Menschenrechtsverteidigerin Narges Mohammadi zeigt Symptome einer Covid-19-Erkrankung zusätzlich zu mehreren Vorerkrankungen. Die Behörden bringen ihre Gesundheit und ihr Leben in Gefahr, weil sie ihr die Gesundheitsversorgung verweigern. -

Irak Jesidische Kinder leiden noch immer unter den Gräueltaten des Islamischen Staats
Nahezu 2000 jesidische Kinder, die nach der Gefangenschaft durch die bewaffnete Gruppe Islamischer Staat (IS) zu ihren Familien zurückgekehrt sind, leiden unter erheblichen gesundheitlichen Folgen – sowohl physischer als auch psychischer Natur. -

China / Hongkong Hongkongs Nationales Sicherheitsgesetz: Zehn Dinge, die Sie wissen sollten
Am 30. Juni hat Chinas höchstes gesetzgebendes Gremium ein neues Gesetz zur Nationalen Sicherheit in Hongkong verabschiedet, das noch am selben Tag in Kraft trat. Das Gesetz ist gefährlich umfassend und vage: Grundsätzlich alles kann damit zu einer Bedrohung der «nationalen Sicherheit» erklärt werden und es kann weltweit auf jede Person angewendet werden. -

Todesstrafe in den USA Erste Hinrichtung auf US-Bundesebene seit 17 Jahren
Erstmals seit 17 Jahren ist in den USA die Todesstrafe auf Bundesebene vollzogen worden. Der wegen Mordes verurteilte Daniel Lee wurde am Dienstagmorgen in Terre Haute im Bundesstaat Indiana hingerichtet. Weitere Hinrichtungen sind geplant. -

Brasilien Rinder aus illegalen Weidegebieten im Amazonas
In der Lieferkette von JBS, dem weltweit grössten Fleischproduzenten, findet sich Rindfleisch von Tieren, die illegal in geschützten Gebieten des brasilianischen Amazonas-Regenwalds geweidet haben. Das geht aus dem neuen Amnesty-Bericht From Forest to Farmland hervor. -

Abgeschlossene E-Mail-Aktion Good News: Anklage gegen Gewerkschaftsmitglieder aufgehoben
Am 2. Juni 2020 hatte die malaysische Polizei eine friedliche Protestveranstaltung von Krankenhausreinigungskräften aufgelöst, die die unfaire Behandlung von Gewerkschaftsmitgliedern und eine unzureichende Versorgung mit persönlicher Schutzausrüstung anprangerten. Fünf Protestierende wurden inhaftiert und wegen «nicht genehmigter Versammlung» angeklagt, was gegen ihre Rechte auf Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit verstösst.
Seite 50 von 157